Tipps für die Frisur der Braut

6 Tipps rund um die perfekte Brautfrisur

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Hochsteckfrisur im klassischen Retro-Stil, eleganter Dutt, romantische Flechtfrisur oder die Haare doch lieber ganz unkonventionell offen lassen? Aktuelle Hochzeitsfrisuren-Trends zeigen: Erlaubt ist, was gefällt! Damit Sie bei so vielen Auswahlmöglichkeiten nicht den Überblick verlieren, haben wir zwei Haar-Stylistinnen nach ihren individuellen Empfehlungen sowie Tipps rund um das perfekte Brautfrisur-Styling befragt. Mit diesen sechs exklusiven Expertinnen-Tipps wird das Haarstyling für die Hochzeit garantiert ein Erfolg.

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1.   Die richtige Vorbereitung

Ein optimales Ergebnis bedarf einer guten Grundlage! – das gilt auch für die Brautfrisur. Daher sollte man seine Haare bereits am Vortag möglichst schonen, um sie auf die Strapazen des aufwendigen Hochzeitsstylings so gut wie möglich vorzubereiten. Dieser Meinung ist auch Melanie Elgert: „Die optimale Vorbereitung des Haares: am Abend vorher ohne Spülung oder Kur waschen, sprich nur mit Shampoo“.

Vor allem damit die Frisur optimal sitzt, ist es wichtig, am Vortag so wenig Pflegeprodukte wie möglich zu nutzen. Die Empfehlung von Carina Bauer-Unzeitig: „Regelmäßig zum Friseur gehen und hochwertige Produkte zur Pflege benutzen, am besten ist es, wenn die Haare für das Styling bereits am Vortag gewaschen wurden und möglichst wenig Pflege benutzt wird, sodass das Haar weniger rutschig ist und einen besseren Halt hat.“

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2.   Die aktuellen Trends

Wirft man einen Blick auf aktuelle Brautfrisuren-Trends – wie in dieser Fotogalerie von GoFeminin –, die zurzeit in diversen Modemagazinen kursieren, ist es verständlich, dass sich viele angehende Bräute schlichtweg von dem immensen Angebot überfordert fühlen. Von glamourös, klassisch, schlicht, elegant bis hin zu extravagant – für jeden Typ und Geschmack ist etwas dabei. Aus dieser Vielfalt an Trendfrisuren eine Auswahl zu treffen, ist keine leichte Aufgabe. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben unsere beiden Expertinnen verraten, welche Stylings in dieser Saison wirklich angesagt sind:

Für lange Haare

Die Empfehlung von Melanie Elgert:

„Besonders populär ist in dieser Saison die halb offene Brautfrisur sowie das locker im Nacken gesteckte.“

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Die Empfehlung von Carina Bauer-Unzeitig:

„Sehr populär sind sehr natürliche, lockere Frisuren mit Zopf- und Zwirbelelementen oder sehr natürlich offen mit leichter Bewegung – dazu Echtblumenschmuck.“

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Plan B: Der zeitlose Klassiker
Sie können sich noch immer nicht entscheiden? Falls sie gar kein Risiko eingehen möchten und lieber auf Nummer sicher gehen wollen, rät Carina Bauer-Unzeitig zu diesem Dauerbrenner: „Der Dutt – er ist sehr variabel, von sleek und ordentlich, bis messy und natürlich hat man einen recht großen Spielraum, sodass er für jeden Typ passen kann.“

Für kurze Haare

Die Empfehlung von Melanie Elgert:

„Bräute mit kurzem Haar empfehle ich entweder einen Fascinator oder bei etwas längerem Haar das Anbringen von Clip in Extensions.“

Die Empfehlung von Carina Bauer-Unzeitig:

„Auch kurze Haare kann man wunderbar stylen – sehr schön ist es, wenn man sie mit dem Glätteisen wellt – das wirkt frech und gleichzeitig elegant und besonders. Das kann man auch bei recht kurzen Haaren machen, die eine längere Pony-partie haben – und bei kurzen Haaren: Ruhig zu einem auffälligeren Fascinator greifen, wenn es zum Stil passt.“

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Persönliche Geheimtipps der Expertinnen
Sie pfeifen auf aktuelle Trends und legen mehr Wert auf Originalität und Individualismus? Dann könnten Sie die persönlichen geheimen Favoriten unserer beiden Stylistinnen interessieren.

Melanie Elgerts Favorit: „Momentan zählt das leicht wellige, halb gesteckte Haar zu meinen persönlichen Lieblingshochzeitsfrisuren.“

Carina Bauer-Unzeitigs Favorit: „Meine absoluten Lieblingsfrisuren sind locker und weich, nicht zu straff. Besonders gerne mag ich es, wenn die Haare mit einem Blumenkranz geschmückt werden und man mit dem Lockenstab eine leichte Bewegung rein bringt – hierfür ist es aber wichtig, dass das Haar gesund & nicht zu kurz ist.”

 

3.   Bei knappem Budget: Selber stylen

Nicht jede Braut möchte Unsummen für das Hochzeitsstyling ausgeben und das Geld lieber für andere Dinge wie beispielsweise die Hochzeitslocation oder die Flitterwochen sparen. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Hochzeitsfrisur unter der Budgetknappheit leiden muss. Eine klassische Hochsteckfrisur beispielsweise lässt sich mit etwas Übung auch leicht selbst oder auch von der besten Freundin stylen. Mit solch einer schlichten und eleganten Frisur kann man quasi gar nicht daneben liegen, findet auch Melanie Elgert: „Was nie aus der Mode kommen wird, ist die Hochsteckfrisur an sich, egal in welcher Variation.“

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Einfach aber wirkungsvoll: Hochsteckfrisur zum Selberstylen

Doch wie das Ganze angehen? Für absolute Hochsteckfrisur-Anfänger hat Carina Bauer-Unzeitig folgenden Tipp:

„Es gibt sehr viele tolle Anleitungen auf YouTube. Wenn man die Haare vorher eindreht, kann man recht einfach eine lockere Steckfrisur machen – wichtig ist, dass man einen Anker mit kleinen Gummiringen setzt, sodass man die Frisur drumherum aufbauen kann und sie einen besseren Halt hat.”

 

Hilfsmittel für das Selbststyling

Damit die selbstgestylte Brautfrisur auch hält und der ganze Aufwand am Ende nicht umsonst war, sollten Sie unbedingt folgenden Tipp von Melanie Elgert beachten:

„Bei einem knappen Budget empfehle ich trotz alledem, hochwertige Stylingprodukte zu verwenden. Mit dem richtigen Lockenstab und einem gut gewählten Hitzeschutz und Haarspray hält die Frisur auch viele Stunden nach der Trauung.“

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4.  No-Gos beim Hochzeitsstyling

Falsches Anbringen der Haarnadeln

Ein absoluter Faux-Pas, den sich selbst viele Profis leisten, ist laut Melanie Elgert folgender:

„Ein absolutes No-Go ist das Falsche Anbringen der Haarnadeln. Viele Stylisten beherrschen diese Technik leider nicht und die Frisur löst sich nach wenigen Stunden in Wohlgefallen auf. Oder man sieht bei einer Hochsteckfrisur sämtliche Nadeln, die womöglich noch in der falschen Farbe gewählt wurden wie z. B. goldene Nadeln bei schwarzem Haar.“

K8Das sorgfältige Anbringen der Haarnadeln ist das A&O für die perfekte Brautfrisur

Ansonsten gilt

Für Carina Bauer-Unzeitig ist, abgesehen von sichtbaren Haarnadeln beim Braustyling, alles erlaubt, was gefällt:

„Solange es die Traumfrisur für die Braut ist, gibt es meiner Ansicht nach kein No-Go – da darf man ruhig mal unkonventionell sein, denn es ist der eigene große Tag und nicht der, der anderen.“

5.   Die Rolle des Brautkleids bei der Frisurwahl

Ein wichtiger Aspekt bei der Wahl der perfekten Brautfrisur ist auch der Stil des Brautkleids. Denn schließlich soll dieser für ein harmonisches Gesamtbild zur Frisur passen und umgekehrt. Diesen Aspekt findet auch Melanie Elgert sehr wichtig:

Braut beim Styling
„Ich möchte das Brautkleid immer sehen, da ich den Stil der Kleider immer auf die Frisur abstimmen möchte. Für meinen Geschmack passt zu einem schlichten Etuikleid keine halboffene Frisur oder zu einem Traum in Tüll eine romantische Flechtfrisur. Aber das ist wie gesagt auch Geschmacksache.”

Etwas unkonventioneller sieht Carina Bauer-Unzeitig das Zusammenspiel zwischen Brautkleid und -frisur.

„Auch ein Stilbruch kann harmonisch sein. Lockere Steckfrisuren sind sehr variabel und können für ziemlich jedes Kleid passend gemacht werden – vor allem mit dem richtigen Kopfschmuck, Strass verleiht Eleganz, Blumen den Boho-Chic.“

Um Ihrer Hochzeit eine unverwechselbare Note zu verleihen, ist es generell empfehlenswert, sich für ein einheitliches Gesamtkonzept zu entscheiden. Wollen Sie sich im klassisch-romantischen Stil trauen lassen oder Ihre Trauung eher extravagant feiern, wie zum Beispiel unter dem Motto Mittelalter oder Green Wedding? Ganz egal für welche Stilrichtung Sie sich entscheiden, achten Sie immer darauf, dass das Gesamtbild der Hochzeit stimmig ist und alle Komponenten wie Location, Dekoration und Hochzeitsstyling zusammenpassen und aufeinander abgestimmt sind. Selbstverständlich gehören dazu auch die passenden Hochzeitskarten (z. B. Einladungs-, Tisch-, Danksagungs-, Menükarten).

Hier ein paar gelungene Beispiele für perfekt aufeinander abgestimmte Hochzeitsstile:

  • Nobel-eleganter Stil

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  • Verspielter Boho-Chic

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  • Verträumt-romantisch

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6.  Schleier oder Haarschmuck?

Dieser Punkt bleibt ganz dem individuellen Geschmack der Braut überlassen, denn einen wirklichen Trend gibt es hierbei nicht. Vor allem auf klassischen Hochzeiten wird der Schleier bevorzugt – doch auch für schleierlose Bräute gibt es jede Menge Alternativen. Das sieht auch Melanie Elgert so:

„Mittlerweile habe ich immer mehr Bräute, die auf einen Schleier verzichten und lieber echte Blumen oder Haarschmuck tragen möchten. Bei den klassischen Hochzeiten mit religiösem Hintergrund spielt der Schleier in der Kirche nach wie vor eine sehr große Rolle und ist unter anderem für das Bedecken der Schultern oder den klassischen Schleiertanz, bei z. B. Russischen Hochzeiten, zuständig.“

Für Carina Bauer-Unzeitig hat der gute alte Schleier jedoch eher ausgedient:

„Ein Schleier muss nicht sein und passt auch nicht immer. Es gibt bereits unglaublich schöne Haaraccessoires, die ganz toll aussehen und dem Schleier um nichts nachstehen. Meine Favoriten sind wie gesagt echte Blumen im Haar, besonders Haarkränze.“

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Die Brautfrisur-Expertinnen
Melanie Elgert von Melly Brautstyling: „Das Schönste ist für mich, nach getaner Arbeit in die glücklichen Gesichter und strahlenden Augen „meiner“ Bräute zu sehen und das Glück mit ihnen für einen kurzen Moment an diesem großen Tag teilen zu dürfen.“

Carina Bauer-Unzeitig von Feengleich: „Feen strahlen und ihre Gesichtszüge wirken weich. Meine Technik zu schminken würde ich genau so beschreiben: Ich liebe zarte, weiche Übergänge. Harte Linien findet man bei mir zumindest in tragbaren Make-ups selten, denn sie schmeicheln – so denkt zumindest meine Wenigkeit – kaum jemandem“.

Wir hoffen, unsere Tipps konnten Ihnen weiterhelfen und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Auswahl und beim Styling Ihrer perfekten Brautfrisur!

 Bilder von links nach rechts

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