Hochzeitsthema rot

So finden Sie Ihr Hochzeitsthema

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In fünf Schritten zur Traumhochzeit mit einzigartigem Charme – ohne den (roten) Faden zu verlieren.
Märchenhochzeit oder moderne Akzente in Knallfarben? Jede Hochzeit ist anders – aber nicht jedes Thema passt zu jedem Paar. Mit Hochzeitsplanerin Marion Keller erklären wir, wie Sie beim Hochzeitsthema Ihrem ganz eigenen Stil treu bleiben.

Unerschöpflich scheinen all die wunderhübschen Dinge, die eine Hochzeit bereichern können. Sich darin zu verlieren und den Überblick gleich dazu, ist gewiss nicht schwer. Wer seine Hochzeit schon zu Beginn der Planungen einem ganz persönlichen Thema widmet, hat es leichter: Denn nur das, was wirklich dazu passt, sehen Sie sich intensiver an und sortieren vieles Andere gleich aus. Wie aber ein eigenes Hochzeitsthema finden? So!

Schritt eins: Hochzeitsthema oder Mottofeier?
Thema, Motto – ist doch alles das Gleiche. Nicht ganz. Marion Keller, die das erste Schulungscenter für Hochzeitsplaner in Deutschland gründete, erklärt den Unterschied: Bei den Mottoparties bezieht man die Gäste gerne mit ein, zum Beispiel gibt man als Dresscode für eine Ritterhochzeit “mittelalterliche Gewänder” an. Auch die Location wird entsprechend dem Motto ausgesucht, in diesem Fall etwa eine Burg, und das Rahmenprogramm besteht aus mittelalterlichen Spielen. Eine Motto-Hochzeit ist in der Regel also im Detail noch intensiver umzusetzen als zum Beispiel nur ein Farbthema.

Schritt zwei: Das sind wir.
Das Allerwichtigste – egal, ob Hochzeitsmotto oder -thema: “Bleiben Sie so authentisch wie möglich, denn nur so werden auch Ihre Gäste von der Hochzeit begeistert sein”, sagt Marion Keller. Ziemlich schnell werden deshalb die Hochzeitstrends wegfallen, die gerade sehr angesagt sind, aber die nicht wirklich zu Ihnen passen. Die Hochzeitsplanerin aus Maxdorf hat da eine klare Maxime: “Nicht jeder Trend muss umgesetzt werden. Lieber weglassen und authentisch bleiben.”
Um herauszufinden, wie Sie genau das sind – authentisch – und was Sie als Paar einzigartig macht, empfiehlt sie, sich diese Fragen zu stellen: Wo und wie haben wir uns kennengelernt? Was sind unsere Hobbies? Was verbindet uns? Was sind unsere Lieblingsfarben? Wie lautet unser Lebensmotto? Wenn Ihr Kopf voller schöner Erinnerungen ist und Sie eine Fülle an Ideen haben, machen Sie mit Ihrem Partner noch einmal ein kurzes Brainstorming. Marion Keller rät, sich auf ein bis zwei Themen daraus festzulegen: “So schwer auch die Entscheidung fällt, aber ein Thema gut umgesetzt, ist schon ein riesiger Erfolgsfaktor für eine tolle Hochzeit.”
Wenn Ihre Wahl feststeht, geben Sie Ihren Gästen einen ersten Einblick in Ihre Traumhochzeit – mit passenden, stilvollen Save-the-Date-Karten oder Hochzeitseinladungen. Sie zeigen zum Beispiel Ihr Lebensmotto als Zitat in hübscher Schrift oder ein Foto, das Sie beide an dem Ort zeigt, an dem Sie sich kennenlernten.

Schritt drei: Unsere Lieblingsfarben
Haben Sie sich für ein Thema entschieden, wählen Sie Ihre Lieblingsfarben dazu. Meistens ergibt sich die Farbe sowieso von selbst, erklärt Hochzeitsplanerin Marion Keller. Wenn zum Beispiel “Reisen in südliche Länder” Ihr Thema ist, sind mediterrane Farben ideal. Ein Muss ist das allerdings nicht. Das Gründungsmitglied im Bund deutscher Hochzeitsplaner betont: “Erlaubt ist, was gefällt.”

Schritt vier: Was passt zu unserer Location?
Wenn die Location schon fest gebucht ist, sollte man deren Besonderheiten unbedingt im Blick behalten. Denn Architektur, Mobiliar, Ausstattung, nähere Umgebung bestimmen mit, wie Ihre Feier dort aussieht: Ist bereits der Schlosssaal selbst so reich verziert, dass zu opulenter, zusätzlicher Schmuck nur stören würde? Möchten wir die Saaldecke schmücken oder lassen Stoffbahnen, zum Baldachin drapiert, den Raum kleiner wirken? Gibt es einen Garten, der mit ins Deko-Konzept einbezogen werden kann? Sind die Tische groß genug für üppigen Blumenschmuck? Kommen TischkartenMenükarten und kleine Gastgeschenke auf der Hochzeitstafel zur Geltung? Wo ist Platz für das Gästebuch oder die Photobooth – und wie viel?

Schritt fünf: Inspirationen suchen und ordnen.
Ihr Themenfavorit steht, die passenden Farben auch. Jetzt kann das Ideensammeln beginnen. Die meisten Brautpaare in spe werden dazu erst einmal einen Blick ins Internet werfen oder zwei oder drei oder ganz viele. Genau darin besteht für Marion Keller leider auch die Krux: Die Recherche im Web kann aufwändig sein. Die Verlockung, von einer Seite zur nächsten zu wandern, ist sehr groß. “Deshalb mein Tipp: Bei den Themen bleiben, die mit dem Partner besprochen wurden, zu Ihnen als Brautpaar und zur Location passen”, rät sie.
Das Internet bietet allerdings auch tolle Möglichkeiten, all die Inspirationen rund um Brautkleid, Blumenschmuck, Hochzeitstorte, Menü, Hochzeitspapeterie und und und übersichtlich zu sammeln. Ein Board auf Pinterest ist schnell angelegt und kinderleicht aktualisiert.
Doch auch die Offline-Variante eines solchen Moodboards – eine Bildercollage – hat für Marion Keller Vorteile: Aufgehängt in der Wohnung, hilft die immerwährende Konfrontation damit, herauszufinden, ob einem das Gesamtbild auch noch morgen früh oder übermorgen gefällt oder ob sich das Konzept immer noch stimmig und rund anfühlt.

Inspirationen gefällig? Wir haben Marion Keller auch nach den Klassikern und den aktuellen Trends auf Hochzeiten in Deutschland gefragt. Und das sind Ihre Antworten:
Immer wieder gerne wird Weiß mit der Lieblingsfarbe kombiniert oder ein individuelles Logo erstellt. Eine Schloss- oder Märchenhochzeit ist ganz klar ein Evergreen.
“Nach wie vor im Trend sind Vintage-Hochzeiten, Green Weddings, und immer mehr trauen wir uns, uns dem amerikanischen Style anzunähern, wie zum Beispiel mit üppigen Blumen- und Deko-Variationen – auch für Trauungen im Freien – und auch Details zu übernehmen, etwa eine Candy Bar, Wedding Wands oder eine Photobooth”, skizziert die Hochzeitsplanerin aktuelle Tendenzen. “Ein neuer Trend ist, frühere Jahrzehnte zum Thema zu machen, wie zum Beispiel Rockabilly.” Ganz generell, so die Hochzeitsplanerin, entwickeln deutsche Brautpaare mehr und mehr Liebe zum Detail: Schleifen, Etiketten, Gastgeschenke, Wegweiser in Form von Schildern, Papeterie, Autoschmuck – alles wird zum Thema passend liebevoll ausgesucht.
1996, als Wedding Planner in Deutschland noch nicht sehr verbreitet waren, wagte es Marion Keller und gründete Ihre Hochzeitsagentur. Elf Jahre später war sie eines der Gründungsmitglieder des Bundes deutscher Hochzeitsplaner und gründete 2008 das erste Schulungscenter für professionelle Hochzeitsplaner in Deutschland. Dort bietet sie seit 2010 auch die Weiterbildung Hochzeitsplaner mit IHK Zertifikat an.