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Geburt

Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft: Diese wichtigen Kontrollen erwarten dich

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©Asawin_Klabma/iStock

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Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft sind für werdende Mütter eine gute und wichtige Möglichkeit, sich abzusichern: Wie geht es dem ungeborenen Kind? Wie geht es der Mama in spe selbst? Welche Schritte sollten unternommen werden, wenn sich Schwierigkeiten abzeichnen? Doch nicht alle Termine beim Frauenarzt sind unbedingt nötig – und einige muss man sogar selbst bezahlen.

Zur großen Freude über die Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt des Kindes mischen sich bei manchen werdenden Eltern auch Sorgen und Ängste: Bluttest auf Downsyndrom, Schwangerschaftsdiabetes, HIV-Test – viele der Mutterschaftsuntersuchungen können auch unangenehme Ergebnisse mit sich bringen. Doch je früher gewisse Auffälligkeiten entdeckt und behandelt werden, desto größer ist die Gewissheit, dass es Mutter und Kind gut geht. Und wer einmal das Ultraschallbild seines Kindes gesehen hat, kann die nächste Untersuchung kaum abwarten.

Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft: So laufen die Kontrollen ab

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Während deiner Schwangerschaft stehen dir drei Ultraschalltermine zu. ©SerhiiBobyk/iStock

Generell werden die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft monatlich durchgeführt. Ab der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) erfolgen sie dann in der Regel alle zwei Wochen. Jeder Schwangeren stehen drei Ultraschalltermine zur Verfügung: im dritten, sechsten und achten Monat. Sofern gewisse Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, können weitere Ultraschalltermine sinnvoll sein, die dann meist auch von der Krankenkasse übernommen werden.

Mutterpass

Beim ersten Vorsorgetermin wird der Mutterpass ausgestellt. Den bringst du ab dann zu jeder kommenden Vorsorgeuntersuchung mit. Alle Ergebnisse der Tests und Befunde werden dort notiert – ganz gleich, ob ein Gynäkologe oder eine Hebamme im Geburtshaus die Behandlungen vorgenommen hat. Zudem werden Aspekte wie ein gesundes Arbeitsumfeld, Reisen und Geburtsvorbereitung thematisiert und du mit den wichtigsten Informationen dazu versorgt. Hast du bereits Kinder, werden auch die Befunde deiner vorherigen Schwangerschaften im Mutterpass vermerkt.

Darüber hinaus interessieren sich Ärzte und Hebammen auch für die Lebensumstände der Schwangeren, um mögliche körperliche und seelische Belastungen auszuschließen. Bei jedem weiteren Vorsorgetermin werden das Gewicht, der Blutdruck und der Urin der Schwangeren untersucht. Außerdem ertastet der Gynäkologe oder die Hebamme den Stand der Gebärmutter. Mit Fortschreiten der Schwangerschaft werden dann auch die Herztöne des Kindes und dessen Lage kontrolliert. Weitere Blutuntersuchungen folgen in regelmäßigen Abständen.

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Bei jedem Vorsorgetermin wird das Befinden von Mutter und Kind gründlich durchgecheckt. ©PeopleImages/iStock

Auf diese Vorsorgeuntersuchungen hast du einen Anspruch

Laut der “Mutterschafts-Richtlinien”, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss zur ärztlichen Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung festgelegt wurden, haben privat und gesetzlich Versicherte Anspruch auf gewisse Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft. Ziel der “ärztlichen Schwangerenvorsorge ist die frühzeitige Erkennung von Risikoschwangerschaften und Risikogeburten”, heißt es in den Richtlinien. Dazu zählen in Deutschland grundsätzlich folgende Untersuchungen:

HIV-Test

Damit eine HIV-Infektion ausgeschlossen werden kann, kannst du dein Blut – auch anonym – testen lassen. Sollte der Test positiv ausfallen, kann mittels rechtzeitiger Behandlung verhindert werden, dass auch dein Kind angesteckt wird. Im Mutterpass wird anschließend jedoch nur vermerkt, dass der Test gemacht wurde, das Ergebnis selbst wird nicht notiert.

Chlamydien-Test

Erscheinst du zum ersten Termin, erfolgt eine allgemeine und eine gynäkologische Untersuchung. Außerdem wird dein Urin auf eine Chlamydieninfektion getestet. Die genitale Chlamydia-trachomatis-Infektion gehört zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren bakteriellen Erkrankungen. Dadurch entsteht ein Risiko für ungewollte Sterilität, Komplikationen während der Schwangerschaft und Infektionen der Neugeborenen.

Röteln-Antikörpertest

Damit dein Kind vor Rötelnembryopathie – also Komplikation der mütterlichen Röteln – geschützt wird, solltest du gegen Rötelviren immun sein. Andernfalls drohen Fehlbildungen von Augen, Ohren, dem zentralen Nervensystem und dem Herzen deines Kindes. Diese Immunität wird vom Arzt getestet.

Antikörpersuchtest / Rhesus-Faktor-Test

Falls du die Blutgruppe Rhesus negativ/D negativ hast, besteht die Gefahr, dass du Antikörper gegen das Blut deines eigenen Kindes bildest. Das kann aber medikamentös behandelt werden.

Test auf Schwangerschaftsdiabetes (25. bis 28. SSW)

Die Kinder von Müttern, die an Schwangerschaftsdiabetes leiden, haben ein größeres Risiko, mit einem höheren Geburtsgewicht zur Welt zu kommen. Nicht selten führt das dazu, dass diese Kinder nicht auf natürlichem Weg zur Welt kommen. Daher sollte dieses Risiko frühestmöglich erkannt werden. Bei dem Test bestimmt der Arzt die Glukosekonzentration im Blutplasma – bei auffälligen Werten wird ein weiteres Mal getestet. Ist eine Schwangerschaftsdiabetes vorhanden, muss Insulin gespritzt werden.

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Natürlich dienen dir die Vorsorgeuntersuchungen auch für alle Arten von Fragen zur Schwangerschaft. ©vgajic/iStock

Weitere mögliche Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft

Abgesehen von den üblichen Vorsorgeterminen, Tests und Ultraschalluntersuchungen können spezialisierte Ärzte weitere Kontrollen durchführen. Dies geschieht, wenn eine Risikoschwangerschaft – beispielsweise durch Vorerkrankungen oder ein höheres Alter – vorliegt. In diesen Fällen werden die zusätzlichen Tests von der Krankenkasse übernommen.

Darüber hinaus haben Eltern in spe die Chance, diese Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft einzufordern, auch wenn kein erhöhtes Risiko vorliegt. Dazu gehört die Feindiagnostik, die beispielsweise auf ein Downsyndrom hinweist. Gibt es keine medizinische Indikation – es liegt also eine individuelle Gesundheitsleistung (iGeL) vor – zahlen die Krankenkassen diese nicht.

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