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Geburt

Babys richtig halten: Diese Griffe solltest du kennen

Mutter hält BabyJetzt auf Pinterest pinnen
©istock.com/SDI Productions

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Dein erstes Baby ist endlich auf der Welt und alles, was du in der Theorie in den vergangenen Monaten gelernt und erfahren hast, muss nun in die Praxis umgesetzt werden. Vielleicht hast du dir auch schon Gedanken gemacht, wie du dein Baby richtig in den Armen halten und ihm ein Gefühl von Sicherheit und Wärme schenken kannst, ohne das winzige zarte Wesen zu verletzen.

Wir zeigen dir deshalb, wie du dein Baby in verschiedenen Situationen richtig halten kannst. Probiere einfach aus, welcher Griff sich für dich und dein Neugeborenes am besten anfühlt.

Das Wichtigste zusammengefasst

Der körperliche Kontakt mit deinem Baby ist für seine Entwicklung so wichtig. Nicht nur körperlich, auch geistig und seelisch tut enger Haut an Haut Kontakt dem Neugeborenen gut. Egal, für welche konkrete Haltung du dich letztlich entscheidest, diese Dinge solltest du immer beachten:

  • Köpfchen beim Hochnehmen in den ersten drei Monaten immer stützen.

Da die Nackenmuskulatur deines Babys in den ersten Lebenswochen noch nicht stark genug ist, achte darauf, stets den Kopf zu stützen. 

  • Über die Seite hochnehmen und ablegen schont Nacken und Wirbelsäule deines Kindes. 
  • Die Beine anfangs nicht hängen lassen, sondern sanft stützen. 

Das freie Baumeln tut der Wirbelsäule nicht gut und es kann zu Verspannungen kommen. Daher immer den Po und die Beine stützen.

  • Ruckartige Bewegungen vermeiden und lieber etwas langsamer machen.

Gerade wenn du am Anfang unsicher bist und noch nicht so routiniert, solltest du dir ausreichend Zeit zum Hochnehmen und Halten deines Babys nehmen.

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©kartenmacherei

Dein Baby richtig hochnehmen

Bevor du dir überhaupt die Frage stellen kannst, wie du dein Baby nun halten sollst, gilt es zu klären, wie das Kind überhaupt auf deinen Arm kommt. Hier erklären wir dir, wie du deinen kleinen Schatz am sichersten und bequemsten hochheben kannst:

Wenn sich dein Baby in Rückenlage befindet, hebst du es am besten über die Seite hoch. Diese Variante eignet sich besser als das gerade Hochnehmen, da die seitlichen Halsmuskeln in den ersten Lebenswochen kräftiger ausgeprägt sind als die Nackenmuskeln:

  • Fasse dem Baby mit beiden Händen von vorne unter seine Achseln. Die Daumen sind dabei vorne, die restlichen Finger stützen hinten den Kopf und den Rücken.
  • Dreh dein Kind in dieser Haltung auf die Seite.
  • Zum Hochheben drehst du es dann noch ein kleines bisschen weiter und legst es in die ausgewählte Position.

Achte darauf, dein Baby abwechselnd links- und rechtsherum zu drehen, um es hochzuheben. So werden beide Seiten trainiert und das Kind bleibt flexibel.

Die 3 beliebtesten Tragepositionen

Nun weißt du schon einmal, wie du das Kleine sicher hochheben kannst. Im Folgenden stellen wir dir die drei populärsten Haltegriffe genauer vor. Du wirst wahrscheinlich schnell eine Lieblingsposition entwickeln, die dir und dem Kleinen besonders gut tut. Denk aber daran, wie beim Aufheben, ab und zu die Griffe zu verändern, um Fehlhaltungen und Überbelastungen bei dir und dem Kind zu vermeiden.

1. Der Fliegergriff

Beim Fliegergriff liegt das Baby bäuchlings auf dem Unterarm, der Kopf liegt in der Armbeuge und mit einer Hand werden sein Po und die Oberschenkel festgehalten, damit es stabil liegt.

  • Um dein Baby in die Fliegerhaltung zu nehmen, hebst du es über die Seite hoch.
  • Jetzt legst du es bäuchlings auf deinen Unterarm, dabei befindet sich der Kopf in deiner Armbeuge.
  • Den freien Arm kannst du zur Unterstützung dazu nehmen, v.a. wenn das Kind nicht mehr ganz klein ist.
  • Mit der freien Hand kannst du den Rücken deines Babys streicheln. Gerade, wenn es Bauchweh hat, kann das Streicheln noch beruhigender wirken.

Gut zu wissen: Der Fliegergriff ist besonders gut geeignet, um Blähungen und Bauchschmerzen deines Säuglings zu lindern, da sich Blähungen in dieser Position leichter lösen. Zusätzlich stärkt die Fliegerhaltung Babys Nackenmuskulatur.

Jetzt auf Pinterest pinnenEltern halten Baby im Fliegergriff
©istock.com/Halfpoint

2. Der Wiegegriff

Der Wiegegriff ist ein guter Allrounder und auch gut geeignet, um das Kleine zu beruhigen. Dabei wird das Baby im Ganzen gehalten und liegt bequem in deiner Armbeuge, ganz nah an deinen Körper gedrückt. Der Körper des Babys befindet sich in einer geraden Lage. 

  • Leg den Hinterkopf Kopf des Babys in deiner Armbeuge ab, sodass dein Kind dich ansehen kann.
  • Der Unterarm umschließt den Oberkörper, während deine Hand den Po des Babys stützt. Achte drauf, dass Babys Arme vor deinem Körper sind und nicht eingeklemmt werden.
  • Den freien Arm kannst du entweder zur Unterstützung dazunehmen oder du kannst ihn dazu nutzen, dem Baby das Fläschchen, den Schnuller o.ä. zu geben.

Gut zu wissen: Durch den nahen Abstand zwischen euch fällt es dem Kind leichter, Augenkontakt mit dir zu halten. Das verstärkt euren Bond. Außerdem eignet sich die Lage wunderbar zum Stillen oder Fläschchengeben.

Jetzt auf Pinterest pinnenVater hält Baby im Arm
©istock.com/miodrag ignjatovic

3. Die Schulterhaltung

Diese Position finden viele Babys besonders angenehm. Auf Mama oder Papas Schulter fühlen sie sich geborgen und können die Welt entdecken.

  • Lehne dein Kind in aufrechter Haltung an deinen Oberkörper, wobei das Köpfchen über die Schulter gelegt wird.
  • Mit einem Arm stützt du den Po des Babys.
  • Der andere Arm hält den Bereich des Kopfes und des oberen Rückens.
  • Die Arme des Babys sollten frei auf deiner Schulter liegen und nicht eingeklemmt sein.

Gut zu wissen: Die Schulterhaltung ist die Position der Wahl, wenn es ums Bäuerchenmachen geht. Leg das Baby dafür am besten noch ein bisschen weiter oben an, sodass die Ärmchen über die Schulter hängen. Durch den Druck auf den Magen des Kindes kann die Luft besser entweichen.

Zusätzlicher Vorteil der Schulterhaltung: Sie trainiert die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit deines Babys. 

Jetzt auf Pinterest pinnenVater hält Baby auf der Schulter
©istock.com/StefaNikolic

Das Baby richtig ablegen

So wichtig wie das richtige Hochnehmen des Babys ist das Ablegen. Auch das machst du am besten über die Seite und genauso langsam und behutsam.

  • Greife dazu mit beiden Händen unter die Achseln deines Babys. Die Finger stützen dabei Schultern und Nacken.
  • Dann legst du das Baby mit den Füßen zuerst ab und rollst es über ein Po-Bäckchen in die Rückenlage.
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Warum das Getragenwerden deinem Kind so gut tut

Diese drei Haltepositionen könnt und solltet ihr je nach Situation anwenden und abwechseln. Wenn ihr dann in ein paar Tagen eine Routine entwickelt habt, werdet ihr von alleine intuitiv die passenden Griffe anwenden können und keine Angst mehr haben, das Neugeborene zu verletzen. Achtet einfach immer aufs Köpfchen und eine gestützte Wirbelsäule!

Und noch ein Tipp: Wichtiger als die bilderbuchartige Halteform und Ausführung ist, euer Baby trotz anfänglicher Scheu so viel zu tragen, wie möglich! 

Von liebenden Armen aus die Welt zu entdecken ist das Beste, was deinem Baby in dieser frühen Entwicklungsphase passieren kann. Bewiesen ist: Babys, die viel getragen werden, weinen deutlich weniger, sind generell ruhiger und ausgeglichener und machen schneller geistige und körperliche Fortschritte. Gemütlich und geborgen an Mamas oder Papas Wärme und Herzschlag die Welt kennenzulernen, fördert die Entwicklung des Gehirns und schult den Gleichgewichtssinn.

Vielleicht bekommst du auch oft den Rat, das Baby auch mal schreien zu lassen oder sich selbst beruhigen zu lassen? Klingt an manchen anstrengenden, übermüdeten Tagen vielleicht sehr verlockend. Versuche dennoch so oft wie möglich, engen Hautkontakt mit deinem Kleinen zu haben, denn es gibt kein "Zuviel", wenn es ums Tragen geht. Jede Minute, die dein Baby sich bei dir einkuscheln darf, ist ein wichtiger Moment, der eure Verbundenheit und Liebe weiter stärkt – auch über das erste halbe Lebensjahr hinaus! Mit dem Tragen signalisiert ihr eurem Kind: "Ich bin immer da, wenn du mich brauchst. Ich beschütze und wärme dich. Du bist sicher in dieser Welt." Mit diesem Urvertrauen ausgestattet, wird dein Schatz bestmöglich in die Welt starten können.

Jetzt auf Pinterest pinnenEltern schauen zärtlich auf Baby
©istock.com/Halfpoint

Wir hoffen, wir konnten dir die Sorgen rund ums Halten deines Babys nehmen und stattdessen die Vorfreude auf intime, einzigartige Momente mit deinem kleinen Liebling stärken. Alles Liebe für die Geburt und die Zeit als absolutes Dreamteam mit deinem Baby! 

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