Checkliste nach der Geburt: Anmeldung, Versicherung, Elterngeld & Co.

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Für euer neugeborenes Baby müsst ihr euch als frischgebackene Eltern nicht nur um die Erstausstattung, sondern auch um ein paar Formulare und Anträge kümmern. Damit ihr bei all der Bürokratie nicht den Überblick verliert: Diese “Checkliste nach der Geburt” hilft.

Anträge, Urkunden und Fristen – nach der Geburt eines Kindes wartet leider auch ein bisschen Bürokratie. Eine Checkliste für die Zeit nach der Geburt hilft dabei, als Mama und Papa den nötigen Überblick zu behalten. Natürlich sollt ihr die ersten Momente mit eurem Kind erst einmal genießen. Und bevor das Standesamt von der Ankunft eures Babys erfährt, sollen auch erstmal alle Familienmitglieder und Freunde Bescheid wissen.

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Doch zu lange solltet ihr als Eltern nicht damit warten, euch nach der Geburt mit all der Bürokratie zu beschäftigen. Damit ihr keine Frist vergesst und alle Unterlagen vorbereiten könnt, haben wir für euch die wichtigsten Amtsgänge und Formalitäten in einer Checkliste zusammengefasst.

Nach der Geburt gibt es einiges zu regeln – auch der Arbeitgeber muss informiert werden. ©iStock/ Stígur Már Karlsson /Heimsmyndir

Checkliste nach der Geburt: Die Anmeldung

  • Anmeldung des Kindes beim Standesamt

Das wohl wichtigste und gleichzeitig emotionalste Dokument eines Neugeborenen ist die Geburtsurkunde. Und die bekommt ihr beim zuständigen Standesamt. Wendet euch am besten innerhalb der ersten Woche nach der Geburt an die Behörde. Wenn ein Elternteil diese Aufgabe übernimmt, reicht das völlig aus. Die Anmeldung eures Babys beim Einwohnermeldeamt erfolgt dabei automatisch durch das Standesamt. Klärt jedoch am besten vorab mit der Behörde ab, welche Unterlagen ihr zur Anmeldung eures Kindes benötigt, denn das hängt von eurem Familienstand und von eurer Nationalität ab.

  • Mitteilung der Geburt an den Arbeitgeber

Dieser Punkt auf der “Checkliste nach der Geburt” richtet sich an die frischgebackene Mutter. Du solltest dich möglichst bald an deinen Arbeitgeber wenden, um ihm von der Geburt deines Babys zu berichten. Ob du das schriftlich oder mündlich machst, spielt dabei keine Rolle. Diese Mitteilung ist wichtig für deinen Mutterschutz. Dieser stellt sicher, dass du acht Wochen nach der Geburt vom Gesetz geschützt und von der Arbeit befreit bist. Bei Frühgeburten und Mehrlingsschwangerschaften sind zwölf Wochen vorgesehen.

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Anerkennung der Eltern

  • Vaterschaft anerkennen

Ihr seid gerade Eltern geworden, aber nicht verheiratet? Dann ist es wichtig, dass der Vater des Kindes die Vaterschaft offiziell bei einem Standesamt, beim Jugendamt oder Amtsgericht oder auch bei einem Notar anerkennt – mit der Zustimmung der Mutter. Auch das Sorgerecht muss ein unverheirateter Vater vor dem Jugendamt oder bei einem Notar offiziell übernehmen. Nur bei verheirateten Eltern wird der Ehemann automatisch auch rechtlicher Vater des Neugeborenen.

Tipp: Die Anerkennung der Vaterschaft und das Sorgerecht für das Kind kann auch schon vor der Geburt beantragt werden. Damit spart man sich einen Behördengang in der stressigen Zeit nach der Geburt.

  • Stiefkindadoption

Das gilt nur für gleichgeschlechtliche Eltern: Sind beispielsweise zwei Frauen miteinander verheiratet, muss die nicht leibliche Mutter das Kind ihrer Partnerin nach der Geburt adoptieren, um auch rechtlich als zweites Elternteil zu gelten. Dieses Verfahren nennt sich Stiefkindadoption.

Nur, wenn die Eltern verheiratet sind, wird automatisch der Ehemann rechtlich der Vater des Kindes. ©iStock/ miodrag ignjatovic

Checkliste nach der Geburt: Versicherungen und Finanzielles

  • Antrag auf Familienversicherung

Es ist besonders wichtig, dass ihr euch als Eltern möglichst früh um die Krankenversicherung eures Babys kümmert. Ein weiterer Punkt auf der “Checkliste nach der Geburt” lautet deshalb: Stellt einen Antrag auf Familienversicherung. Ein Elternteil muss dies mit der Geburtsurkunde im Gepäck bei der Krankenversicherung tun. Bei unverheirateten Paaren braucht der Vater dafür eine offizielle Vaterschaftsanerkennung.

Achtung: Wenn ein Elternteil gesetzlich und das andere privat versichert ist, solltet ihr dringend mit der gesetzlichen Krankenversicherung Rücksprache halten. In dieser Situation kann euer Kind nämlich nicht kostenlos gesetzlich versichert werden, wenn der privat versicherte Elternteil das höhere Einkommen erzielt. In diesem Fall müsste auch euer Kind privat versichert werden.

  • Mitteilung über Elternzeit

Beide Elternteile können beim Arbeitgeber einen Antrag auf Elternzeit für die Zeit nach der Geburt stellen. Hier gibt es kleine Unterschiede zu beachten:

Die Mutter sollte ihre Elternzeit spätestens sieben Wochen vor Ende ihres Mutterschutzes beantragen, wenn diese direkt an den Mutterschutz anschließen soll. Ansonsten gilt immer eine Frist von mindestens sieben Wochen vor dem gewünschten Beginn der Elternzeit. Der Vater kann diese spätestens sieben Wochen vor der Geburt eines Kindes oder eben auch sieben Wochen vor dem gewünschten Beginn der Elternzeit beantragen.

  • Elterngeld

Folgerichtig folgt auf unserer “Checkliste nach der Geburt” nun der Antrag auf Elterngeld. Alle Eltern, die ihr Kind vorrangig selbstständig betreuen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind, haben in Deutschland Anspruch auf Elterngeld. Dieses gilt es bei der Bundeselterngeldkasse zu beantragen. Diesen Antrag stellen beide Elternteile gemeinsam. Dazu braucht es einen Vordruck der Bundeselterngeldkasse sowie die Geburtsurkunde des Babys.

  • Kinderfreibetrag/ Kindergeldzuschlag

Nach der Geburt eures Babys kann ein Elternteil beim Finanzamt je nach Anspruch einen Kinderfreibetrag sowie einen Kindergeldzuschlag beantragen. Alles was es dafür braucht, ist die Geburtsurkunde.

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Weitere organisatorische Fragen

  • Kita-Platz

Vor allem in Großstädten ist dieser Punkt auf der “Checkliste nach der Geburt” eigentlich schon zu spät. Viele Eltern versuchen in Ballungsräumen, sich vor der Geburt um einen Kita-Platz zu kümmern – je nachdem, wie früh das Baby betreut werden soll. An Orten mit ausreichend Plätzen kann es reichen, erst nach der Schwangerschaft nach einem Kinderbetreuungsplatz Ausschau zu halten. Das Jugendamt berät Eltern in dieser Angelegenheit. Aber auch eine Anfrage bei freien Trägern ist empfohlen.

Habt ihr jeden Punkt auf unserer “Checkliste nach der Geburt” sorgfältig abgearbeitet, könnt ihr euch als Eltern entspannt zurücklehnen und die Zeit mit eurem Neugeborenen genießen – denn dann ist alles Wichtige erst einmal erledigt.

Headerbild: ©iStock/ shapecharge