Kernaussagen

  • Kennenlernen

    „Das Alter beeinflusst maßgeblich, wie und wo Paare sich kennenlernen.“

    Wie Paare zueinander finden, ist je nach Altersgruppe unterschiedlich. Zwar lernen sich in allen Altersgruppen die meisten Paare über den Freundeskreis kennen (27 Prozent), dennoch nimmt der Prozentsatz mit zunehmendem Alter ab. Stattdessen gewinnen das Internet und Dating-Apps mit steigendem Alter an Bedeutung. Bei den Befragten über 50 Jahren lernten sich 43 Prozent online beziehungsweise per App kennen.

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  • Heiratsgründe

    „Liebe ist der wichtigste Heiratsgrund“

    Die Deutschen heiraten aus Liebe. So geben 94 Prozent der Befragten an, die Ehe als Symbol für Liebe und Zusammengehörigkeit sei ein wichtiger bis sehr wichtiger Grund für die Hochzeit. Auf Platz zwei und drei der Heiratsgründe stehen traditionelle Werte sowie Familienplanung. Doch auch rationale Heiratsgründe spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle: 61 Prozent der Ehepaare heiraten beispielsweise aufgrund von rechtlichen Vertretungsvollmachten. Steuerliche Vorteile hingegen sind laut den Ergebnissen der am wenigsten relevante Faktor: Über 80 Prozent der Befragten halten diese für unwichtig.

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  • Trauung

    „Nur jedes dritte Brautpaar heiratet kirchlich.“

    Die Religion spielt für viele Brautpaare nur noch eine untergeordnete Rolle beim Entschluss, zu heiraten. Nur 36 Prozent der Befragten haben sich kirchlich trauen lassen. Besonders hoch sind die Zahlen der kirchlichen Trauungen in Thüringen und dem Saarland mit jeweils 50 Prozent, sowie in Baden-Württemberg (45 Prozent). Überraschenderweise entscheiden sich in Bayern nur 37 Prozent der Befragten für eine Hochzeit mit Gottes Segen. Besonders wenig kirchliche Eheschließungen gibt es hingegen in Sachsen-Anhalt (9 Prozent), Bremen (11 Prozent) und Brandenburg (12 Prozent). In Berlin heiratet ebenfalls nur jeder Vierte kirchlich.

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  • Finanzierung

    „Über 90 Prozent der Paare finanzieren ihren großen Tag aus eigener Tasche.“

    Rund 90 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit (zum Teil) selbst finanziert zu haben. Über ein Viertel (27 Prozent) der Selbstfinanzierer erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung durch Eltern und Schwiegereltern. Ganze 42 Prozent aller Befragten tragen die Kosten alleine, ohne weitere Unterstützung. 37 Prozent finanzierten ihre Hochzeit unter anderem durch Geldgeschenke, vier Prozent nahmen einen Kredit auf.

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  • Budget

    „In Deutschland werden durchschnittlich 5.000 bis 10.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben.“

    Den schönsten Tag im Leben lassen sich Brautpaare einiges kosten. Zwischen 5.000 und 10.000 Euro beträgt das durchschnittliche Hochzeitsbudget in Deutschland. Ein Viertel der Paare investiert sogar 10.000 bis 15.000 Euro in seine Hochzeit. Die Bereitschaft, hohe Summen zu investieren, sinkt jedoch mit steigendem Alter. Paare über 50 geben zu 40 Prozent nur 5.000 bis 10.000 Euro aus, 29 Prozent sogar nur 1.000 bis 5.000 Euro.

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  • Tabus

    „Absolutes No-Go auf der Hochzeit: ein Gast im weißen Kleid.“

    Über die Hälfte der Befragten gibt an, dass ein Gast in einem weißen Kleid ein absolutes Tabu auf der Hochzeitsfeier ist. Knapp ein weiteres Viertel findet dies zumindest schlimm. Überraschend: Mehr als jeder Vierte hält das Erscheinen im weißen Kleid für akzeptabel bis vollkommen in Ordnung. Zu den weiteren No-Go’s zählen geltungsbedürftige oder nicht tanzende Gäste, Langeweile und peinliche Toasts.

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Infografik

Alle Studienergebnisse auf einen Blick.

Die große Hochzeitsstudie

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Beziehungsdauer

Die meisten Paare heiraten nach drei bis sieben Jahren

Mit dem Heiraten lässt man sich in Deutschland reichlich Zeit. Erst nach drei bis sieben Jahren Partnerschaft wagen sich 37 Prozent der Befragten vor den Traualtar. Weitere 35 Prozent warten sieben bis fünfzehn Jahre und 5 Prozent lassen sich mehr als 15 Jahre Zeit. Bereits nach ein bis drei Jahren Partnerschaft heiraten rund 21 Prozent der Befragten. Eine Ehe, der weniger als ein Jahr Partnerschaft vorausging, schließen nur drei Prozent aller Befragten.

Wie lange waren Sie ein Paar, bevor Sie geheiratet haben?

Kennenlernen

Am Arbeitsplatz sprühen die Funken

Die meisten Ehepaare lernen sich über Freunde kennen. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) der Befragten findet über den Freundeskreis zueinander. Platz zwei belegen das Internet und Dating-Apps. Ganze 18 Prozent der Ehepaare finden auf diese Weise zueinander.

Arbeit ist das halbe Leben – kein Wunder also, dass der Arbeitsplatz als dritthäufigster Ort des Kennenlernens genannt wird. Rund 15 Prozent der Befragten geben an, ihre große Liebe auf der Arbeit gefunden zu haben. Beim Feiern in einer Diskothek oder Bar finden 14 Prozent der Paare zueinander. Jeweils acht Prozent lernen sich über ein gemeinsames Hobby oder bereits in der Schule kennen, weitere sieben Prozent wenig später in der Ausbildung oder während des Studiums.

Seit dem Sandkasten kennt sich nur ein Prozent der Befragten und nur wenige Paare lernten sich über die Familie oder im Urlaub kennen (drei und zwei Prozent).

Je nach Altersgruppe lassen sich deutliche Unterschiede feststellen, wie Paare zueinander finden. Zwar sind Freunde in allen Altersgruppen der meistgenannte Faktor, dennoch nimmt deren Wichtigkeit mit zunehmendem Alter ab. So lernen sich 33 Prozent der unter 30-jährigen über Freunde kennen, wohingegen es bei den über 50-jährigen nur noch 11 Prozent sind. Stattdessen finden gerade ältere Paare über das Internet oder Dating-Apps zueinander. So treffen von den über 30-jährigen durchschnittlich 22 Prozent online oder per App den Partner fürs Leben, bei den unter 30-jährigen sind es mit durchschnittlich 17 Prozent deutlich weniger. Befragte über 50 Jahren lernen sich sogar zu 43 Prozent online oder über eine Dating-App kennen. Dies ist noch einmal eine deutliche Steigerung zum Vorjahr: 2017 hatten sich in dieser Altersgruppe nur 18 Prozent online kennengelernt.

Neben dem Internet führte auch Liebe am Arbeitsplatz bei den Studienteilnehmern über 35 Jahren immer häufiger zum Eheschluss, und Studienteilnehmer unter 25 Jahren lernten sich mit 18 Prozent gerne im Verein kennen.

Altersbedingte Unterschiede

Besonders ältere Paare suchen im Netz oder per App nach der großen Liebe

Regionale Unterschiede

Über ein Viertel der Hamburger lernt seinen Ehepartner über das Internet kennen

In fast allen deutschen Bundesländern lernen sich laut den Umfrageergebnissen Ehepaare am häufigsten über Freunde kennen – im Saarland sind es sogar über 80 Prozent, in Bremen immerhin noch 56 Prozent. Aber auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat mehr als jeder Dritte seinen Lebenspartner über den Freundeskreis kennengelernt. In Bayern helfen Freunde über 20 Prozent der Paare in Sachen Liebe auf die Sprünge.

Die Hamburger und Brandenburger schneiden am fortschrittlichsten bei der Partnerfindung ab. So haben mit 30 beziehungsweise 29 Prozent mehr als ein Viertel der Befragten ihren Ehegatten über das Internet kennengelernt.

In Hessen stellt das Internet sogar den am häufigsten genannten Ort der ersten Begegnung dar. Ganze 23 Prozent der Hessen geben an, ihren Ehepartner online gefunden zu haben, und nur je 18 Prozent finden den Ehepartner über Freunde oder über die Arbeit. Eher zögerlich in Sachen Internet zeigten sich die Thüringer, die Baden-Württemberger und die Sachsen: Hier lernten sich je nur zehn, zwölf und noch einmal zwölf Prozent online kennen.

Wo haben Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin kennengelernt?*

Fahren Sie über die Karte für weitere Informationen.

*Mehrfachnennungen möglich

Gleichgeschlechtliche Paare

Homosexuelle Paare finden ihren Ehepartner im Internet oder per App

Für gleichgeschlechtliche Paare sind das Internet und Dating-Apps die wichtigsten Quellen für das Liebesglück. Ganze 36 Prozent der Befragten haben auf diesem Wege zueinander gefunden. Auch Freunde helfen gleichgeschlechtlichen Paaren auf die Sprünge: Mehr als jeder Vierte lernt seinen Ehepartner über Freunde kennen. Jeweils acht Prozent finden auf der Arbeit, über ein gemeinsames Hobby oder auf einer Party zueinander. Seit der Schule oder der Ausbildung bzw. dem Studium kennen sich je sechs Prozent.

Wo haben Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin kennengelernt?*

*Mehrfachnennungen möglich

Heiratsantrag

Jede sechste Ehe wird ohne offiziellen Heiratsantrag geschlossen

Beim Heiratsantrag bleibt Deutschland traditionell. So geht den Umfrageergebnissen zufolge in 80 Prozent der Fälle der Mann "auf die Knie", während in nur zwei Prozent der geschlossenen Ehen die Frau den Heiratsantrag macht.

Überraschend: Ganze 17 Prozent der Ehen werden ohne Heiratsantrag im eigentlichen Sinne geschlossen.

Wer von Ihnen hat den Heiratsantrag gemacht?

Ort des Heiratsantrags

Jeder dritte Heiratsantrag wird zuhause gemacht

Zuhause ist es doch am schönsten – ganz getreu diesem Motto werden rund 37 Prozent aller Heiratsanträge im trauten Heim gemacht. Auch der Urlaub ist mit 32 Prozent ein beliebter Anlass für den Kniefall, was weitere acht Prozent mit „am Strand“ bestätigen. Beim Spazierengehen oder Wandern kommt es in neun Prozent der Fälle zum Heiratsantrag und das Restaurant wählen sieben Prozent der Antragsteller. Zwei Prozent der Befragten stellen die Frage aller Fragen am Silvesterabend.

Wo wurde der Heiratsantrag gemacht?*

*Mehrfachnennungen möglich

Liebe lieber ungewöhnlich

Die außergewöhnlichsten Heiratsanträge

Den Heiratsantrag im Urlaub am Strand oder ganz klassisch im Restaurant? Das ist manchen Befragten offensichtlich zu „gewöhnlich“. Viele Antragsteller bewiesen große Kreativität und ließen sich für die alles entscheidende Frage ein ganz besonderes Setting einfallen. Hier die zehn ausgefallensten Heiratsanträge:

  • Platz 10. Im Stall
  • Platz 9. Am Ziel eines Hindernislaufs
  • Platz 8. Auf dem Supermarktparkplatz
  • Platz 7. Während einer Heißluftballonfahrt
  • Platz 6. Im Kinderzimmer
  • Platz 5. Beim Möbelkauf
  • Platz 4. Beim Geocashing
  • Platz 3. In der Sauna
  • Platz 2. Bei einem Tauchgang
  • Platz 1. Adventskalender mit Ring im 24. Türchen

Heiratsgründe

94 Prozent der Paare heiraten aus Liebe

All you need is love – so sehen es auch die Deutschen, wenn es ums Heiraten geht. 94 Prozent der Befragten geben an, dass die Ehe als Symbol für Liebe und Zusammengehörigkeit ein wichtiger bis sehr wichtiger Grund für die Hochzeit ist. Doch auch rationale Motive haben Einfluss auf die Entscheidung, den Bund der Ehe einzugehen. So sind rechtliche Vertretungsvollmachten der zweitwichtigste Heiratsgrund. 61 Prozent der befragten Studienteilnehmer finden diese bei der Entscheidung zu heiraten wichtig (38 Prozent) bis sehr wichtig (23 Prozent). Traditionelle Werte spielen für 59 Prozent eine Rolle und für 57 Prozent ist die Ehe ein wichtiger bis sehr wichtiger Schritt für die Familienplanung.

Religiöse Hintergründe spielen für über drei Viertel (78 Prozent) der Befragten nur eine untergeordnete Rolle, für über die Hälfte (54 Prozent) der Befragten sogar gar keine. Und auch steuerliche Vorteile haben für mehr als 80 Prozent der Befragten keinen wirklichen Einfluss auf die Entscheidung zu heiraten. Für immerhin drei Prozent der Studienteilnehmer waren sie aber ein sehr wichtiger Grund zu heiraten.

Heiratsgründe nach Geschlecht

Besonders für Frauen ist die Hochzeit ein wichtiger Schritt in der Familienplanung

Heiratsgründe nach Geschlecht

Regionale Unterschiede

Aus diesen Gründen wird in den einzelnen Bundesländern geheiratet

Familienplanung

Über die Hälfte der Paare hat zum Zeitpunkt der Hochzeit noch keine Kinder

Die Ehe ist für viele Paare ein wichtiger Schritt in der Familienplanung. So haben 52 Prozent der Befragten zum Zeitpunkt der Hochzeit noch keine Kinder. Zwölf Prozent haben schwanger geheiratet.

Gemeinsame Kinder noch vor dem Ehebund hatten 18 Prozent der Paare, 13 Prozent hatten bereits Kinder von früheren Partnern. Ganze sieben Prozent der Befragten gaben an, keinen Kinderwunsch zu haben.

Haben Sie mit der Familienplanung bis nach der Hochzeit gewartet?

Trauung

Nur jedes dritte Paar heiratet kirchlich

Zwar ist eine kirchliche Hochzeit mittlerweile auch ohne standesamtliche Trauung möglich, tatsächlich rechtskräftig ist jedoch nur der standesamtliche Ehebund. Dementsprechend entscheiden sich 96 Prozent der Befragten für eine standesamtliche Eheschließung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der kirchlichen Trauungen noch einmal stark zurückgegangen. Suchten 2017 47 Prozent Gottes Segen, entschieden sich 2018 nur 36 Prozent der Paare für eine kirchliche Trauung.

Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass Religion nur für etwa jedes fünfte Paar ein Grund zu heiraten ist. Daher ist es erstaunlich, dass sich immer noch knapp 36 Prozent der Paare kirchlich trauen lassen.

Seit dem Abschluss des Lebenspartnerschaftsgesetzes im Jahr 2001 können gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Im Jahr 2015 waren von 78.000 homosexuellen Paaren 43.000 beim Standesamt registriert. Noch 2012 waren es laut Angaben des Statistischen Bundesamts lediglich 26.000. Seit Oktober 2017 können sie nun auch den Ehebund schließen. Den Umfrageergebnissen zufolge wählen die Paare dabei zusätzlich zur standesamtlichen Trauung (94 Prozent) gerne weitere alternative Trauungsarten: 21 Prozent gehen die Vermählung im Kreise ihrer Glaubensgemeinschaft ein und 12 Prozent wählen die Trauung durch einen freien Redner.

Wie haben Sie sich trauen lassen?*

*Mehrfachnennungen möglich

Besonders hoch sind die Zahlen der kirchlichen Trauungen in Thüringen und dem Saarland mit jeweils 50 Prozent, sowie in Baden-Württemberg (45 Prozent). Überraschenderweise entscheiden sich in Bayern nur 37 Prozent der Befragten für eine Hochzeit mit Gottes Segen. Besonders wenige kirchliche Eheschließungen gibt es in Sachsen-Anhalt (9 Prozent), Bremen (11 Prozent) und Brandenburg (12 Prozent). In Berlin heiratet ebenfalls nur jeder Vierte kirchlich.

Dafür immer mehr im Kommen: Die (zusätzliche) Trauung durch einen freien Redner. Ganze sechs Prozent der Befragten entscheiden sich für diese sehr persönliche und intime Art der Vermählung. Besonders gefragt sind freie Redner in Bremen und Sachsen. Hier lassen sich jeweils über 20 Prozent von einem freien Redner vermählen.

Kirchliche und freie Trauungen nach Bundesländern

Kirchliche und freie Trauungen nach Bundesländern

Hochzeitsgeschenke

Geld ist das beliebteste Geschenk zur Hochzeit

Deutsche Brautpaare haben keine Scheu, Geschenkewünsche offen an ihre Gäste zu kommunizieren. Gefragtester Geschenkewunsch ist dabei Geld. So bitten fast zwei Drittel der Befragten ihre Gäste um Geldgeschenke. Weitere drei Prozent haben zudem eine Geschenkeliste. Zu Spenden für einen guten Zweck fordert ein Prozent der Brautpaare seine Gäste auf.

Über ein Drittel der Brautpaare hat nach eigenen Angaben keine Wünsche an seine Gäste.

Haben Sie im Vorfeld der Hochzeit bestimmte Geschenkwünsche an Ihre Gäste kommuniziert?*

*Mehrfachnennungen möglich

Tatsächlich erhalten den Umfrageergebnissen zufolge knapp 90 Prozent der Paare (unter anderem) Geld zur Hochzeit. Weitere 29 Prozent bekommen darüber hinaus speziell Geld für die Hochzeitsreise. Auch Gutscheine stehen hoch im Kurs – fast jedes zweite Brautpaar freut sich hierüber.

Immerhin noch 20 Prozent der Befragten erhalten Haushaltswaren und Heimtextilien für den Start in das gemeinsame Leben. Schmuck und Babyausstattung werden mit fünf beziehungsweise zwei Prozent nur selten geschenkt.

Welche Hochzeitsgeschenke haben Sie bekommen?*

*Mehrfachnennungen möglich

Hochzeitsgäste

Kleine Hochzeiten werden immer beliebter

Der größte Anteil der Befragten (26 Prozent) versendet seine Save-the-Date Karten und Hochzeitseinladungen an 26 bis 75 Gäste. Doch auch mit bis zu 100 Gästen feiern 19 Prozent der Deutschen, neun Prozent sogar mit bis zu 150. Mehr als 150 Gäste laden nur etwa 3 Prozent der Studienteilnehmer ein.

Besonders kleine Hochzeiten haben im Vergleich zum Vorjahr an Beliebtheit gewonnen: Während 2017 nur 11 Prozent der Befragten mit weniger als 25 Gästen feierten, entschieden sich 2018 ganze 18 Prozent für eine Hochzeit im kleinen Kreis. Microwedding nennt sich der Trend, bei dem nur enge Familienangehörige und Freunde eingeladen werden. Praktischer Nebeneffekt: Die Kosten bleiben überschaubar. Den Studienergebnissen zufolge ist dieser neue Hochzeitstrend besonders bei Paaren über 40 beliebt: 24 Prozent der 41-50-jährigen schloss den Bund der Ehe im Kreis der engsten Angehörigen, bei den über 50-jährigen waren es sogar 29 Prozent.

Wie viele Gäste haben Sie zur Hochzeit eingeladen und wie viele sind erschienen?

Wie viele Gäste haben Sie zur Hochzeit eingeladen?

Hochzeitsbräuche

Jedes vierte Paar schläft die Nacht vor der Hochzeit getrennt

Hochzeitsbräuche gibt es viele. Doch nur wenige finden heute tatsächlich noch Anwendung. Nur 17 Prozent der Bräute lassen sich über die Schwelle tragen. Nicht einmal jede dritte Braut trägt einen Schleier. Nur 26 Prozent der Paare haben die Nacht vor der Hochzeit getrennt verbracht.

Dennoch gibt es einige Traditionen, die auch heute aktuell sind. So eröffnet fast jedes zweite Brautpaar die Tanzfläche mit einem Hochzeitswalzer und bei 47 Prozent der Hochzeiten wird der Brautstrauß geworfen. Am häufigsten halten sich Paare mit 79 Prozent an den Brauch, dass der Bräutigam das Brautkleid vor der Hochzeit nicht zu Gesicht bekommen darf.

Auch der Brauch, dass die Braut am Tag der Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues bei sich trägt, erfreut sich hierzulande größter Beliebtheit und wurde von den Brautpaaren häufig unter „Sonstiges“ angegeben. Dem ursprünglich aus England stammenden Brauch zufolge symbolisiert dabei etwas Altes die Beständigkeit, etwas Neues eine glückliche Zukunft, etwas Geborgtes die Freundschaft und Verlässlichkeit und etwas Blaues die Liebe, Reinheit und Treue.

Weitere von den Umfrageteilnehmern genannte Bräuche sind die Brautentführung, das Baumstammsägen, der Schleiertanz sowie das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte.

Kein Brauch, aber trotzdem obligatorisch sind für viele Paare die Dankeskarten zur Hochzeit, die nach der Feier an die Gäste geschickt werden.

Welche Hochzeitstraditionen haben Sie bei Ihrer Hochzeit gepflegt?*

*Mehrfachnennungen möglich

Dienstleister oder DIY?

Neun Prozent der Bräute machen sich die Haare selbst

Die Organisation einer Hochzeit umfasst viele Themenbereiche und kann schnell in Stress ausarten. Gut, wenn man Unterstützung von Freunden und Familie bekommt. So geben 21 Prozent der Studienteilnehmer an, Hilfe von der Familie bei der Hochzeitsplanung zu erhalten. 17 Prozent werden zudem von Freunden unterstützt. Einen professionellen Wedding Planner organisieren drei Prozent der Befragten für ihre Traumhochzeit.

Das Essen überlassen Hochzeitspaare zu 96 Prozent einem professionellen Caterer. Auch für die Blumen wird in 84 Prozent der Fälle ein Dienstleister beauftragt, zehn Prozent der Brautpaare übernehmen dies aber auch, zumindest zum Teil, selbst. Für die perfekte Hochzeitsfrisur wenden sich 77 Prozent der Befragten an einen Profi, neun Prozent legen selbst Hand an. Beim Make-Up hingegen sind Bräute selbstbewusst: Fast jede fünfte Frau schminkt sich für ihre Hochzeit selbst, elf Prozent bekommen bei Puder, Mascara und Lidstrich Unterstützung von Freunden.

Um den schönsten Tag im Leben in genauso schönen Fotos festzuhalten, engagieren 65 Prozent der Befragten einen professionellen Hochzeitsfotografen. Die Hochzeitstorte lassen 66 Prozent von einem Konditor zaubern, je 12 Prozent überlassen dies Freunden oder Familie.

Für welche Aufgaben haben Sie Dienstleister gebucht und was haben Familie und Freunde übernommen?

Inspiration

Brautpaare suchen vor allem online und über soziale Netzwerke nach Hochzeitsinspiration

Bevor Braut und Bräutigam sich in die Hochzeitsplanung stürzen, muss zunächst einmal herausgefunden werden, was für eine Art von Hochzeit man eigentlich feiern will. Es gilt unzählige Fragen zu klären: pompöses Prinzessinnenkleid oder lieber schlicht und elegant? Stilvolle Hochzeit im Restaurant oder ganz ungezwungen am Strand? Wie soll die Deko aussehen und was soll es zu essen geben? Doch längst sind Brautpaare mit diesen Fragen nicht mehr auf sich allein gestellt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren und Inspiration für die eigene Traumhochzeit zu finden.

In vielen Themenbereichen stellt das soziale Netzwerk Pinterest dabei die wichtigste Inspirationsquelle dar. 37 Prozent der Befragten pinnen sich Dekoideen auf ihre virtuellen Pinnwände, 32 Prozent holen sich Inspiration für die Gestaltung mit Blumen. Um das richtige Brautkleid oder den idealen Hochzeitsanzug zu finden, nutzen 31 Prozent Pinterest. In Sachen Hochzeitsgarderobe suchen viele Paare auch abseits von Internet und Social Media nach dem perfekten Hochzeitsoutfit: So blättern 27 Prozent in Hochzeitsmagazinen, 21 Prozent folgen den Empfehlungen von Freunden und Verwandten und weitere 20 Prozent besuchen eine Hochzeitsmesse. Dort suchen 14 Prozent gleichzeitig auch nach Inspiration für die Trauringe.

Größeren Einfluss als Pinterest haben nur persönliche Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Verwandten. Über die Hälfte aller Befragten verlässt sich besonders beim Essen und Catering auf deren Ratschläge, weitere 48 Prozent bei der Wahl des Fotografen und 44 Prozent bei der Entscheidung für den Hochzeitslocation.

Wodurch haben Sie sich bei folgenden Themen inspirieren lassen?*

*Mehrfachnennungen möglich

Hochzeitsstil

Der Vintage- und Boho-Trend setzt sich 2018 fort

Auch 2018 bevorzugen die meisten Paare (31 Prozent) eine klassisch-elegante Hochzeit. Hatten 2017 noch zwölf Prozent der Paare ihre Hochzeit nach ihrer Lieblingsfarbe gestaltet, hat sich dieser Prozentsatz 2018 auf nur noch sieben Prozent verringert, sodass Vintage- oder Boho-Hochzeiten dieses Jahr auf Platz zwei der beliebtesten Stile stehen. Ganze 14 Prozent wählen diese ungezwungenen Stilrichtungen, das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere sieben Prozent mögen es rustikal: Sie gestalten ihre Hochzeit nach dem Thema Landhaus.

Die befragten homosexuellen Paare zeigen sich trendbewusst: 21 Prozent geben an, ihre Hochzeit im angesagten Vintage oder Boho Stil gestaltet zu haben. Damit ist diese Stilrichtung genauso beliebt wie die klassische Eleganz, die ebenfalls 21 Prozent wählten.

Zwei Bundesländer stechen mit ihren Antworten aus der Masse heraus: Passend zum Retro-Trend heiraten die Rheinland-Pfälzer am liebsten im Vintage Stil (31 Prozent). Auch in Bremen ist der Vintage Stil auf dem geteilten Platz eins, gemeinsam mit dem rustikalen Landhaus Stil (jeweils 22 Prozent).

Besonders bei jüngeren Generationen sind Vintage- und Boho-Hochzeiten gefragt. So entscheiden sich vor allem Paare unter 40 für eine Hochzeit in einem dieser Stile (16 Prozent), wohingegen nur 7 Prozent der Befragten über 40 Vintage und Boho bevorzugten. Mit 40 Prozent ist bei ihnen klassische Eleganz der beliebteste Hochzeitsstil.

Welcher Stil kam Ihrer Hochzeit am nächsten?

Motto-Hochzeit

Die ausgefallensten Ideen für eine besondere Hochzeit

Sechs Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit anhand eines Mottos oder eines eigenen Stils gestaltet zu haben. Spitzenreiter sind dabei die Trachtenhochzeit, das Thema Reise und der Bezug zur jeweiligen Jahreszeit.

Mit diesen 10 ausgefallenen Hochzeitsstilen bewiesen die Studienteilnehmer besondere Originalität:

  • Platz 10. Barfußparty
  • Platz 9. Las Vegas
  • Platz 8. Jeder trägt Weiß
  • Platz 7. Traumfänger
  • Platz 6. 20er Jahre (Swing)
  • Platz 5. Mittelalterhochzeit
  • Platz 4. Evergreen (jeder trägt grün)
  • Platz 3. Schafe (der Herr ist mein Hirte)
  • Platz 2. Musical
  • Platz 1. Irrenhaus

Hochzeitsdekoration

Blumen sind das wichtigste Dekoelement auf Hochzeiten

Dekoration darf auf keiner Hochzeit fehlen – trägt sie doch entscheidend zu Stimmung und zum Ambiente bei. Ob dezent und schlicht oder auffällig und pompös hängt dabei ganz vom Geschmack des Brautpaars ab. Fehlen dürfen Blumen jedoch bei den wenigsten: 99 Prozent aller Befragten geben an, Blumen als Dekoelement auf ihrer Hochzeit zu verwenden. Diese werden zum größten Teil gekauft (83 Prozent), 10 Prozent machen sie jedoch auch zum Teil selbst. Drei Viertel der Paare gestalten ihre Hochzeit mit verzierten Schildern, Wegweisern oder Beschriftungen und die Hälfte aller Paare sorgt mit Lampions oder Luftballons für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Der Trend Fotobooth hat sich 2018 durchgesetzt. Fast die Hälfte aller Paare verwendet mittlerweile einen Fotobooth, mit dem sich Gastgeber und Gäste per Selbstauslöser und mit jeder Menge lustiger Accessoires fotografieren können. Eine Candy Bar mit süßen Leckereien findet sich auf jeder fünften Hochzeit.

DIY Trend

Besonders für ihre Gäste werden Brautpaare selbst kreativ

Viele Brautpaare möchten ihrer Hochzeit einen individuellen Touch verleihen und greifen bei der Dekoration selbst in die Bastelkiste. Besonders Schilder, Wegweiser und Beschriftungen werden dabei in fast der Hälfte aller Fälle von den Brautleuten selbst gemacht und sorgen so für eine persönliche Note. Die Hochzeitsgäste werden von 45 Prozent der Paare mit einem DIY Gastgeschenk beglückt und auf 31 Prozent der Hochzeiten können sie sich in einem selbstgemachten Gästebuch verewigen. Für gute Stimmung sorgen je 14 Prozent mit einer selbstgemachten Candy Bar oder einem Fotobooth

Woher haben Sie die folgenden Deko-Elemente bezogen?*

*Mehrfachnennungen möglich

Inspiration

Pinterest ist die wichtigste Inspirationsquelle für die Hochzeitsdekoration

Wenn es darum geht, sich Inspiration für den großen Tag zu holen, gehen Brautpaare vielseitig vor – und vor allem auf eigene Faust! Inspirationsquelle Nummer eins ist mit Abstand Pinterest. Ganze 37 Prozent nutzen das soziale Netzwerk, um sich Dekoideen an ihre virtuellen Pinnwände zu heften und so den perfekten Hochzeitslook zu finden. Facebook und Instagram dienen hingegen nur selten als Inspirationsquelle für die Hochzeitsdekoration: Nur sechs beziehungsweise acht Prozent suchen über diese sozialen Kanäle nach Anregungen. Über Hochzeitsblogs suchen 16 Prozent nach kreativen Einfällen.

Doch es muss nicht immer alles online sein: 21 Prozent der Befragten verlassen sich auf die Empfehlungen von Freunden und Familie, 16 Prozent blättern in Hochzeitsmagazinen und Hochzeitsbüchern und acht Prozent besuchen eine Hochzeitsmesse, um die neusten Dekotrends in Erfahrung zu bringen.

Wodurch haben Sie sich bei der Dekoration inspirieren lassen?*

*Mehrfachnennungen möglich

Hochzeitslocation

Die meisten Hochzeitsfeiern finden im Restaurant statt

Beim Feiern darf das Essen nicht fehlen – diese deutsche Leidenschaft spiegelt sich mehr als deutlich in der Wahl der Hochzeitslocation wider. 41 Prozent der Befragten geben an, in einem Restaurant oder Gasthaus zu feiern. Mit einigem Abstand folgt die Feier in einer Eventlocation (19 Prozent).

Etwa zwölf Prozent der Befragten entscheiden sich für ein Hotel als Hochzeitslocation. Eine Märchenhochzeit in einem Schloss wählen rund sechs Prozent aller Paare. Rustikal und passend zum aktuellen Vintage und Boho Trend mögen es weitere fünf Prozent der Befragten. Sie feiern auf einem Bauernhof oder in einer Scheune. Übrigens: 44 Prozent der Brautpaare verlassen sich bei der Wahl der Location auf Empfehlungen von Freunden.

Wo hat Ihre Haupt-Hochzeitsfeier stattgefunden?

Entfernung zum Wohnort

Die meisten Brautpaare feiern in direkter Umgebung

Gefeiert wird, wo man zuhause ist. Bei 88 Prozent der Umfrageteilnehmer findet die Feier im regionalen Umkreis statt. Davon wählen 36 Prozent sogar den eigenen Wohnort. In einem anderen Bundesland feiern neun Prozent und im europäischen Ausland zwei Prozent der Befragten.

Doch nicht überall ist man einer Feier abgeneigt, die etwas weiter vom Wohnort entfernt ist. Betrachtet man die Bundesländer im Vergleich, sticht heraus, dass Hochzeitsfeiernde aus Berlin (28 Prozent) und Hamburg (20 Prozent) gerne die Stadt verlassen. Grund hierfür könnten die niedrigeren Preise auf dem Land oder der Wunsch vieler Großstädter nach einer Hochzeit im Grünen sein. Doch auch in Sachsen-Anhalt (36 Prozent) und Hessen (16 Prozent) gibt ein Großteil der Befragten an, die Hochzeitsfeier in einem anderen Bundesland durchzuführen. Die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns hingegen mögen es exotisch: Ein Prozent der Befragten gibt an, die Hochzeit auf einem anderen Kontinent zelebriert zu haben.

Wie weit war der Ort Ihrer Hochzeitsfeier von Ihrem Wohnort entfernt?

Finanzierung

Über 90 Prozent der Paare finanzieren ihre Hochzeit selbst

Selbst ist der Mann – und auch die Frau. 91 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit zumindest zum Teil selbst finanziert zu haben. Etwa ein Viertel (27 Prozent) der Selbstfinanzierer erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung von Eltern und Schwiegereltern. Ganze 42 Prozent aller Befragten tragen die Kosten alleine, ohne weitere Unterstützung. Bei gerade einmal einem Prozent der Brautpaare übernehmen die Eltern die Hochzeitskosten komplett. Für 37 Prozent hingegen stellen Geldgeschenke zur Hochzeit eine wichtige Finanzierungshilfe dar.

Über vier Prozent der Befragten waren bei der Finanzierung der Hochzeit auf einen Kredit angewiesen, mit dem sie für Location, Catering, Hochzeitskarten und mehr aufkamen.

Wer hat bei Ihnen die Kosten der Hochzeit getragen?*

*Mehrfachnennungen möglich

Kosten

Die Hochzeit planen Paare mit einem durchschnittlichen Budget von 5.000 bis 10.000 Euro

Den schönsten Tag im Leben lassen sich Brautpaare einiges kosten: 28 Prozent der Befragten geben an, zwischen 5.000 bis 10.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben. Ein Viertel der Paare investiert sogar 10.000 bis 15.000 Euro in seine Hochzeit.

Immerhin 22 Prozent der Befragten kommen auch mit einem Budget unter 5.000 Euro zurecht. Richtig krachen lassen es ca. sechs Prozent der Paare: Sie geben über 20.000 Euro für ihren besonderen Tag aus.

Die Bereitschaft, viel für eine Hochzeit auszugeben, ist unterschiedlich je nach Altersgruppe. So zeichnet sich ab, dass mit steigendem Alter die Höhe des Budgets sinkt. Paare über 50 geben zu 40 Prozent nur 5.000 bis 10.000 Euro aus, 29 Prozent sogar nur 1.000 bis 5.000 Euro. Grund hierfür könnte sein, dass es sich bei den Hochzeiten bereits um die zweite Eheschließung handeln.

Würden Sie uns die Höhe Ihres Hochzeitsbudgets verraten?

Regionale Unterschiede

So viel wird in den Bundesländern für eine Hochzeit ausgegeben

Fahren Sie über die Karte für weitere Informationen.

Dos & Don’ts

Jeder Zweite findet einen Hochzeitsgast im weißen Kleid absolut tabu

Weiß ist die Farbe der Braut. Dementsprechend ist für 51 Prozent der Befragten ein Gast in einem weißen Kleid ein absolutes Tabu. Knapp ein weiteres Viertel findet es zumindest schlimm, wenn ein Gast Weiß trägt. Doch nicht jede Braut möchte unbedingt die Einzige in Weiß sein. Ganze 20 Prozent der Befragten finden einen Hochzeitsgast in einem weißen Kleid durchaus akzeptabel, sieben Prozent finden es sogar vollkommen in Ordnung.

Zudem möchten Brautpaare an ihrem großen Tag im Mittelpunkt stehen. So geben 87 Prozent der Befragten an, dass sie es als schlimm bis absolut tabu empfinden, wenn sich Gäste in den Vordergrund spielen. Auch Langeweile ist nicht gern gesehen: 77 Prozent der Deutschen finden es nicht in Ordnung, wenn die Gäste nicht tanzen. Weiterhin empfinden knapp drei Viertel der Befragten Reden, die Peinlichkeiten über die frisch Vermählten zum Thema haben, als schlimm bis absolut tabu.

Als weniger schlimm hingegen wird es empfunden, wenn Handyfotos gemacht und diese in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram veröffentlicht werden. Über die Hälfte der Befragten findet dies mittlerweile akzeptabel oder völlig in Ordnung. Auch mit Gästen ohne Geschenk oder zu spät kommenden Gästen kann gut jeder zweite Befragte leben, ebenso finden 42 Prozent der Deutschen übermäßigen Alkoholkonsum verzeihbar.

Der Vergleich der Geschlechter zeigt, dass Männer und Frauen ähnlich ticken beim Empfinden darüber, was auf einer Hochzeit tabu ist und was nicht. Dennoch zeigen sich einige kleine Unterschiede. Insbesondere auf einen Gast in Weiß reagieren die Damen allergisch: 75 Prozent der befragten Frauen empfinden dies als ein absolutes Tabu, bei den Männern sind es nur 67 Prozent. Stattdessen findet es jeder zehnte Mann sogar vollkommen in Ordnung, wenn ein Gast in Weiß gekleidet ist. Schlimmer als einen Gast in Weiß, finden Männer im Gegensatz zu den Frauen, wenn jemand beim Buffet zugreift, bevor dies eröffnet wurde. Für 37 Prozent der Männer ist dies absolut tabu, jedoch nur für 29 Prozent der Frauen. Bei einem Gast ohne Geschenk können 35 Prozent der Frauen ein Auge zudrücken, aber nur 30 Prozent der Männer. Das Veröffentlichen von Handybildern in den sozialen Netzwerken sehen Männer ebenfalls strenger als Frauen: 54 Prozent der Männer finden es absolut tabu bis schlimm, bei den Frauen sind es nur 45 Prozent.

Unterschiede nach Geschlecht

So unterschiedlich sehen Männer und Frauen die Hochzeitstabus

Was sind Ihrer Meinung nach absolute Tabus auf einer Hochzeit und wo können Sie beide Augen zudrücken?

Flitterwochen

Mehr als jedes vierte Paar verzichtet auf die Hochzeitsreise

Nach dem Trubel der Hochzeit freuen sich viele Frischvermählten auf die wohlverdienten Flitterwochen. Doch nicht jedes Paar startet nach der Hochzeit in den Urlaub. Ganze 28 Prozent der Befragten geben an, keine Flitterwochen zu haben.

Diejenigen, die sich eine gemeinsame Auszeit gönnen, bevorzugen mit Abstand einen Strandurlaub (29 Prozent). Nur zehn Prozent der Umfrageteilnehmer unternehmen eine Rundreise, um verschiedene Orte kennen zu lernen, und sieben Prozent wählen einen Städtetrip. Sportlich mögen es sechs Prozent: Sie powern sich in einem Aktivurlaub aus. Erholung vom Hochzeitsstress suchen fünf Prozent der Paare in einem Wellnessurlaub und vier Prozent unternehmen eine Kreuzfahrt. Eher wenig gefragt sind Campingurlaube (zwei Prozent) und Safaris (ein Prozent).

Wie haben Sie Ihre Flitterwochen verbracht bzw. werden Sie Ihre Flitterwochen verbringen?

Reiseziele

Flitterwochen in Deutschland erfreuen sich großer Beliebtheit

Es muss nicht immer ins Ausland gehen – das denken rund 20 Prozent der Umfrageteilnehmer. Sie verbringen ihre Flitterwochen in Deutschland. Mit 44 Prozent wählt jedoch der größte Teil der Befragten das europäische Ausland. Die restlichen 36 Prozent wagen sich auf einen anderen Kontinent: Elf Prozent fliegen nach Afrika, zehn Prozent nach Asien und neun Prozent nach Nord-Amerika. Australien und Süd-Amerika hingegen werden nur selten als Ziel für die Hochzeitsreise gewählt.

Wo verbrachten/verbringen Sie Ihre Flitterwochen?

Reisedauer

Die Hälfte aller Hochzeitsreisen dauert bis zu zwei Wochen

Für acht bis vierzehn Tage genießen 47 Prozent der Hochzeitspaare die Zweisamkeit der Flitterwochen. Fast 20 Prozent gönnen sich sogar eine Auszeit von mehr als zwei Wochen. Weitere 22 Prozent fahren für fünf bis sieben Tage in den Urlaub, und elf Prozent machen mit einem bis vier Tagen einen Kurztrip als Hochzeitsreise.

Wie lange dauerten/dauern Ihre Flitterwochen?

Brautkleid nach der Hochzeit

Drei Viertel der Brautkleider werden unverändert aufbewahrt

Ganze 76 Prozent aller Bräute behalten ihr Hochzeitskleid im Anschluss an die Hochzeit unverändert und bewahren es zur Erinnerung auf. Etwa drei Prozent lassen sich ihr Kleid umschneidern, um es alltagstauglich zu machen, etwa ein Prozent färbt es hierfür ein. Fünf Prozent verkaufen ihr Brautkleid und sieben Prozent haben kein Brautkleid zur Hochzeit getragen. Sie wählen oft ein alltagstaugliches Kleid, das auch nach der Hochzeit noch getragen werden kann, ebenso wie Dirndl, die sich ebenfalls noch zu anderen Anlässen tragen lassen. Trash-The-Dress-Fotoshootings hingegen werden nur selten durchgeführt: Nur 0,7 Prozent opfern ihr Kleid für außergewöhnliche Hochzeitsfotos, bei denen das Brautkleid beispielsweise von Meerwasser durchtränkt, in Brand gesteckt oder mit Farben und Schlamm bespritzt wird.

Was ist nach der Hochzeit mit dem Brautkleid passiert?

Über die Studie

So heiratet Deutschland 2018

Untersuchungsgegenstand: Die Studie „So heiratet Deutschland“ bildet den Status Quo bezüglich Hochzeiten in Deutschland ab. Ermittelt wird, wie eine durchschnittliche Hochzeit aussieht, was Paare bereit sind zu investieren, welchen Stil sie bevorzugen u.v.m. Hierfür wurden verheiratete Personen zu ausgewählten Themengebieten rund um den großen Tag befragt. Die Studie wurde 2017 das erste Mal durchgeführt und 2018 wiederholt.

Stichprobe: Befragt wurden 1.018 Studienteilnehmer beider Geschlechter aus Gesamtdeutschland, die innerhalb der letzten zwölf Monate geheiratet haben.

Befragungsmethode: Online-Umfrage

Befragungszeitraum: 16.2. - 26.2.2018

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