Hochzeitstisch

Hochzeitstisch statt Spontankauf: So klappt es mit den Hochzeitsgeschenken

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Manche Paare mögen es vielleicht nicht zugeben, andere sind da ganz offensiv: Neben Zeremonie, Location und der Verpflegung sind auch die Hochzeitsgeschenke ein wichtiges Thema. Eine Hilfe für Brautpaar und Gäste kann der Hochzeitstisch sein. Das musst du dazu wissen.

Hochzeitstisch? Der Begriff dürfte Menschen, die nichts mit dem Thema Hochzeit zu tun haben, erst mal in die falsche Richtung lotsen. Am besten verdeutlicht es wohl eine Szene, die in diversen Filmen gerne verarbeitet wird: Die Braut in spe läuft mit einem Scanner durch den Einkaufsladen und markiert alles, was sie gerne auf ihrer Hochzeit sehen würde – und zwar chic verpackt als Geschenke ihrer Gäste. Und damit dieser Traum zumindest ansatzweise wahr wird, kommt hier der Hochzeitstisch ins Spiel. Der Hochzeitstisch, auch als Hochzeitsliste bezeichnet, ist eine gute Methode, um den Gästen eine Idee für ihre Geschenke zu geben. Und vor allem, um doppelte oder gar ungeliebte Präsente zu vermeiden. Dabei wird zwischen dem traditionellen und dem virtuellen Hochzeitstisch unterschieden. Aber wie genau funktioniert das Ganze, was sind die Vor- und Nachteile und wo kann man seinen individuellen Hochzeitstisch erstellen?

Der traditionelle Hochzeitstisch

Zunächst ein Blick zurück: Im Jahr 1924 kam das Kaufhaus Marshall Field’s in Chicago erstmals auf eine spezielle Idee: Es gab Brautpaaren die Möglichkeit, das Muster von der gewünschten Vase oder dem Teeservice mit nach Hause zu nehmen. Und die konnten es dann wiederum den Hochzeitsgästen als Inspiration zeigen. Früher war es üblich, einem Paar mit seinen Geschenken den Aufbau eines eigenen Hausstandes zu ermöglichen. Diese dafür klassischerweise benötigten Dinge, vom Toaster bis zum Porzellan-Service, wurden dann auf einem Tisch im Laden präsentiert. Daher hat die heute noch immer als Hochzeitstisch bekannte Methode ihren Namen. Oder sie wurden auf einer Liste vermerkt, die man dann im Kaufhaus einsehen und als Gast eine Wahl treffen konnte.

Hochzeit-Geschenke
©nuiiko/ iStock

Auch heute noch bieten Warenhäuser Listen an, auf denen Brautpaare ihre ausgewählten Geschenke vermerken können. In seltenen Fällen gibt es auch tatsächlich noch Tische, auf denen eure Gäste die vorher ausgewählten Präsente aussuchen und kaufen können.

Vorteile:

  • Die Kaufhäuser nehmen dem Brautpaar einiges an Arbeit ab
  • Das gewählte Geschenk kann in der Regel direkt in diesem Laden gekauft werden

Nachteile:

  • Eure Gäste müssten extra in diesen vorab ausgewählten Laden fahren

Der virtuelle Hochzeitstisch

In Zeiten der Digitalisierung wählen die meisten Brautpaare der Einfachheit halber den virtuellen Hochzeitstisch. Im Internet gibt es mittlerweile nicht nur bei Amazon die Möglichkeit, bestimmte Wunschlisten frei nach euren Vorstellungen zu erstellen, die ihr dann per Mail oder durch eure Trauzeugen verbreiten lassen könnt.

Vorteile:

  • Ob Essbesteck, Brettspiel oder Wein – jeder kann bequem von zu Hause aus euer Geschenk bestellen
  • Auch mögliche Sprachdefizite bei ausländischen Gästen können somit leichter umgangen werden. Denn viele Websites bieten ihre Dienste auch in anderen Sprachen an

Nachteile:

  • Vor allem ältere Gäste sind vielleicht mit dem Thema Online-Shopping nicht vertraut
  • Besonders nachhaltig ist üppiges Online-Shopping nicht

Solltet ihr keinen Hochzeitstisch im Netz erstellen wollen, weil ihr es etwas persönlicher haben wollt, gibt es Anbieter wie nocake.de, hochzeits.tisch.de oder flitterbook.de. Hier müsst ihr euch nur kostenlos anmelden. Und könnt dann aus einem Katalog Geschenke auswählen oder den virtuellen Hochzeitstisch nach eigenen Wünschen füllen. Der kann dann entweder per Mail an die Gäste verteilt oder in ausgedruckter Form unter die Leute gebracht werden.

Das virtuelle Sparschwein

Auch das einst als verpönt geltende Geld als Hochzeitsgeschenk ist heutzutage kein Problem mehr. Denn jeder weiß: Eine Hochzeit ist teuer und muss auch erst einmal bezahlt werden. Auch die Flitterwochen danach sollen nicht zu kurz kommen. Kurzum: Fast jedes Paar freut sich heute über Geld. Wer die Geldgeschenke nicht in Umschlägen oder einer Box während seiner Hochzeit sammeln möchte, findet bei zankyou.de eine kreative Alternative: Ihr könnt kostenlos ein “Sparschwein” erstellen. Quasi die Geld-Alternative zum Hochzeitstisch. Auch hier ist es für die Gäste wieder möglich, die Seite in verschiedenen Sprachen aufzurufen. Eine Spende ist aber nicht nur per Mail möglich: Eure Gäste können auch anrufen, um eurem virtuellen Hochzeitstisch eine Spende für die Flitterwochen zukommen zu lassen. Der Betrag wird dann am Ende auf euer Konto überwiesen.

Hochzeitstisch
Geldumschläge können auch in einer schön dekorierten Box auf dem Geschenketisch verstaut werden. ©VAKSMANV/ iStock

Die Gäste auf den Hochzeitstisch aufmerksam machen

Um Spontankäufe eurer Gäste zu vermeiden, solltet ihr euch schon sehr früh darüber Gedanken machen, was ihr gerne auf eurem Geschenketisch vorfinden wollt. Wägt also vorher ab, ob für euch ein virtueller oder eher ein traditioneller Hochzeitstisch infrage kommt. Wenn eure Hochzeitsliste steht, solltet ihr sie euren Gästen zeitnah mitteilen. Am einfachsten geht das über euren Text in der Hochzeitseinladung: Hier könnt ihr euren Hochzeitstisch elegant unterbringen – beispielsweise mithilfe eines Einlegers. Da ihr wahrscheinlich nicht eure ganzen Wünsche in eurer Einladungskarte unterbringen könnt, solltet ihr euren Gästen mitteilen, wo sie euren persönlichen Hochzeitstisch finden können. Sei es ein Link zu einer Web-Wunschliste, zu einem virtuellen Sparschwein, zu einem Laden oder doch der Hinweis, dass die Trauzeugen hier gerne behilflich sind.

Solltet ihr eure Einladungskarten schon vorher versendet haben, könnt ihr diese Information auch per Mail an eure Gäste versenden. Aber die meisten virtuellen Hochzeitstische bieten euch diese Funktion sowieso schon auf ihrer Website an.

Der “reale” Geschenketisch

Aber auch der tatsächliche Geschenketisch sollte dann bei eurer Hochzeit nicht zu kurz kommen. Denkt daran, wenn ihr um Präsente und nicht um eine virtuelle Finanzspritze gebeten habt, dass genügend Platz für alle Geschenke vorhanden sein muss. Der Tisch sollte auch nicht zu versteckt, sondern gut sichtbar in der Location aufgestellt sein. Für Umschläge solltet ihr ein Körbchen oder eine Kiste bereitstellen, damit auch nichts verloren geht. Mit einer aufwendigen Dekoration solltet ihr euch aber etwas zurückhalten. Denn der Tisch wird gegebenenfalls schnell gefüllt sein: Blumen und Deko könnten dann im Weg sein.

Headerbild: ©Irina Bort / iStock