Kernaussagen

  • Kennenlernen

    „Immer mehr Paare finden über das Internet und Dating-Apps die große Liebe“

    Wie Paare zueinander finden, ist je nach Altersgruppe unterschiedlich. Zwar lernen sich in allen Altersgruppen die meisten Paare über den Freundeskreis kennen (26 Prozent), dennoch nimmt der Prozentsatz mit zunehmendem Alter ab. Stattdessen gewinnen das Internet und Dating-Apps mit steigendem Alter an Bedeutung. Bei den Befragten über 40 Jahren lernten sich 28 Prozent online beziehungsweise per App kennen.

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  • Heiratsgründe

    „Steuerliche Vorteile spielen für ein Viertel der Paare eine wichtige Rolle.“

    Die Deutschen heiraten aus Liebe. So geben 93 Prozent der Befragten an, die Ehe als Symbol für Liebe und Zusammengehörigkeit sei ein wichtiger bis sehr wichtiger Grund für die Hochzeit. Doch auch rationale Heiratsgründe spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle: 57 Prozent der Ehepaare heiraten aufgrund von rechtlichen Vertretungsvollmachten. Religion hingegen ist laut den Ergebnissen der am wenigsten relevante Faktor: Für 73 Prozent der Befragten ist sie unwichtig.

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  • Trauung

    „Freie Trauungen weiterhin im Kommen.“

    Obwohl der Glaube nur eine untergeordnete Rolle bei der Entscheidung zu heiraten spielt, heiraten 42 Prozent der Paare kirchlich. Besonders hoch sind die Zahlen der kirchlichen Trauungen in Bayern (58 Prozent) und Baden-Württemberg (53 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern hingegen heiraten nur neun Prozent mit Gottes Segen. Weiterhin angestiegen ist hingegen die Zahl der freien Trauungen. Ganze zehn Prozent der Befragten entschieden sich für einen freien Redner.

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  • Finanzierung

    „90 Prozent der Paare finanzieren ihren großen Tag aus eigener Tasche.“

    Ganze 90 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit (zum Teil) selbst finanziert zu haben. Über ein Viertel (26 Prozent) der Selbstfinanzierer erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung durch Eltern und Schwiegereltern. Geldgeschenke zur Hochzeit waren für 44 Prozent der Befragten zudem eine wichtige Finanzierungshilfe und über sieben Prozent der Befragten nahmen zur Finanzierung der Hochzeit einen Kredit auf.

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  • Budget

    „In Deutschland werden durchschnittlich 5.000 bis 10.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben.“

    Für den schönsten Tag im Leben greifen Brautpaare tief in die Tasche: 24 Prozent der Befragten geben an, zwischen 5.000 bis 10.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben. Weitere 22 Prozent investieren sogar 10.000 bis 15.000 Euro in ihre Hochzeit und richtig krachen lassen es ca. fünf Prozent der Paare: Sie geben über 20.000 Euro für ihren besonderen Tag aus.

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  • Tabus

    „Absolutes No-Go auf der Hochzeit: ein Gast im weißen Kleid.“

    Fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass ein Gast in einem weißen Kleid ein absolutes Tabu auf der Hochzeitsfeier ist. Weitere 21 Prozent finden dies zumindest schlimm. Überraschend: Jeder fünfte hält das Erscheinen im weißen Kleid für akzeptabel bis vollkommen in Ordnung. Zu den weiteren No-Go’s zählen geltungsbedürftige oder nicht tanzende Gäste, Langeweile und peinliche Reden.

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Whitepaper

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Infografik

Alle Studienergebnisse auf einen Blick.

Corona-Virus

Jedes zweite Paar ist unsicher, ob Hochzeit stattfinden kann

Das Corona-Virus sorgt bei vielen Paaren für Verunsicherung, ob ihre Hochzeit stattfinden kann. In einer Sonderumfrage im März mit 130 Brautpaaren, die 2020 heiraten wollen, hat die kartenmacherei die Stimmungslage abgefragt – mit folgenden Ergebnissen:

  • 9 % der Paare haben die Hochzeit abgesagt oder verschoben
  • 48 % der Paare sind sicher, dass die Hochzeit ggf. mit Anpassungen stattfinden kann
  • 46 % der Paare wägen ihre Optionen noch ab
  • 42 % der Paare schätzen das Ansteckungsrisiko auf ihrer Hochzeit als nicht gravierend ein
  • 17 % der Dienstleister haben Brautpaaren abgesagt
  • 13 % der Locations haben Brautpaaren abgesagt
  • 16 % der Gäste haben Brautpaaren abgesagt

Für alle Hochzeitspaare hat die kartenmacherei in einem Ratgeber zu Hochzeiten und dem Corona-Virus alle wichtigen Informationen zusammengestellt. Der Ratgeber wird regelmäßig aktualisiert und enthält viele Hilfestellungen und Antworten auf die Fragen betroffener Brautpaare. Für alle Paare, die sich entschlossen haben, ihre Hochzeit zu verschieben, hat die kartenmacherei spezielle „Save-the-later-date“ Karten entworfen – so wird aus Enttäuschung verlängerte Vorfreude für alle Beteiligten.

Beziehungsdauer

Die meisten Paare heiraten nach drei bis sieben Jahren

Mit dem Heiraten lässt man sich in Deutschland reichlich Zeit. Erst nach drei bis sieben Jahren Partnerschaft wagen sich 40 Prozent der Befragten vor den Traualtar. Weitere 23 Prozent warten sieben bis fünfzehn Jahre und ein Prozent lässt sich mehr als 15 Jahre Zeit. Bereits nach ein bis drei Jahren Partnerschaft heiraten rund 32 Prozent der Befragten. Eine Ehe, der weniger als ein Jahr Partnerschaft vorausging, schließen nur vier Prozent aller Befragten.

Wie lange waren Sie ein Paar, bevor Sie geheiratet haben?

Kennenlernen

Internet und Dating-Apps sorgen für die große Liebe

Die meisten Ehepaare lernen sich über Freunde kennen. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) der Befragten findet über den Freundeskreis zueinander. Platz zwei belegen das Internet und Dating-Apps. Ganze 23 Prozent der Ehepaare finden auf diese Weise zueinander. Beim Feiern in einer Diskothek oder Bar fanden 14 Prozent der Paare zueinander und rund 11 Prozent verliebten sich am Arbeitsplatz. Auch beim Ausüben eines gemeinsamen Hobbys oder im Verein sprühen die Funken – jeder zehnte findet hier sein großes Glück.

Besonders früh wussten acht Prozent der Befragten, wer der oder die Richtige ist: Sie lernten sich bereits in der Schule kennen. Seit dem Sandkasten kennen sich nur zwei Prozent der Befragten und nur wenige Paare lernen sich über die Familie oder im Urlaub kennen (drei und ein Prozent).

Je nach Altersgruppe lassen sich deutliche Unterschiede feststellen, wie Paare zueinander finden. Zwar sind Freunde in fast allen Altersgruppen der meistgenannte Faktor, dennoch nimmt deren Wichtigkeit bei der Partnerfindung mit zunehmendem Alter ab. So lernen sich 28 Prozent der unter 25-jährigen über Freunde kennen, wohingegen es bei den über 40-jährigen nur noch 19 Prozent sind.

Stattdessen finden gerade ältere Paare über das Internet oder Dating-Apps zueinander. So treffen von den über 30-jährigen durchschnittlich 25 Prozent online oder per App den Partner fürs Leben, bei den unter 30-jährigen sind es mit durchschnittlich 21 Prozent deutlich weniger. Befragte über 40 Jahren lernen sich sogar zu 28 Prozent online oder über eine Dating-App kennen, was dem höchsten Prozentwert aller Altersgruppen entspricht.

Altersbedingte Unterschiede

Besonders ältere Paare suchen im Netz oder per App nach der großen Liebe

Regionale Unterschiede

Berliner Hochzeitspaare lernen sich online kennen

In fast allen deutschen Bundesländern lernen sich den Umfrageergebnissen zufolge Ehepaare am häufigsten über Freunde kennen – in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sogar über ein Drittel aller Befragten (35 und 34 Prozent). In Baden-Württemberg und Sachsen sind es immerhin noch 31 Prozent, in Brandenburg und Niedersachsen jeweils 29 Prozent. Aber auch in Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland hat mehr als jeder Vierte seinen Lebenspartner über den Freundeskreis kennengelernt.

In Berlin hingegen helfen Freunde nur 20 Prozent der Paare in Sachen Liebe auf die Sprünge. Stattdessen lernt man sich in der Hauptstadt am häufigsten über Internetportale oder Dating-Apps kennen (40 Prozent). Auch im Saarland fanden 32 Prozent der Befragten online ihren Hochzeitspartner, in Hamburg 30 Prozent.

Ein deutlicher Rückgang in Sachen Internet Dating zeigt sich in Sachsen-Anhalt und Thüringen: Hier lernten sich nur 17 beziehungsweise neun Prozent online kennen – 2019 waren es noch 30 und 17 Prozent gewesen.

Wo haben Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin kennengelernt?*


Fahren Sie über die Karte für weitere Informationen.
*Mehrfachnennungen möglich

Gleichgeschlechtliche Paare

Homosexuelle Paare finden ihren Ehepartner im Internet oder per App

Für gleichgeschlechtliche Paare sind das Internet und Dating-Apps die wichtigsten Quellen für das Liebesglück. Ganze 39 Prozent der Befragten haben auf diesem Wege zueinander gefunden. Deutlich angestiegen im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl derjenigen, die über Freunde ihren Partner gefunden haben: Waren es 2019 nur 16 Prozent, fanden 2020 29 Prozent im Berufsleben ihr Glück. Auch bei einem gemeinsamen Hobby lernen viele gleichgeschlechtlichen Paaren sich kennen: 13 Prozent fanden auf diese Weise zueinander. Darüber hinaus lernten sechs Prozent ihre große Liebe am Arbeitsplatz kennen und insgesamt sechs Prozent kannten sich schon seit der Schulzeit oder der Ausbildung beziehungsweise dem Studium.

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Heiratsantrag

Jede sechste Ehe wird ohne offiziellen Heiratsantrag geschlossen

Beim Heiratsantrag bleibt Deutschland traditionell. So geht den Umfrageergebnissen zufolge in 75 Prozent der Fälle der Mann "auf die Knie", während in nur drei Prozent der geschlossenen Ehen die Frau den Heiratsantrag macht.

Überraschend: Ganze 18 Prozent der Ehen werden ohne Heiratsantrag im eigentlichen Sinne geschlossen.

Wer von Ihnen hat den Heiratsantrag gemacht?

Ort des Heiratsantrags

Zuhause werden die meisten Heiratsanträge gemacht

Zuhause ist es doch am schönsten – ganz getreu diesem Motto werden 36 Prozent aller Heiratsanträge im trauten Heim gemacht. Auch der Urlaub ist mit 29 Prozent ein beliebter Anlass für den Kniefall, was weitere zehn Prozent mit „am Strand“ bestätigen. Beim Spazierengehen oder Wandern kommt es in neun Prozent der Fälle zum Heiratsantrag und das Restaurant wählen fünf Prozent der Antragsteller. Vier Prozent der Heiratsanträge werden darüber hinaus am Ort des Kennenlernens gemacht und zwei Prozent der Befragten stellen die Frage aller Fragen am Silvesterabend.

Wo wurde der Heiratsantrag gemacht?*

Liebe lieber ungewöhnlich

Die außergewöhnlichsten Heiratsanträge

Den Heiratsantrag im Urlaub am Strand oder ganz klassisch im Restaurant? Das ist manchen Befragten offensichtlich zu „gewöhnlich“. Viele Antragsteller bewiesen große Kreativität und ließen sich für die alles entscheidende Frage ein ganz besonderes Setting einfallen. Hier die zehn ausgefallensten Heiratsanträge:

Heiratsgründe

95 Prozent der Paare heiraten aus Liebe

All you need is love – so sehen es auch die Deutschen, wenn es ums Heiraten geht. 93 Prozent der Befragten geben an, dass die Ehe als Symbol für Liebe und Zusammengehörigkeit ein wichtiger bis sehr wichtiger Grund für die Hochzeit ist. Für fast zwei Drittel (65 Prozent) ist die Hochzeit zudem ein wichtiger Schritt in Sachen Familienplanung. Für 63 Prozent hat die Hochzeit zudem einen hohen traditionellen Wert.

Doch auch rationale Motive haben Einfluss auf die Entscheidung den Bund der Ehe einzugehen. So sind rechtliche Vertretungsvollmachten für 57 Prozent ein wichtiger Heiratsgrund. Steuerliche Vorteile sind für 20 Prozent der Befragten ein wichtiger, für vier Prozent sogar ein sehr wichtiger Grund zu heiraten.

Religiöse Hintergründe spielen für fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten nur eine untergeordnete Rolle, für über die Hälfte (53 Prozent) der Befragten sogar gar keine.

Heiratsgründe nach Geschlecht

Besonders für Männer ist die Hochzeit ein sehr wichtiger Schritt in der Familienplanung

Regionale Unterschiede

Aus diesen Gründen wird in den einzelnen Bundesländern geheiratet

Familienplanung

Über die Hälfte der Paare hat zum Zeitpunkt der Hochzeit noch keine Kinder

Die Ehe ist für viele Paare ein wichtiger Schritt in der Familienplanung. So geben 43 Prozent der Befragten an, zum Zeitpunkt der Umfrage noch keine Kinder zu haben, dies aber zu planen. Weitere 26 Prozent haben erst nach der Hochzeit Kinder bekommen, 10 Prozent haben schwanger geheiratet.

Gemeinsame Kinder noch vor dem Ehebund hatten 13 Prozent der Paare, sieben Prozent hatten bereits Kinder von früheren Partnern. Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, keinen Kinderwunsch zu haben.

Haben Sie mit der Familienplanung bis nach der Hochzeit gewartet?

Trauung

Freie Trauungen sind gefragt

Zwar ist eine kirchliche Hochzeit mittlerweile auch ohne standesamtliche Trauung möglich, tatsächlich rechtskräftig ist jedoch nur der standesamtliche Ehebund. Dementsprechend entscheiden sich 97 Prozent der Befragten für eine standesamtliche Eheschließung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der kirchlichen Trauungen leicht angestiegen, von 37 Prozent auf 42 Prozent für 2020.

Der Trend einer (zusätzlichen) Trauung durch einen freien Redner setzt sich auch 2020 fort. Mittlerweile entscheidet sich jeder zehnte der Befragten für diese sehr persönliche und intime Art der Vermählung – im Vorjahr waren es neun Prozent.

Wie haben Sie sich trauen lassen?*

Besonders hoch sind die Zahlen der kirchlichen Trauungen im Süden Deutschlands: In Bayern suchen 58 Prozent und in Baden-Württemberg 53 Prozent der Studienteilnehmer Gottes Segen. Doch auch in Niedersachsen (49 Prozent), Rheinland-Pfalz (45 Prozent) oder Hessen (44 Prozent) entscheiden sich viele Paare für den Gang in die Kirche.

Besonders wenige kirchliche Eheschließungen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern (neun Prozent), Thüringen (13 Prozent) und Brandenburg (13 Prozent). In Berlin heiratet ebenfalls nicht einmal jeder Dritte (27 Prozent) kirchlich.

Freie Trauungen sind besonders gefragt im Saarland. Hier lassen sich ganze 26 Prozent von einem freien Redner vermählen.

Kirchliche und freie Trauungen nach Bundesländern

Hochzeitsgeschenke

Geld ist das beliebteste Geschenk zur Hochzeit

Deutsche Brautpaare haben keine Scheu, Geschenkewünsche offen an ihre Gäste zu kommunizieren. Gefragtester Geschenkewunsch ist dabei Geld. So bitten fast zwei Drittel der Befragten ihre Gäste um Geldgeschenke. Weitere sechs Prozent haben zudem eine Geschenkeliste. Zu Spenden für einen guten Zweck fordert ein Prozent der Brautpaare seine Gäste auf.

Ein Drittel der Brautpaare hat nach eigenen Angaben keine Wünsche an seine Gäste.

Haben Sie im Vorfeld der Hochzeit bestimmte Geschenkwünsche an Ihre Gäste kommuniziert?*

Tatsächlich erhalten den Umfrageergebnissen zufolge 93 Prozent der Paare (unter anderem) Geld zur Hochzeit. Weitere 28 Prozent bekommen darüber hinaus speziell Geld für die Hochzeitsreise. Auch Gutscheine stehen hoch im Kurs – fast jedes zweite Brautpaar freut sich hierüber.

Immerhin noch 26 Prozent der Befragten erhalten Haushaltswaren und Heimtextilien für den Start in das gemeinsame Leben. Schmuck und Babyausstattung werden mit jeweils vier Prozent nur selten geschenkt.

Welche Hochzeitsgeschenke haben Sie bekommen?*

Hochzeitsgäste

Große Hochzeiten werden wieder beliebter

Der größte Anteil der Befragten (23 Prozent) versendet seine Save-the-Date Karten und Hochzeitseinladungen an 51 bis 75 Gäste. Weitere 19 Prozent laden sogar zwischen 76 bis 100 Gäste zu seinem großen Tag ein. Doch auch mit bis zu 150 Gästen feiern elf Prozent der Deutschen. Mehr als 150 Gäste laden etwa drei Prozent der Studienteilnehmer ein. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 laden Hochzeitspaare somit durchschnittliche wieder mehr Gäste dazu ein, den großen Tag gemeinsam zu zelebrieren.

Hochzeiten im kleinen Kreis, zu dem nur engste Familienangehörige oder Freunde eingeladen werden, waren DER Trend der letzten Jahre. Praktischer Nebeneffekt dieser so genannten Microweddings: Die Kosten bleiben überschaubar. 2020 ist die Zahl der kleinen Hochzeiten mit weniger als 25 Gästen in etwa gleichgeblieben: 13 Prozent entschieden sich für eine Feier im kleinen Kreis, 2019 waren es 12 Prozent. Besonders bei Paaren über 35 sind kleine Hochzeiten dabei beliebt: 22 Prozent der über 35-jährigen schloss den Bund der Ehe im Kreis der engsten Angehörigen.

Wie viele Gäste haben Sie zur Hochzeit eingeladen?

Hochzeitsbräuche

Jedes dritte Paar schläft die Nacht vor der Hochzeit getrennt

Hochzeitsbräuche gibt es viele und gerade im Vergleich zu den Vorjahren finden diese wieder vermehrt Anwendung.

So lassen sich 20 Prozent der Bräute über die Schwelle tragen und 41 Prozent tragen einen Schleier. Weitere 38 Prozent der Paare haben die Nacht vor der Hochzeit getrennt verbracht.

Mehr als jedes zweite Brautpaar eröffnet die Tanzfläche mit einem Hochzeitswalzer und bei 58 Prozent der Hochzeiten wird der Brautstrauß geworfen. Am häufigsten halten sich Paare mit 84 Prozent an den Brauch, dass der Bräutigam das Brautkleid vor der Hochzeit nicht zu Gesicht bekommen darf.

Auch der Brauch, dass die Braut am Tag der Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues bei sich trägt, erfreut sich hierzulande bei 67 Prozent größter Beliebtheit. Dem ursprünglich aus England stammenden Brauch zufolge symbolisiert dabei etwas Altes die Beständigkeit, etwas Neues eine glückliche Zukunft, etwas Geborgtes die Freundschaft und Verlässlichkeit und etwas Blaues die Liebe, Reinheit und Treue.

Kein Brauch, aber trotzdem obligatorisch sind für viele Paare die Dankeskarten zur Hochzeit, die nach der Feier an die Gäste geschickt werden und so ein schönes Andenken an den gemeinsam verbrachten Tag schaffen.

Welche Hochzeitstraditionen haben Sie bei Ihrer Hochzeit gepflegt?*

Dienstleister oder DIY?

Freunde und Familie sind wichtige Unterstützung

Die Organisation einer Hochzeit umfasst viele Themenbereiche und kann schnell in Stress ausarten. Gut, wenn man Unterstützung von Freunden und Familie bekommt. So geben 23 Prozent der Studienteilnehmer an, Hilfe von der Familie bei der Hochzeitsplanung zu erhalten. 15 Prozent werden zudem von Freunden unterstützt. Einen professionellen Wedding Planner organisieren vier Prozent der Befragten für ihre Traumhochzeit.

Das Essen überlassen Hochzeitspaare zu 91 Prozent einem professionellen Caterer. Auch für die Blumen wird in 80 Prozent der Fälle ein Dienstleister beauftragt, elf Prozent der Brautpaare übernehmen dies aber auch, zumindest zum Teil, selbst. Für die perfekte Hochzeitsfrisur wenden sich 71 Prozent der Befragten an einen Profi, sieben Prozent legen selbst Hand an. Beim Make-Up hingegen sind Bräute selbstbewusst: Fast jede fünfte Frau schminkt sich für ihre Hochzeit selbst, 16 Prozent bekommen bei Puder, Mascara und Lidstrich Unterstützung von Freunden.

Um den schönsten Tag im Leben in genauso schönen Fotos festzuhalten, engagieren 65 Prozent der Befragten einen professionellen Hochzeitsfotografen. Die Hochzeitstorte lassen 62 Prozent von einem Konditor zaubern, 16 beziehungsweise 14 Prozent überlassen dies Freunden oder Familie.

Inspiration

Pinterest ist weiterhin die Inspirationsquelle Nummer eins

Bevor sich Braut und Bräutigam in die Hochzeitsplanung stürzen, muss zunächst einmal herausgefunden werden, was für eine Art von Hochzeit gefeiert werden soll. Es gilt unzählige Fragen zu klären: pompöses Prinzessinnenkleid oder lieber schlicht und elegant? Stilvolle Hochzeit im Restaurant oder ganz ungezwungen am Strand? Wie soll die Deko aussehen und was soll es zu essen geben? Doch längst sind Brautpaare mit diesen Fragen nicht mehr auf sich allein gestellt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren und Inspiration für die eigene Traumhochzeit zu finden.

In vielen Themenbereichen stellt das soziale Netzwerk Pinterest dabei die wichtigste Inspirationsquelle dar. 47 Prozent der Befragten pinnen sich Dekoideen auf ihre virtuellen Pinnwände, 38 Prozent holen sich Inspiration für die Gestaltung mit Blumen. Um das richtige Brautkleid oder den idealen Hochzeitsanzug zu finden, nutzen 35 Prozent Pinterest. Das soziale Netzwerk ist somit in seiner Bedeutung für die Hochzeitsinspiration im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gewachsen. In Sachen Hochzeitsgarderobe suchen viele Paare aber auch abseits von Internet und Social Media nach dem perfekten Hochzeitsoutfit: So blättern 29 Prozent in Hochzeitsmagazinen, 15 Prozent folgen den Empfehlungen von Freunden und Verwandten und weitere 33 Prozent besuchen eine Hochzeitsmesse. Dort suchen 24 Prozent gleichzeitig auch nach Inspiration für die Trauringe.

Größeren Einfluss als Pinterest haben oftmals nur persönliche Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Verwandten. 49 Prozent aller Befragten verlässt sich besonders beim Essen und Catering auf deren Ratschläge, weitere 43 Prozent bei der Wahl des Fotografen und 37 Prozent bei der Entscheidung für den Hochzeitslocation.

Hochzeitsstil

Der Vintage- und Boho-Trend setzt sich 2020 fort

Auch 2020 bevorzugen die meisten Paare (24 Prozent) eine klassisch-elegante Hochzeit. Auf dem zweiten Platz folgen mit 15 Prozent verspielte Vintage- oder Boho-Hochzeiten. Der Trend ist dabei besonders bei Paaren unter 30 beliebt, während Paare über 30 klassische Eleganz deutlich bevorzugen.

Weitere zwölf Prozent mögen es rustikal: Sie gestalten ihre Hochzeit nach dem Thema Landhaus. Immerhin 20 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit nach keinem besonderen Stil ausgerichtet zu haben.

Welcher Stil kam Ihrer Hochzeit am nächsten?

Motto-Hochzeit

Die ausgefallensten Ideen für eine besondere Hochzeit

Fünf Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit anhand eines Mottos oder eines eigenen Stils gestaltet zu haben. Besonders beliebt dieses Jahr: Mottohochzeiten in Anlehnung an Filme und Serien.

Mit diesen 10 ausgefallenen Hochzeitsstilen bewiesen die Studienteilnehmer besondere Originalität:

Hochzeitsdekoration

Keine Hochzeit ohne Blumen

Dekoration darf auf keiner Hochzeit fehlen – trägt sie doch entscheidend zu Stimmung und zum Ambiente bei. Ob dezent und schlicht oder auffällig und pompös hängt dabei ganz vom Geschmack des Brautpaars ab. Fehlen dürfen Blumen jedoch bei den wenigsten: 97 Prozent aller Befragten geben an, Blumen als Dekoelement auf ihrer Hochzeit zu verwenden. Diese werden zum größten Teil gekauft (81 Prozent), 14 Prozent machen sie jedoch auch zum Teil selbst. Drei Viertel der Paare gestalten ihre Hochzeit mit verzierten Schildern, Wegweisern oder Beschriftungen und über die Hälfte aller Paare sorgt mit Lampions oder Luftballons für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Der Trend Fotobooth setzt sich auch 2020 fort. Fast die Hälfte aller Paare verwendet mittlerweile einen Fotobooth, mit dem sich Gastgeber und Gäste per Selbstauslöser und mit jeder Menge lustiger Accessoires fotografieren können. Eine Candy Bar mit süßen Leckereien findet sich auf fast jeder dritten fünften Hochzeit.

DIY Trend

Besonders für ihre Gäste werden Brautpaare selbst kreativ

Viele Brautpaare möchten ihrer Hochzeit einen individuellen Touch verleihen und greifen bei der Dekoration selbst in die Bastelkiste. Besonders Schilder, Wegweiser und Beschriftungen werden dabei in über der Hälfte aller Fälle von den Brautleuten selbst gemacht und sorgen so für eine persönliche Note. Die Hochzeitsgäste werden von 51 Prozent der Paare mit einem DIY Gastgeschenk beglückt und auf 31 Prozent der Hochzeiten können sie sich in einem selbstgemachten Gästebuch verewigen. Für gute Stimmung sorgen 22 Prozent mit einer selbstgemachten Candy Bar und 14 Prozent mit einem selbstgemachten Fotobooth.

Inspiration

Inspirationsquelle Pinterest auch 2020 am wichtigsten

Wenn es darum geht, sich Inspiration für den großen Tag zu holen, gehen Brautpaare vielseitig vor – und vor allem auf eigene Faust! Inspirationsquelle Nummer eins für die Hochzeitsdekoration ist mit Abstand Pinterest. Ganze 47 Prozent nutzen das soziale Netzwerk, um sich Dekoideen an die virtuellen Pinnwände zu heften und so den perfekten Hochzeitslook zu finden. Damit verzeichnet Pinterest noch einmal einen Zuwachs um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch auf Instagram suchen dieses Jahr mehr Heiratende nach Deko-Anregungen: Waren es 2019 nur elf Prozent, sind es 2020 schon 17 Prozent. Auch Facebook verzeichnet einen Zuwachs als Inspirationsquelle für die Hochzeitsdekoration von sechs auf 13 Prozent. Über Hochzeitsblogs suchen 16 Prozent nach kreativen Einfällen.

Doch es muss nicht immer alles online sein: 16 Prozent der Befragten verlassen sich auf die Empfehlungen von Freunden und Familie, 18 Prozent blättern in Hochzeitsmagazinen und Hochzeitsbüchern und 15 Prozent besuchen eine Hochzeitsmesse, um die neusten Dekotrends in Erfahrung zu bringen.

Wodurch haben Sie sich bei der Dekoration inspirieren lassen?*

Hochzeitslocation

Die meisten Hochzeitsfeiern finden im Restaurant statt

Beim Feiern darf das Essen nicht fehlen – diese deutsche Leidenschaft spiegelt sich mehr als deutlich in der Wahl der Hochzeitslocation wider. 29 Prozent der Befragten geben an, in einem Restaurant oder Gasthaus zu feiern. Mit einigem Abstand folgt die Feier in einer Eventlocation (20 Prozent).

Etwa sieben Prozent der Befragten entscheiden sich für ein Hotel als Hochzeitslocation. Eine Märchenhochzeit in einem Schloss wählen rund sechs Prozent aller Paare. Rustikal und passend zum aktuellen Vintage und Boho Trend mögen es weitere sechs Prozent der Befragten. Sie feiern auf einem Bauernhof oder in einer Scheune.

Wo hat Ihre Haupt-Hochzeitsfeier stattgefunden?

Entfernung zum Wohnort

Die meisten Brautpaare feiern in direkter Umgebung

Gefeiert wird, wo man zuhause ist. Bei 82 Prozent der Umfrageteilnehmer findet die Feier im regionalen Umkreis statt. Davon wählen 35 Prozent sogar den eigenen Wohnort. In einem anderen Bundesland feiern sechs Prozent und im europäischen Ausland ein Prozent der Befragten.

Wie weit war der Ort Ihrer Hochzeitsfeier von Ihrem Wohnort entfernt?

Nachhaltigkeit

Grüne Hochzeiten boomen: Zwei Drittel heiraten nachhaltig

Ist grün die neue Farbe der Liebe? Viele Paare achten bereits im Privat- und Beziehungsleben auf eine nachhaltige Lebensweise – da ist es nur konsequent, dies auch am Hochzeitstag zu tun. Fast zwei Drittel der Befragten (60 Prozent) haben bei ihrer Hochzeit – zumindest in Teilen – auf ein ökologisches Konzept Wert gelegt. Besonders beim Essen und der Dekoration wählten die Paare nachhaltige Alternativen: 32 Prozent tischten ihren Gästen regionale und saisonale Speisen auf oder achteten darauf, Lebensmittel in Bioqualität zu verwenden – bei den Getränken taten dies 16 Prozent der Paare. Zudem kamen bei 18 Prozent der Befragten vegetarische Speisen auf den Tisch. Bei der Dekoration wählten 32 Prozent nachhaltige Alternativen, die nach dem großen Fest nicht einfach im Keller oder Müll landen. Stattdessen griffen sie beispielsweise zu Naturmaterialen und gebrauchten Gegenständen, die mit wenig Aufwand recycelt werden können.

Das Hochzeitsoutfit nur einmal tragen? Das kam für viele der Befragten nicht in Frage. Fast jeder fünfte entschied sich für Kleidung, die auch nach dem großen Tag noch aufgetragen werden kann. Sechs Prozent kauften ihr Outfit secondhand, nur zwei Prozent achteten jedoch darauf, dass ihre Hochzeitskleidung aus ökologisch oder sozial verträglicher Produktion stammt.

Inwiefern hatte das Thema Nachhaltigkeit Einfluss auf Ihre Hochzeitsfeier?*

Finanzierung

Mehr Paare finanzieren 2020 ihre Hochzeit selbst

Selbst ist der Mann – und auch die Frau. 90 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit zumindest zum Teil selbst finanziert zu haben. Etwa ein Viertel (26 Prozent) erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung von Eltern und Schwiegereltern. Geldgeschenke zur Hochzeit waren für 44 Prozent der Befragten zudem eine wichtige Finanzierungshilfe.

Über sieben Prozent der Befragten waren bei der Finanzierung der Hochzeit auf einen Kredit angewiesen, mit dem sie für Location, Catering, Hochzeitskarten und mehr aufkamen. Das sind drei Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Wer hat bei Ihnen die Kosten der Hochzeit getragen?*

Kosten

5.000 bis 10.000 Euro kostet eine Hochzeit durchschnittlich

Den schönsten Tag im Leben lassen sich Brautpaare einiges kosten: 24 Prozent der Befragten geben an, zwischen 5.000 bis 10.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben. Weitere 22 Prozent investieren sogar 10.000 bis 15.000 Euro in ihre Hochzeit.

Immerhin 29 Prozent der Befragten kommen auch mit einem Budget unter 5.000 Euro zurecht. Richtig krachen lassen es ca. fünf Prozent der Paare: Sie geben über 20.000 Euro für ihren besonderen Tag aus.

Die Bereitschaft, viel für eine Hochzeit auszugeben, ist unterschiedlich je nach Altersgruppe. So zeichnet sich ab, dass mit steigendem Alter die Höhe des Budgets sinkt. Paare über 40 geben zu 41 Prozent nur 1.000 bis 5.000 Euro aus. Grund hierfür könnte sein, dass es sich bei den Hochzeiten bereits um die zweite Eheschließung handelt.

Würden Sie uns die Höhe Ihres Hochzeitsbudgets verraten?

Regionale Unterschiede

So viel wird in den Bundesländern für eine Hochzeit ausgegeben

Die Bewohner einiger Bundesländer geben für ihre Hochzeit deutlich mehr aus als der Rest Deutschlands: So investieren beispielsweise 37 Prozent der Saarländer, 33 Prozent der Brandenburger und 30 Prozent der Niedersachsen zwischen 10.000 und 15.000 Euro in ihren großen Tag. Noch exklusiver mögen es 17 Prozent der Bremer: Sie lassen 20.000 bis 25.000 Euro für die Hochzeits springen.

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Kostenfaktoren

Essen und Getränke sind der größte Kostenfaktor

Für das leibliche Wohl der Gäste muss gesorgt sein. Dementsprechend viel geben Hochzeitspaare für Essen und Getränke auf ihrer Feier aus: Ganze 27 Prozent investieren zwischen 2.000 und 5.000 Euro, weitere 22 Prozent sogar über 5.000 Euro. Für das Brautkleid beziehungsweise den Anzug geben 51 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer zwischen 500 und 2.000 Euro aus. Für die Ringe fallen bei 51 Prozent 500 bis 2.000 Euro an.

Ein weiterer hoher Kostenfaktor ist die Miete für die Hochzeitslocation. 16 Prozent der Befragten investieren zwischen 500 und 2.000 Euro in seine Traumlocation, acht Prozent sogar bis zu 5.000 Euro.

Dos & Don’ts

Ein Gast in Weiß ist für viele absolut tabu

Weiß ist die Farbe der Braut. Dementsprechend ist für 47 Prozent der Befragten ein Gast in einem weißen Kleid ein absolutes Tabu. Ein weiteres Fünftel findet es zumindest schlimm, wenn ein Gast Weiß trägt. Doch nicht jede Braut möchte unbedingt die Einzige in Weiß sein. Ganze 14 Prozent der Befragten finden einen Hochzeitsgast in einem weißen Kleid durchaus akzeptabel, fünf Prozent finden es sogar vollkommen in Ordnung.

Zudem möchten Brautpaare an ihrem großen Tag im Mittelpunkt stehen. So geben 76 Prozent der Befragten an, dass sie es als schlimm bis absolut tabu empfinden, wenn sich Gäste in den Vordergrund spielen. Auch Langeweile ist nicht gern gesehen: 65 Prozent der Deutschen finden es nicht in Ordnung, wenn die Gäste nicht tanzen und 61 Prozent ärgern sich über Gäste, die sich draußen tummeln und dadurch die Feierlichkeiten verpassen. Weiterhin empfindet über die Hälfte der Befragten Reden, die Peinlichkeiten über die frisch Vermählten zum Thema haben, als schlimm bis absolut tabu.

Als weniger schlimm hingegen wird es empfunden, wenn Handyfotos gemacht und diese in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram veröffentlicht werden. Über die Hälfte der Befragten findet dies mittlerweile akzeptabel oder völlig in Ordnung. Auch mit Gästen ohne Geschenk oder zu spät kommenden Gästen kann gut jeder zweite Befragte leben, ebenso finden 33 Prozent der Deutschen übermäßigen Alkoholkonsum verzeihbar.

Der Vergleich der Geschlechter zeigt, dass Männer und Frauen ähnlich ticken beim Empfinden darüber, was auf einer Hochzeit tabu ist und was nicht. Dennoch zeigen sich einige kleine Unterschiede. Insbesondere auf einen Gast in Weiß reagieren die Damen allergisch: 78 Prozent der befragten Frauen empfinden dies als schlimm bis absolut tabu, bei den Männern sind es nur 71 Prozent. Ein deutlicher Unterschied besteht jedoch bei nicht tanzenden Gästen: 76 Prozent der Frauen finden dies schlimm bis absolut tabu, bei den Männern sind es nur 68 Prozent.

Besonders gestört fühlen sich beide Geschlechter von Gästen, die sich in den Vordergrund drängen: 85 Prozent der Männer und 88 Prozent der Frauen stößt so ein Verhalten sauer auf.

Unterschiede nach Geschlecht

So unterschiedlich sehen Männer und Frauen die Hochzeitstabus

Was sind Ihrer Meinung nach absolute Tabus auf einer Hochzeit und wo können Sie beide Augen zudrücken?


Flitterwochen

Jedes dritte Paar verzichtet auf die Hochzeitsreise

Nach dem Trubel der Hochzeit freuen sich viele Frischvermählten auf die wohlverdienten Flitterwochen. Doch nicht jedes Paar startet nach der Hochzeit in den Urlaub. Ganze 25 Prozent der Befragten geben an, keine Flitterwochen zu haben.

Diejenigen, die sich eine gemeinsame Auszeit gönnen, bevorzugen mit Abstand einen Strandurlaub (25 Prozent). Nur neun Prozent der Umfrageteilnehmer unternehmen eine Rundreise, um verschiedene Orte kennen zu lernen, und fünf Prozent wählen einen Städtetrip. Sportlich mögen es vier Prozent: Sie powern sich in einem Aktivurlaub aus. Erholung vom Hochzeitsstress suchen vier Prozent der Paare in einem Wellnessurlaub und weitere drei Prozent unternehmen eine Kreuzfahrt. Eher wenig gefragt sind Campingurlaube und Safaris mit zwei und einem Prozent.

Wie haben Sie Ihre Flitterwochen verbracht bzw. werden Sie Ihre Flitterwochen verbringen?

Reiseziele

Flitterwochen in Deutschland erfreuen sich großer Beliebtheit

Es muss nicht immer ins Ausland gehen – das denken rund 17 Prozent der Umfrageteilnehmer. Sie verbringen ihre Flitterwochen in Deutschland. Mit 43 Prozent wählt jedoch der größte Teil der Befragten das europäische Ausland. Die restlichen 40 Prozent wagen sich auf einen anderen Kontinent: 14 Prozent fliegen nach Asien, zehn Prozent nach Afrika und neun Prozent nach Nord-Amerika. Australien und Süd-Amerika hingegen werden eher selten als Ziel für die Hochzeitsreise gewählt.

Wo verbrachten/verbringen Sie Ihre Flitterwochen?

Reisedauer

Jeder fünfte fährt länger als zwei Wochen in den Honeymoon

Für acht bis vierzehn Tage genießen 47 Prozent der Hochzeitspaare die Zweisamkeit der Flitterwochen. Jeder fünfte gönnt sich sogar eine Auszeit von mehr als zwei Wochen. Weitere 21 Prozent fahren für fünf bis sieben Tage in den Urlaub, und zwölf Prozent machen mit einem bis vier Tagen einen Kurztrip als Hochzeitsreise.

Wie lange dauerten/dauern Ihre Flitterwochen?

Brautkleid nach der Hochzeit

Die meisten Brautkleider werden als Erinnerung aufbewahrt

Ganze 79 Prozent aller Bräute behalten ihr Hochzeitskleid im Anschluss an die Hochzeit unverändert und bewahren es zur Erinnerung auf. Etwa zwei Prozent lassen sich ihr Kleid umschneidern, um es alltagstauglich zu machen, etwa ein Prozent färbt es hierfür ein. Fünf Prozent verkaufen ihr Brautkleid und weitere fünf Prozent haben kein Brautkleid zur Hochzeit getragen. Sie wählen oft ein alltagstaugliches Kleid, das auch nach der Hochzeit noch getragen werden kann, ebenso wie Dirndl, die sich ebenfalls noch zu anderen Anlässen tragen lassen. Trash-The-Dress-Fotoshootings hingegen werden nur selten durchgeführt: Nur ein Prozent opfert das Kleid für außergewöhnliche Hochzeitsfotos, bei denen das Brautkleid beispielsweise von Meerwasser durchtränkt, in Brand gesteckt oder mit Farben und Schlamm bespritzt wird.

Was ist nach der Hochzeit mit dem Brautkleid passiert?

Über die Studie

So heiratet Deutschland 2020

Untersuchungsgegenstand: Die Studie „So heiratet Deutschland“ bildet den Status Quo bezüglich Hochzeiten in Deutschland ab. Ermittelt wird, wie eine durchschnittliche Hochzeit aussieht, was Paare bereit sind zu investieren, welchen Stil sie bevorzugen u.v.m. Hierfür wurden verheiratete Personen zu ausgewählten Themengebieten rund um den großen Tag befragt. Die Studie wurde 2017 das erste Mal durchgeführt und wird seitdem jährlich wiederholt.

Stichprobe: Befragt wurden 1.440 Studienteilnehmer beider Geschlechter aus Gesamtdeutschland.

Befragungsmethode: Online-Umfrage

Befragungszeitraum: 23.12.2019-15.01.2020

Verwendung der Studienergebnisse: Alle Ergebnisse und Grafiken der Studie können kostenfrei genutzt werden. Bei Verwendung ist die kartenmacherei als Urheber kenntlich zu machen.

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