Handys an der Hochzeit: Was ist eine Unplugged Wedding

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Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass wir uns über dieses Thema ernsthaft Gedanken machen müssen: Sollen wir die Nutzung von Handys auf unserer Hochzeit thematisieren? 

Wie können wir Gruppen-Selfies eindämmen, wo wir doch einen Fotografen gebucht haben, um qualitätsvolle Bilder zu gewährleisten? Wünschen wir uns sogar eine Unplugged Hochzeit – sprich mit Handyverbot? Und wie kommunizieren wir das am besten, ohne unsere Gäste zu verschrecken? Wie Ihr das Thema „Handynutzung auf der Hochzeit“ klar und dennoch freundlich anbringen könnt.

Generation Selfie lässt grüßen

Ob es sich nun um einen Trend handelt oder einfach mittlerweile ein weiterer Organisationspunkt auf Hochzeiten ist, darüber lässt sich vermutlich debattieren. Fakt ist jedoch, dass die Nutzung von Handys eurer Gäste tatsächlich besondere Aufmerksamkeit fordert. Denn die heutige Generation Selfie zückt nun mal in vielen Situationen das Handy, um Fotos zu schießen. Eine Hochzeit ist dafür natürlich eine willkommene Situation: Alle sind fröhlich und ausgelassen, noch dazu perfekt gekleidet und schön frisiert. Die beste Selfie- und Partyfoto-Voraussetzung für ausdrucksstarke Bilder.

Für euch als Paar kann das manchmal etwas anstrengend werden, in jeglicher Situation als Fotomotiv herhalten zu müssen. Gerade die Highlights der Hochzeit sind nämlich eigentlich die emotionalsten Momente. Doch wenn beim Ja-Wort, dem Kuss oder dem Ringtausch unzählige Handys auf euch gerichtet werden, kann das schnell einmal zu viel des Guten werden.

Star for a day: Immer in der richtigen Pose zu sein für ein schnelles Pic mit dem Smartphone.  ©iStock/pixdeluxe

Die ruhigen Minuten werden damit rar und ihr seid häufig im Lach-Modus, um das „Blitzlichtgewitter“ angemessen bedienen zu können. Daher halten wir es schon für sinnvoll, eine Nutzungsregelung für Handys auszusprechen. Ob diese nun strikt Handyverbot heißt oder etwas lockerer gehandhabt wird, bleibt ganz euren Vorstellungen als Brautpaar überlassen.

Klar, es gibt auch die Paare, die genau das lieben: Möglichst oft und aus allen Perspektiven fotografiert zu werden. Manche verteilen sogar extra Hashtags, unter denen die Gäste ihre Bilder bei Instagram, Facebook und Co veröffentlichen sollen. Doch jedermanns Sache ist das nicht. Geht am besten mal in einer ruhigen Minute in euch, ob ihr damit konform geht oder eben nicht.

Smartphone-Nutzung lässt Gäste passiv wirken

Ein weiterer Aspekt in Zusammenhang mit Handys bei der Hochzeit, von dem uns immer wieder Hochzeitsfotografen berichten: Sie haben das Thema, dass die Gäste auf Bildern oftmals keine Emotion mehr zeigen. Weil sie so mit ihrem Handy und der eigenen Fotoproduktion beschäftigt sind, haben sie keine echte Teilhabe mehr an der Trauung. Der Fotograf kann dadurch weniger gefühlsstarke Bilder einfangen.

Denn sind die Gäste abgelenkt, verpassen die wichtigen Momente der Trauung, die einem eben ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder gar ein Tränchen fließen lassen. Für das glückliche Hochzeitspaar ist das ist nicht erfreulich, das seinen wichtigsten Tag doch auch mitfiebernd und mitfühlend erleben möchte. Eben zusammen mit liebsten Freunden und Verwandten, die sich ehrlich und echt für das Paar freuen können.

Gerade die schönsten Momente werden gerne mit der Smartphone-Kamera festgehalten.  ©iStock/DGLimages

Social Media: Hochzeitsbilder durch Gäste veröffentlicht

Es ist oft schon so passiert: Noch bevor sich das glückliche Paar an der Kirchenpforte freudig zur Hochzeit gratulieren lässt, erscheinen schon erste Fotos von der Trauung auf Instagram. Ohne, dass das Paar überhaupt eine Chance gehabt hätte, sein Einverständnis dafür abzugeben.

Aber auch die anderen abgelichteten Gäste werden meist nicht gefragt, ob sie auf dem Account des Hobbyfotografen erscheinen wollen. Stichwort: Datenschutz und Recht am eigenen Bild. Denn rein rechtlich stellen Bilder von Menschen personenbezogene Daten dar. Das gilt auch dann, wenn der Name der Person nicht aufgeführt wird. Bis auf wenige Ausnahmen ist nämlich zur Veröffentlichung von Aufnahmen immer eine Einwilligung des Abgebildeten erforderlich.

Gäste sensibilisieren für Handys auf der Hochzeit

Oft ist es ja nur die Macht der Gewohnheit und es steckt auch keine böse Absicht oder reiner Egoismus dahinter. Doch um eure Gäste für die persönliche Handynutzung auf eurer Hochzeit zu sensibilisieren, solltet ihr euch ein paar Worte diesbezüglich überlegen. Ihr könnt sie zum Beispiel in einer extra Karte im Kirchenheft beilegen und dies zur Sicherheit zusätzlich von euren Trauzeugen verkünden lassen. Am besten gleich zu Beginn oder direkt nach der Traufeier, wenn noch alle Gäste versammelt sind.

Papa führt sein „kleines Mädchen“ zum Traualter – ein rührender Moment, der ins Fotoalbum gehört.  ©iStock/pixdeluxe

Möglich sind Worte wie diese: „Liebe Gäste, für uns ist der Tag unserer Hochzeit sehr wichtig und wir möchten ihn gerne voller Freude mit euch teilen. Dafür wünschen wir uns, dass ihr heute euer Handy einfach in der Tasche lasst, um den Moment voll und ganz zu genießen. Keine Sorge, unser Fotograf macht tolle Bilder, die ihr natürlich nach der Hochzeit ansehen und als Erinnerung ordern könnt. Vielen lieben Dank für euer Verständnis.“

Damit habt ihr euch freundlich erklärt, warum auf eurer Hochzeit ein Handyverbot herrscht. Und vielleicht lockert ihr die Ansage ja noch mit dem Zusatz: „Aber natürlich könnt ihr heute Abend auf der Tanzfläche die Smartphones wieder zücken, um die besten Partymomente einzufangen. Wir freuen uns dann schon über eure Bilder, damit wir alle sammeln und an die anderen Gäste weitergeben können.“

Handyfotos von der Hochzeit mit App sammeln und teilen

Ihr entscheidet euch dafür, die Handynutzung auf eurer Hochzeitsfeier doch lieber freizustellen? Dann solltet ihr es für euch natürlich vereinfachen, an all die spontanen, lustigen und verrückten Schnappschüsse zu gelangen. Kennt ihr in diesem Zusammenhang die Hochzeits-App Celebrate?

Celebrate speichert jedes Foto in der Originalauflösung, garantiert 100% Privatsphäre und sammelt die Handyfotos eurer Gäste in einem geschützten Raum. Downloaden kann dann nur, wer einen Login-Code verwendet. Ihr entscheidet, welche Gäste dazu eingeladen werden und den Code bekommen. Der Upload und Download funktioniert easy und ohne Registrierungszwang. Schön einfach eben.

Headerbild: ©iStock/Halfpoint