Checkliste für ein Neugeborenes: Die ersten To Dos nach der Geburt

Pin It

Direkt nach der Geburt müssen sich Mutter und Baby erstmal erholen. Aber in den Tagen und Wochen danach stehen einige To Dos an: Die erste Nachricht an Freunde und Verwandte, die ersten Untersuchungen und die letzten Vorbereitungen zuhause: Diese Checkliste für ein Neugeborenes gibt dir einen Überblick.

Die Geburt eines Kindes ist eine der aufregendsten Erfahrungen, die es überhaupt gibt. Da kann man vor Freude schon mal die Welt um sich herum vergessen. Mit unserer Checkliste für ein Neugeborenes stellst du sicher, dass du dein Baby nach der Geburt entspannt willkommen heißen kannst – und möglichst viel Stress und Risiken aus deinem Umfeld verbannst. Denn es gibt nicht nur einige bürokratische Angelegenheiten nach der Geburt zu erledigen. Und auch mit dem Kauf der Erstausstattung ist es noch nicht getan. Welche Besorgungen, Untersuchungen und organisatorische Fragen noch anstehen, erfährst du hier.

1. Checkliste für ein Neugeborenes: Die freudige Nachricht überbringen

Punkt eins auf eurer Checkliste für das Neugeborene: Eltern können die Erfahrung der Geburt eines Kindes kaum in Worte fassen. Sofern es Mutter und Kind gut geht, können es viele aber auch kaum erwarten, ihr Glück zu teilen. Heutzutage ist es üblich, die Baby-News per Smartphone zu verbreiten und Familie und engen Freunden so auch direkt ein erstes Foto zukommen zu lassen. Alternativ kann am Tag der oder in den Tagen nach der Geburt eine E-Mail verschickt werden.

Überlegt euch am besten vorab einen kleinen Text, den ihr nach der Entbindung versenden wollt und fügt diese Platzhalter ein:

  • Name
  • Geschlecht
  • Größe
  • Gewicht
  • Tag und Uhrzeit der Geburt
  • Geburtsort
  • Sind Mutter und Kind wohlauf?
  • Ein paar persönliche Worte zur Gefühlslage

Nicht vergessen: Eine SMS oder E-Mail direkt nach der Geburt ist wichtig, damit sich die engsten Freunde und Verwandte mitfreuen und entspannen können. Sobald ihr ein bisschen Zeit findet und in Ruhe zuhause angekommen seid, freuen sich alle aber besonders über eine Dankeskarte zur Geburt – mit einem oder mehreren Fotos eures Neugeborenen. Inspiration und Hilfe bei der Umsetzung gibt es hier!

Nach der Geburt brauchen Mutter und Kind erstmal Ruhe. ©iStock/ kieferpix

2. Die ersten Untersuchungen

Auf die medizinischen Fragen werden dich Ärzte und Hebamme aufmerksam machen – trotzdem gehören auch die obligatorischen Untersuchungen auf diese Checkliste für euer Neugeborenes. Diese sind bei Neugeborenen und Babys in U1 bis U6 aufgeteilt und finden zu unterschiedlichen Zeiten statt.

• U1 – direkt nach der Geburt

Die erste Untersuchung am Baby ist die sogenannte U1. Diese wird direkt in den ersten Minuten nach der Geburt vorgenommen, meist von der Hebamme. Sie checkt dabei Maße und Gewicht, schaut nach, ob es keine Verletzungen hat und macht den sogenannten Apgar-Test. Dabei wird nach einem festgelegten Punkteschema unter anderem Atmung, Puls, Hautfarbe und Reflexe des Kindes geprüft – liegt der Apgar-Wert, auch Apgar-Score genannt, zwischen 8 und 10, gilt das Neugeborene als gesund. Dieser Test wird nach fünf und zehn Minuten wiederholt.

• U2 – zwischen dem 3. und 10. Tag

Zwischen dem 3. und 10. Tag nach der Geburt folgt die zweite Untersuchung, die U2. Hier wird das Neugeborene umfassend durchgecheckt, vom Nervensystem bis zu den Augen. Zudem wird dem Baby Blut abgenommen, um Krankheiten wie etwa eine Stoffwechselstörung auszuschließen.

• U3 – zwischen der 3. und 5. Lebenswoche

Die nächste Untersuchung am Baby findet zwischen der 3. und 5. Lebenswoche statt. Hier wird die körperliche Entwicklung geprüft, der Arzt fragt außerdem nach Verhaltensauffälligkeiten. Auch werden Hör- und Sehvermögen sowie die Reflexe erneut getestet.

• U4 bis U6: zwischen 3. Lebensmonat und 1. Lebensjahr

Die weiteren Untersuchungen kommen ein bisschen später. U4 sollte zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat, U5 zwischen dem 6. und 7. und die U6 zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat stattfinden.

Wichtig: Eltern sollten sich an die genannten Zeiten halten und sich alle Termine nach Absprache mit den Ärzten genau im Kalender notieren. Werden Fristen zu lange hinausgezögert, kann das deinem Baby schaden – und die Untersuchungen können den Eltern in Rechnung gestellt werden.

Weitere Informationen zu den Untersuchungen gibt es unter anderem bei Kinderärzte im Netz.

Schon am Tag der Geburt wird im Krankenhaus die erste Untersuchung am Neugeborenen durchgeführt. ©iStock/ mmpile

3. Die Nachsorge

Später habt ihr ein Recht auf die Nachsorge durch eine Hebamme. Da viele Hebammen meist recht ausgebucht sind, sprecht am besten vorab einmal über die zeitliche Planung der Nachsorge. Bei diesen Angelegenheiten steht euch als frisch gebackene Eltern eine Hebamme zur Verfügung:

  • Sie untersucht die Mutter und beobachtet beispielsweise die Wundheilung nach einem Damm- oder Kaiserschnitt,
  • wiegt das Baby und untersucht dessen Bauchnabel,
  • beantwortet alle wichtigen Fragen, die euch als Eltern nach der Geburt auf der Seele brennen,
  • gibt erste Hilfestellungen beim Stillen und auch beim Baden des Kindes.
Kümmert euch rechtzeitig darum, dass eure Hebamme auch die Nachsorge übernimmt. ©iStock/ monkeybusinessimages

4. Die Fahrt nach Hause

Falls ihr ein Auto habt und damit auch vom Geburtsort nach Hause fahren wollt, solltet ihr unbedingt vorab einen Baby-Sitz für den Wagen besorgen. Wichtig ist, dass ihr euch genau informiert, welche Babyschale für euer Neugeborenes geeignet ist. Als Babyschale oder Baby-Sitz gelten in der Regel Modelle, die für Kinder von 0 bis 13 Monaten geeignet sind. Entscheidend ist aber die tatsächliche Größe und das Gewicht eures Nachwuchses.

Außerdem solltet ihr die nötige Kleidung für euer Baby einpacken. Je nach Jahreszeit sind eventuell auch Jacke sowie eine warme Mütze und eine dickere Decke notwendig.

Tipp: Neben diesen To Dos gibt es noch einige bürokratische Dinge und Formalitäten zu erledigen. Hier hilft dir unsere Checkliste nach der Geburt.

Ihr sucht noch passende Geburtskarten? Hier findet ihr Inspiration.

Geburtskarte "Magic Moment" auf Marmorplatte mit Baumwollzweig dekoriert.
Mit der Geburtskarte „Magic Moment“ heißt ihr euer Baby gebürtig zu Hause willkommen und könnt all eure Lieben daran teilhaben.

5. Checkliste für Neugeborene: Willkommen zuhause

Ein Neugeborenes braucht in eurem Zuhause zunächst einmal nicht viel – außer einen Platz, an dem es gestillt bzw. gefüttert werden kann, ein Bett und einen Wickeltisch. Mit der Gestaltung eines vollen Kinderzimmers könnt ihr euch also theoretisch erstmal noch Zeit lassen. Diese Dinge sind für ein Neugeborenes in eurem Zuhause allerdings wichtig und daher Teil dieser Checkliste:

•  Bannt alle Gefahren

Ihr sollet vorab einen Gang durch eure Wohnung machen, um sicherzustellen, dass euer Kind sich nirgendwo verletzen kann. Habt ihr Haustiere? Dann solltet ihr dafür sorgen, dass das Baby in den ersten Wochen nicht mit ihnen in Kontakt kommt. Natürlich müssen sich vor allem Hunde und Katzen an den Familienzuwachs gewöhnen, aber eine Hundezunge sollte das Neugeborene in den ersten Tagen nicht im Gesicht haben.

• Stillecke

Einen gemütlichen Sessel oder gar einen Schaukelstuhl zum Füttern eures Babys wird euch nicht nur euer Neugeborenes danken – sondern ist auch für Eltern toll.

Viele Neugeborene schlafen in den ersten Monaten neben den Eltern in einem Beistellbett. ©iStock/ monkeybusinessimages

•  Beistellbett und Stubenwagen

Viele Eltern benutzen direkt nach der Geburt erst einmal ein Bett für das Neugeborene, das sich an das eigene Bett anbauen lässt. So habt ihr euer Kleines nachts immer bei euch und könnt direkt auf seine Bedürfnisse reagieren. Außerdem solltet ihr euch einen Stubenwagen zulegen. So könnt ihr auch tagsüber immer ein Auge auf euer Neugeborenes haben.

• Wickelkommode

Eine Wickelkommode ist nicht nur ein elementares Utensil für die Zeit direkt nach der Geburt, sie wird euch noch Jahre begleiten. Kauft idealerweise eine Kommode mit Wickelauflage, Wickeleimer und besonders für Winterkinder mit Wärmestrahler.

• Babyschlafsack

• Babyfon

Tipp: Ihr habt noch nicht allen Freunden und Verwandten die frohe Botschaft verkündet? Hier gibt es zauberhafte Geburtskarten.

Geburtskarte "Hey Baby" auf Tischchen mit Pflanze dekoriert.
In die zauberhafte Geburtskarte „Hey Baby“ könnt ihr ganz einfach eure Babyfotos einfügen und die Karte persönlich gestalten.

6. Achtung: Eltern und Neugeborenes nicht überfordern

Zum Schluss noch ein Tipp, der auf der Checkliste für euer Neugeborenes nicht fehlen sollte: Natürlich wollen alle Omas und Opas, oft auch Tanten, Onkel, Freunde und Nachbarn euer Baby in Augenschein nehmen. Aber auch, wenn es Mutter und Kind gut geht: Mute dir und deiner kleinen Familie in den ersten Wochen nicht zuviel zu. Ein neugeborenes Kind kann seinen Stress noch nicht in Worte fassen, wenn es täglich von anderen fremden Personen herumgetragen wird. Und auch die frischgebackene Mama sollte sich etwas Ruhe gönnen.

Wir hoffen, unsere Checkliste für euer Neugeborenes hilft euch dabei, vor der Geburt einen kühlen Kopf zu bewahren. Und die Vorfreude weiter zu steigern! Nicht zuletzt, weil ihr mit einer guten Vorbereitung die erste Zeit mit eurem Kind noch entspannter genießen könnt.

Unsere Checkliste für Neugeborene auf einen Blick

To Dos (und Don’ts):

  • Nachricht an Familie und Freunde
  • Die ersten Untersuchungen
  • Vereinbarung der Nachsorge mit der Hebamme
  • Baby-Sitz für die Fahrt nach Hause
  • Willkommen zuhause:
    • Alle Gefahren gebannt?
    • Stillecke
    • Beistellbett und Stubenwagen
    • Wickelkommode
    (mit Wickelauflage, Wickeleimer und besonders für Winterkinder mit Wärmestrahler)
    • Babyschlafsack
    •  Babyfon
  • Wichtig: Stress vermeiden, nicht zu viele Besuche in den ersten Tagen

Headerbild: ©iStock/ StefaNikolic