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Geburt

Hebammensuche - Mit diesen Tipps findest du die richtige 

Hebamme untersucht junge FrauPinterest Button
©monkeybusinessimages

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Du hast gerade herausgefunden, dass du schwanger bist? Dann geht es dir wahrscheinlich genau wie so vielen anderen Schwangeren: Du schwebst zwischen unfassbaren Glücksgefühlen, freudiger Erwartung und gelegentlichen Unsicherheiten an was du jetzt alles denken musst, u.a. die Suche nach einer Hebamme. Doch keine Sorge, bei diesem letzten Punkt unterstützen wir dich! Wir zeigen dir, wie du eine für dich passende Hebamme findest, wie diese dich unterstützen kann und zeigen dir mögliche Alternativen zur Hebamme.

Sollte ich überhaupt eine Hebamme suchen?

Diese Frage kannst und darfst natürlich nur du beantworten. Doch die Vorteile für Mama und Baby, wenn sie von einer Hebamme betreut werden, sind so überzeugend, dass sich die meisten Schwangeren eine Hebamme suchen. Wir zeigen dir, wann und wie eine Hebamme dich vor, während und nach der Geburt unterstützen kann:

Vor der Geburt

  • die Schwangerenvorsorge

Die Hebamme darf eine umfassende Schwangerenvorsorge durchführen: das Abhören der Herztöne, das Ermitteln des Wachstums bzw der Größe deiner Gebärmutter, des Babys und das Feststellen der Lage. Blutentnahmen, Abstriche sowie die Überprüfung des Urins und des Blutdrucks.

Du kannst die Vorsorge sowohl ausschließlich bei deinem/r Gynäkologe/in als auch bei deiner Hebamme wahrnehmen. Bedenke dabei, dass nur FrauenärztInnen Ultraschall - Untersuchungen durchführen dürfen. Es ist allerdings möglich, eigens für diese Untersuchung eine/n Mediziner/in aufzusuchen. Viele Frauen entscheiden sich, die Vorsorgetermine im Wechsel bei beiden machen zu lassen. So hast du quasi das Beste aus zwei Welten: Die gründlichst mögliche medizinische Versorgung als auch den emotionalen und persönlichen Rückhalt, den tendenziell eher die Hebamme des Vertrauens leisten kann. 

  • Für einen Geburtsvorbereitungskurs, der oft in der Hebammenpraxis oder in einer Geburtsklinik stattfindet.

Neben dem klassischen Geburtsvorbereitungskurs bieten immer mehr Hebammen auch speziellere Kurse und Workshops an, die von Pränatalyoga über Atemtherapie bis hin zu Hypnobirthing reichen kann. 

  • Für die Geburtshilfe

Hier kann deine Hebamme dich bezüglich der Wahl der Geburtsklinik beraten oder mit dir eine Hausgeburt bzw die Entbindung in einem Geburtshaus planen sowie dir mögliche Entbindungsmethoden vorstellen.

  • Als seelische Unterstützung nach einer Fehlgeburt

Hebammen stehen nicht nur allen werdenden Mamas zur Seite sondern helfen auch Paaren dabei, mit einer erlittenen Fehlgeburt fertig zu werden. Gerade nach einem so schmerzhaften Verlust ist die Betreuung durch eine Hebamme immens wichtig, um mit ihrer Hilfe die überwältigende Trauer verarbeiten zu können.

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Ideal ist es, die Hebamme schon vor der Geburt kennenzulernen. ©iStock/Newman Studio

Während der Geburt

  • Begleitung des Geburtsvorgangs

Bei einem normalen Geburtsverlauf kann die Hebamme eigenverantwortlich die Entbindung leiten. Sie überwacht sowohl deinen Zustand als auch den deines Babys, hilft dir die Geburtswehen zu verarbeiten und zu bewältigen. Sie beobachtet den Verlauf der Geburt bis zur Entbindung. Sollten Komplikationen auftreten zieht sie eine Ärztin oder einen Arzt hinzu.

  • Untersuchung des Neugeborenen

Dabei prüft die Hebamme, ob Puls, Atmung, Aussehen und Reflexe deines Kindes normal sind. Außerdem ist sie für die Erstversorgung der Mutter nach der Geburt zuständig. 

Nach der Geburt

  • Nachsorge und die Betreuung von Mutter und Kind im Wochenbett

Hier achtet die Hebamme darauf, wie ihr die Geburt überstanden habt, kontrolliert die Entwicklung deines Babys und das Abheilen des Nabels und hilft euch beiden beim Bonding.

  • Für wertvolle Hinweise zum Stillen und zur Pflege und Betreuung des Kindes

Desweiteren steht sie dir in allen praktischen Dingen, die für dich gerade als Erstmama noch ungewohnt sind, zur Seite: Vom richtigen Baden des Säuglings, über Stilltechniken bis hin zum ersten Nägelschneiden hast du in deiner Hebamme die richtige Ansprechpartnerin.

  • Für einen Rückbildungskurs
  • Daneben bieten viele Hebammen auch Erste-Hilfe-Kurs, Babymassage oder Babyschwimmen an.

Wann sollte ich mit der Hebammensuche beginnen?

Viele Frauen fragen sich, ab wann sie sich eine Hebamme suchen sollten. Die Antwort lautet: So früh wie möglich! Hebammen sind sehr gefragt und oft über Monate hinweg ausgebucht, weshalb eines der allerersten To Dos die Hebammensuche sein sollte. Gerade in größeren Städten ist es nicht ungewöhnlich, dass du bis zu 20 GeburtshelferInnen kontaktieren musst, bevor du fündig wirst.

Geburtskarten zur Schwangerschaft liegen auf rostfarbenen Untergrund und verkünden die Geburt eines Babys.Pinterest Button

Hebammensuche: Hier wirst du fündig

Doch nur wo fängst du am besten mit der Suche an? Und wie findest du die für dich richtige Hebamme?

In der folgenden Liste haben wir einige Anlaufstellen für deine Hebammensuche zusammengestellt:

Frau schreibt in SchwangerschaftstagebuchPinterest Button
Schreibe dir am besten alle Punkte auf, die dir bei deiner Hebamme wichtig sind. ©PeopleImages

Darauf solltest du bei der Hebammensuche achten:

Die Hebamme begleitet dich als wichtige Ratgeberin durch die ganze Schwangerschaft und darüber hinaus. Daher ist es ganz wichtig, dass ihr beide euch sympathisch seid und du das Gefühl hast, deiner Hebamme vertrauen zu können - schließlich geht es um die aufregendste Zeit deines Lebens! Stell dir also folgende Fragen:

  • Stimmt die Chemie? Also hast du das Gefühl, gut mit ihr zusammenarbeiten zu können und würdest du dich trauen, auch oftmals sehr intime Fragen zu stellen?
  • Arbeitet die Hebamme in der Nähe deines Wohnorts? Nur so könnte sie in dringenden Fällen schnell bei dir sein.
  • Kann die Hebamme bei genau den Dingen, die dir ganz besonders am Herzen liegen, auch tatsächlich helfen? Habt ihr die gleichen Vorstellungen des Geburtsvorgangs bzw davon, was du dir in der Nachbetreuung wünschst?

Jede Hebamme ist sicherlich auf ihre Weise kompetent, doch sie soll ja genau zu dir passen. Vereinbare also vor der Entscheidung auf jeden Fall ein persönliches Gespräch und schau, ob ihr auf einer Wellenlänge liegt. Im Idealfall könnt ihr euch zu einem Erstgespräch treffen - es geht natürlich aber auch telefonisch - und deine wichtigsten Fragen und Anliegen klären.

Hebamme besucht junge Mutter zu HausePinterest Button
©monkeybusinessimages

Die Hebammensuche war erfolglos?

Leider passiert es gerade vielen werdenden Müttern, dass sie trotz intensiver Hebammensuche keine Geburtshelferin finden. Sei es, weil sie sich zu spät auf die Suche begeben haben (du brauchst dabei kein schlechtes Gewissen haben und solltest dir keine Vorwürfe machen! Oft bedeutet schon kurz nach dem Schwangerschaftstest zu spät!) oder - und das ist der Hauptgrund - weil in ihrer Region grundsätzlich ein gravierender Hebammenmangel herrscht.

Aber was kannst du nun tun, wenn du keine Hebamme gefunden hast? Wohin mit deinen Fragen und Anliegen während der Schwangerschaft? Wir geben dir Tipps, wie du und dein Baby auf andere Weise rundum gut versorgt durch die nächsten Monate kommt:

  • Medizinische Begleitung

Wie bereits erwähnt, kann auch ein Arzt oder eine Ärztin die komplette Betreuung während und nach der Schwangerschaft gewährleisten. Hierfür brauchst du also nicht zwingend eine Hebamme.

  • Emotionale Unterstützung

Bei diesem Punkt sieht es schon anders, denn in den meisten Fällen können GynökologInnen sich nicht ausreichend um deine emotionalen Belange kümmern. Natürlich gibt es Ausnahmen und vielleicht hast du das große Glück,  von einem/r sehr einfühlsamen Mediziner/in betreut zu werden, mit dem oder der du wirklich über alle Anliegen sprechen kannst. 

Für alle anderen gibt es zu sämtlichen nicht medizinischen Fragen rund ums Mamawerden (und übrigens auch Papawerden) das Berufsbild der "Doula". Doulas sind Frauen, die selbst schon ein Kind zur Welt gebracht haben und nach einer Ausbildung in der Lage sind, dich ähnlich einer Hebamme zu begleiten. Sie klären dich über den möglichen Ablauf der Geburt auf, kommen auf deinen Wunsch hin mit in den Kreißsaal und kümmern sich nach der Geburt um die Pflege deines Babys. Das Hauptanliegen einer Doula ist es, dir mit Erfahrung und Empathie beim Wunder Geburt zur Seite zu stehen.

Neben der Doula reicht aber oft auch schon die beste Freundin, deine Mama oder dein/e Partner/in aus, um dich sicher, geborgen und verstanden zu fühlen. Trau dich, deine Bedürfnisse und eventuell aufkommende Sorgen offen anzusprechen, stelle Fragen (auch die vermeintlich banalsten) und nimm Hilfe an. Die allermeisten Lieblingsmenschen in deinem Leben werden sich freuen, um Rat und Unterstützung gebeten zu werden.

Doula untersucht SchwangerePinterest Button
©MarsBars
  • Geburtsvorbereitung

Natürlich ist es praktisch, wenn du gleich bei der Hebamme einen Vorbereitungskurs belegen kannst. Doch auch unabhängig davon findest du viele Kurse, die dir vor und während der Entbindung gut tun. Eine tolle Alternative zum klassischen Geburtsvorbereitungskurs ist Schwangerschaftsyoga. In den Händen einer erfahrenen Lehrerin oder eines Lehrers stärkst du dich auch auf diesem Weg ideal für die Geburt.

Nach der Entbindung kannst du mit deinem kleinen Schatz zur Babymassage oder zur Rückbildungsgymnastik gehen. Auch für diese Kurse gibt es ansprechende und hilfreiche Onlinekurse, die du eigenständig zu Hause praktizieren kannst.

Wenn alle Stricke reißen und du in keinem Kurs mehr einen Platz ergattern kannst, kannst du auf Online-Kurse ausweichen. Gerade als Folge des Coronajahrs haben viele Hebammenpraxen ihre Dienste auch online anbieten müssen und behalten dies weiterhin bei. Doch auch immer mehr Anbieter von Schwangerschaftsapps bieten virtuelle Kurse an. 

Wenn du kurz vor der Geburt stehst, aber keine betreunde Hebamme gefunden hast, Es gibt auch oft zB. Hebammenpraxen oder Krankenhäuser, die dann für die Wochenbettbetreuung Termine anbieten, wo die Frauen hinkommen können, die keine Hebamme gefunden haben, aber Fragen haben

Desweiteren steht dir in Ballungszentren eine Hebammen-Hotline zur Verfügung. Um die Unterversorgung mit Hebammen etwas aufzufangen, bieten immer mehr Städte in Kooperation mit Geburtskliniken oder Hebammenpraxen kostenlose Sprechstunden an.

Und auch für die Zeit des Wochenbetts findest du Hilfe: Viele Hebammenpraxen oder Krankenhäuser vergeben ambulante Termine für all die Frauen, die keine Hebamme gefunden haben. In diesen Sprechstunden könnt ihr dann alle Fragen stellen, die euch in der Zeit als ganz frischgebackene Mama auf dem Herzen liegen.

Mutter mit ihrem BabyPinterest Button
Eine sichere Geburt ist das größte Glück für Mutter und Baby ©damircudic

Wir drücken dir die Daumen, dass du bei deiner Hebammensuche Erfolg haben wirst und du eine ganz tolle, für dich passende Geburtshelferin findest. Doch wie du gesehen hast, ist es auch ohne Hebamme möglich, medizinisch und emotional gut betreut durch die Schwangerschaft und das Wochenbett zu kommen. Für beide Wege wünschen wir dir und deinem Baby das Allerbeste!

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