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Aktion Hoffnungsbrief - Liebe per Post für Senioren*innen

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"Von wem ist denn nur diese Karte?" Die blauen, von Falten umrahmten, Augen von Ilse funkeln freudig, überrascht und auch bewegt.  

Seit Mitte März trudeln in vielen Hamburger Pflege- und Altenheimen Hunderte bunte Briefe, Karten, Bilder und Basteleien in Umschlägen ein. Bisher sind knapp 4.000 Briefe an Seniorinnen und Senioren verteilt worden. Die Diakonie Stiftung MitMenschlichkeit hat die Aktion ins Leben gerufen, um in Hamburgs Pflege- und Altenheimen aufgrund eingeschränkter Besuchsmöglichkeiten, für Abwechslung zu sorgen und Hoffnung zu spenden. Sei auch du ein Teil davon und verschicke mit uns ein bisschen Liebe per Post!

Hoffnung per Post

Als zu Beginn des Corona-Virus die Besuche von Angehörigen und Freunden komplett in den Einrichtungen untersagt wurden, dachte ein kleines Team von 5 Leuten ganz schnell darüber nach, wie sie ihren Bewohnern ein bisschen Hoffnung und Zuversicht in der nun doch sehr einsamen Zeit vermitteln können.

 "In einer Telefonkonferenz kam uns die Idee, dazu aufzurufen, dass Bürger*innen an die Senioren und Seniorinnen Briefe schicken können. So ein Brief oder eine Karte, sind einfach auch ganz haptisch erlebbar, man hält etwas in den Händen und spürt Verbundenheit", so Lea Krause-Solberg aus dem Team der Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit.

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Charity - Karte inkl. Versand 
Du gestaltest die Karte, wir versenden deine Grüße direkt

"Da wir am Anfang nicht wussten, wie viele Einsendungen wohl kommen würden, haben wir mit einer bescheidenen Strichliste für eine Übersicht angefangen. Nach dem ersten Wochenende kamen wir in die Poststelle, um mal zu schauen, wie viel Resonanz es über das Wochenende gab – und da waren aus den 20 und 41 Einsendungen der ersten Tage direkt 262 geworden! Und am selben Tag kamen weitere 207 Briefe an! Wow!",  staunt Lea Krause-Solberg und lacht. "Da haben wir erst mal in den Briefen gestöbert und uns gegenseitig die schönsten Exemplare gezeigt und uns vorgestellt, wie der jeweilige Brief bei einem Senior oder einer Seniorin ankommt und ganz viel Freude macht!"

Im Herzen zusammen

Die Post wird gesammelt in Kisten gepackt, und dann von der Königsstraße in Hamburg an die 24 Pflegeheime, die bei der Aktion teilnehmen durch die Stadt gefahren. Nach 24 Stunden zaubern Briefe und Postkarten mit schönen und ganz kreativen Grüßen den Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht. Dabei machen wirklich alle mit, Familien, Kinder, Jugendliche und Rentner schicken Grüße in die Einrichtungen. Es gab schon kleine Kooperationen mit Grafikern und eine Schokoladenspende für die Pfleger. 

Das Engagement des kleinen Teams und der Pfleger*innen ist dabei riesig. Logistisch wird geplant, wie man welche Einrichtung anfährt, neben den Briefen auch noch liebevoll gespendete Lavendelkissen oder Schokolade verteilt und dabei organisiert, dass alle Einrichtungen gleich gut versorgt werden. 

Eine Schreiberin wollte auf die Antwortpost einer älteren Dame antworten und schrieb nur "an Paula A." auf den Umschlag, da sie nicht wusste, aus welchem Heim die Post kam. Da wurde recherchiert, gar nicht so einfach mit all den Paulas! Aber am Ende hatte es sich gelohnt, denn die Seniorin und Absenderin sind inzwischen Brieffreunde. 

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Freudentränen garantiert

Die Verteilung ist von Einrichtung zu Einrichtung ganz individuell. Briefe und Karten werden unter anderem ans schwarze Brett gehangen, sodass jeder Senior und jede Seniorin die Grüße lesen kann, es gab auch schon ganze Ausstellungen in Gemeinschaftsräumen, manchmal bekommt jeder Bewohner einen Brief, zum Teil wird die Post in großer Runde oder ganz persönlich vorgelesen. Mit so viel Kreativität und Teilnahme hat am Anfang wohl keiner gerechnet. Da kamen wunderschöne Bastelwerke, Gedichte und sogar Karten aus Schottland und Russland nach Hamburg. 

Klar, das ist natürlich auch Mehraufwand für Pfleger und Pflegerinnnen, trotzdem gibt es durchweg positive Rückmeldungen. „Wir sind einfach begeistert von Ihrer Aktion. Die vielen bunten Briefumschläge hängen anstatt der sonst gewohnten Veranstaltungshinweise an den Schwarzen Brettern auf den Wohnbereichen. Das macht gute Stimmung bei Mitarbeitenden und Bewohnern- so wie Urlaubskarten, die man mal geschrieben hat.“, so eine Rückmeldung aus der Pflegeeinrichtung TABEA.

Derzeit kommen circa 50 Einsendungen am Tag bei der Diakonie an und werden nun nur noch im 2-wöchigen Rhythmus verteilt. 

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Jetzt mitmachen - deine Hoffnungskarte 

Jetzt bist du dran! Lass uns weiterhin gute Gedanken und Glück zum Anfassen verschicken. Das ist ganz einfach! Schreibe einen Hoffnungsbrief oder gestalte deine Karte in wenigen Minuten mit deinen ganz persönlichen Grüßen online. Für einen symbolischen Beitrag von 1 EUR produzieren und versenden wir, die kartenmacherei, deine Hoffnungspost direkt an die Diakonie in Hamburg. 

Schreib gern auch deinen Namen und deine Adresse dazu. Vielleicht wird das der Beginn einer wunderschönen Brieffreundschaft? Falls du keine Antwort erhältst, sei nicht enttäuscht. "Man muss sich einfach klar machen, dass viele ältere Menschen nicht mehr in der Lage sind zu antworten. Was aber ganz sicher ist, ist, dass die ein oder andere Freudenträne bei den Senioren und Seniorinnen fließen wird!", motiviert Lea Krause-Solberg von der Diakonie. Bewohner hängen sich die Karten zum Teil in ihr Zimmer, sie werden zu richtigen Dekorationselementen, sie sammeln sie oder man freut sich gemeinsam in der Vorleserunde über die Post. 

Mach mit! Denn für nur einen Euro kannst du ganz viel Liebe verschicken!

Aktion Hoffnungsbrief

Die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit lädt alle ein, als ein Zeichen der Verbundenheit älteren Menschen einen Brief zu schreiben. Kinder können auch ein Bild malen. Damit sollen Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen der Diakonie, die zurzeit wegen des Corona-Virus eingeschränkt Besuch mehr empfangen dürfen, ein Zeichen der Hoffnung erhalten.

  • Aktuell nehmen 24 Einrichtungen für Senioren und Seniorinnen teil
  • Die Briefe können anonym sein oder mit Absenderadresse. Die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit leitet die Briefe an ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen der Diakonie in Hamburg weiter. Briefe können eingesandt werden an:  Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit, „Hoffnungsbrief“, Königstr. 54, 22767 Hamburg
  • Die Briefe werden an die Einrichtungen verteilt und nach 24 Stunden an die Bewohner ausgegeben
  • Weitere Informationen zur Aktion findest du hier:  www.diakoniehh.de/hoffnungsbrief

     
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