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Geburt

Die sind tabu! 10 Lebensmittel, die du als Schwangere nicht essen solltest

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©istock.com/Mykola Sosiukin

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"Du bist, was du isst." Diese bekannte Redewendung treibt viele von uns manchmal an den Rand der Verzweiflung, und die Herausforderung, so zu essen, dass unser Körper fit und gesund ist, fühlt sich wie ein Fulltime-Job an. Noch etwas kniffliger wird die Frage nach der "optimalen" Ernährung, wenn es in der Schwangerschaft heißt: Ihr seid, was du isst.  Puh, ganz schön viel Verantwortung, die werdende Mamas da zu tragen haben, und es ist – vor allem, wenn du zum ersten Mal schwanger bist – auch nicht immer leicht, den Überblick darüber zu behalten, was du nun unbedingt essen solltest – und was eben nicht. 

Im ersten Teil unseres Ernährungsspecials haben wir dir bereits verraten, welche Nahrungsmittel während deiner Schwangerschaft unbedingt auf deinem Speiseplan stehen sollten. Erfahre jetzt, welche Lebensmittel für dich bis zur Geburt vermieden werden sollten, um weder deine noch die Gesundheit deines kleinen Wunders in dir zu gefährden!

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©kartenmacherei

Wie bestimmte Lebensmittel dir oder dem Baby schaden können

Einige Bestandteile von Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln sowie infektiöse Erreger wie Bakterien und ihre Toxine, Viren oder Parasiten können lebensmittelbedingte Krankheiten, auch bekannt als Lebensmittelvergiftungen, verursachen.

Lebensmittelvergiftungen verlaufen in der Regel mild und zeigen nur leichte, grippeähnliche und gastrointestinale Symptome wie Fieber, Erbrechen oder Durchfall. Da sich jedoch dein Immunsystem während der Schwangerschaft verändert, besteht für dich als Schwangere ein höheres Risiko, an bestimmten infektiösen Erregern wie Listerien und Salmonellen zu erkranken, als für Nichtschwangere. Darüber hinaus können einige krankmachende Mikroben für den Fötus schädlich sein.

Aber: Das Gesamtrisiko, an lebensmittelbedingten Krankheiten zu erkranken, ist gering, und durch eine sorgfältige Auswahl und Zubereitung deiner Lebensmittel kannst du dein Risiko noch weiter senken.

Quecksilberhaltiger Fisch

Raubfische wie Hai, Schwertfisch oder Makrele enthalten viel Quecksilber und sollten gemieden werden. Denn Quecksilber, ein Element, das in den Meeren, Flüssen und Seen vorkommt, wandelt sich im menschlichen Körper in Methylquecksilber um. Es ist ein Nervengift und wird mit Hirnschäden und Entwicklungsverzögerungen bei Babys in Verbindung gebracht. 

Das heißt allerdings nicht, dass du ganz auf Fisch verzichten sollst, da Fisch eine gute Quelle für gesunde Fettsäuren ist. 

Die Lösung: Wähle statt der oben genannten Fischsorten lieber quecksilberarmen Fisch wie Lachs, Kabeljau, Schellfisch, Scholle oder Hering. Auch Meeresfrüchte wie Garnelen oder Krabben sind eine gute Option. 

Unpasteurisierte Milch

Obwohl Rohmilch häufig als die gesündere Variante der pasteurisierten Milch angepriesen wird, birgt der Verzehr dieser Produkte während der Schwangerschaft Gesundheitsrisiken. Das größte Problem ist die Listeriose, eine bakterielle Infektion, die für dein Baby gefährlich sein kann. Wie du bereits weißt, bist du während der Schwangerschaft besonders gefährdet, weil dein Immunsystem geschwächt ist.

Das Bakterium Listeria monocytogenes kann in nicht pasteurisierter Milch und Milchprodukten lauern und sich auch im Kühlschrank vermehren. Deshalb ist es am besten, diese Getränke im Moment ganz zu meiden.

Die Lösung: Kauf daher pasteurisierte Milchprodukte, bei denen krankheitsverursachende Mikroben abgetötet wurden. Alternativ kannst du auch wunderbar kuhmilchfreie Drinks wie Sojamilch, Reismilch, Mandelmilch und Hafermilch wählen - die Auswahl dieser veganen Optionen ist mittlerweile so groß, dass auch du einen Milchersatz finden wirst, der dir schmeckt!

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©istock.com/Prostock-Studio

Unpasteurisierte Käsesorten

Eins vorweg: Käse ist ein ganz tolles Lebensmittel für dich und dein Baby, dessen Calcium eure Knochen stark macht. 

Fast alle bei uns verkauften Käsesorten - einschließlich Weichkäse - werden aus pasteurisierter Milch hergestellt und gelten daher als sicher für den Verzehr während der Schwangerschaft. Es spricht also absolut nichts gegen Weichkäse aus pasteurisierter Milch wie Quark, Frischkäse, Mozzarella, Brie oder Camembert. Diese Sorten durchlaufen die Pasteurisierung, ein von Louis Pasteur entwickeltes Verfahren, bei dem Hitze angewendet wird, um potenziell schädliche Bakterien abzutöten.

Doch wie Rohmilch birgt auch unpasteurisierter Weichkäse das Risiko einer Listerienkontamination. Einige handwerklich hergestellte Käsesorten sind möglicherweise nicht pasteurisiert. 

Die Lösung: Überprüfe daher die Verpackungsangaben: Steht darauf, dass es sich um Rohmilchkäse oder nicht pasteurisierten Käse handelt, sollest du während der Schwangerschaft auf ihn verzichten. Oder entscheide dich für Hartkäse wie Gouda, Cheddar oder Emmentaler, um jedes Risiko zu vermeiden!

Rohe oder nicht durchgegarte Eier

Du solltest bis zur Geburt keine rohen oder ungenügend gekochten Eier essen, da sie schädliche Salmonellenbakterien enthalten können, die Lebensmittelvergiftungen verursachen könnten. Eine Salmonelleninfektion kann zu Durchfall, starkem Erbrechen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und hohem Fieber führen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass diese Symptome deinem Baby schaden, aber dein ohnehin schon etwas schwächeres Immunsystem wird weiter geschwächt, was die Entwicklung des Babys beeinträchtigen kann.

Zu den Lebensmitteln, die oft rohes Ei enthalten und vermieden werden sollten, gehören: hausgemachte Caesar-Dressings, Eiscreme, Mayonnaise und Sauce Hollandaise oder Sauce Béarnaise. Mache also während du schwanger bist auf dem Sommerfest um Tante Inges Mayo-Kartoffelsalat einen Bogen – auch selbstgemachte Desserts wie Mousse oder Tiramisu solltest du auslassen. 

Die Lösung: Leckere Alternativen snd vegane Desserts oder gut gekühlte, industriell verarbeitete und somit pasteurisierte Speisen.

Rohes oder nicht durchgegartes Fleisch und Geflügel

Der Verzehr von nicht durchgegartem bzw. rohem Fleisch, Fisch und Geflügel ist momentan für dich tabu, da es Toxoplasma-Parasiten und die schädlichen Bakterien Salmonella enthalten kann. Salmonellen erhöhen das Risiko einer Lebensmittelvergiftung. Toxoplasma verursacht Toxoplasmose mit grippeähnlichen Symptomen, die einige Wochen nach dem Verzehr der Lebensmittel auftreten. Sie kann im schlimmsten Fall zu Fehlgeburten oder zum Tod des Fötus führen. Das köstliche, medium gebratene Steak, das noch leicht rosa Hähnchen oder der Sashimi-Teller müssen noch ein paar Wochen warten, um von dir wieder guten Gewissens verspeist werden zu können!
 

Die Lösung: Iss nur gut gegartes und heißes Fleisch und Geflügel. 

Ungewaschenes Obst und Gemüse

Die meisten von uns waschen ihr Obst und Gemüse vor dem Verzehr – auch wenn sie nicht schwanger sind. Doch gerade als Schwangere solltest du wirklich darauf achten, diese Produkte besonders gründlich zu reinigen. Auch ungewaschenes Obst und Gemüse kann die gefährlichen Toxoplasma-Parasiten enthalten, die das sich entwickelnde Baby schädigen könnten. Toxoplasmose kontaminiert den Boden, auf dem Obst und Gemüse angebaut werden, und du kannst die schädlichen Mikroben aufnehmen, wenn du Früchte und Gemüsesorten ungewaschen verzehrst.

Die Lösung: Spüle das Obst und Gemüse gründlich unter fließendem Wasser ab. Schäle oder schrubbe die Oberflächen ab und schneide eventuell gequetschte oder eingedrückte Stellen ab, da diese anfällig für Bakterien sind. Am besten kochst du das Gemüse, insbesondere Blattgemüse.

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Rohe Sprossen

Iss besser keine rohen Sprossen wie Klee, Alfalfa, Mungobohnen, Sojabohnen oder Zuckererbsenkeimlinge. Sie sind sehr anfällig für Listerien, Salmonellen und E.coli-Bakterien, die, wie du weißt, dir und deinem Kind schaden könnten. 

Die Lösung: Auch hier ganz einfach: Sprossen vor dem Verzehr gut reinigen und kochen.

Alkohol

Auch wenn du es bestimmt schon weißt, kann man es nicht oft genug sagen: Alkohol in jeglicher Form zu jeder Zeit der Schwangerschaft ist das Tabu-Lebensmittel Nr.1 !

Dazu zählt auch das Gläschen Sekt zum Anstoßen, das Radler nach dem Sport oder das Stück Eierlikörtorte beim Nachmittagstee. 

Alkohol kann die Plazenta passieren und das Baby wird dem Alkohol im Blut ausgesetzt. Da die Leber deines Babys aber noch nicht voll entwickelt ist, wird der Alkohol nicht so schnell abgebaut, was wiederum die Entwicklung des Babys beeinträchtigen kann und zu Fehlbildungen, Wachstumshemmung, der Schädigung von Gewebe und Nervenzellen sowie zu irreversibler Intelligenzminderung des Kindes führen kann. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann das fetale Alkoholsyndrom (FAS) verursachen – die häufigste vermeidbare Behinderung bei Neugeborenen, eine schwere Erkrankung, bei der das Kind lebenslang massive geistige und körperliche Probleme erleiden muss.

Die Lösung: Wenn du nur sehr schwer auf den Geschmack von Bier und Sekt verzichten kannst, entscheidest du dich am besten für absolut alkoholfreie Produkte. Einige Sorten sind tatsächlich komplett alkoholfrei und somit auch für Schwangere sicher - prüfe dies aber ganz genau oder weiche bis zur Entbindung auf prickelnde (Trauben)Schorlen aus.

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©kartenmacherei

(Sehr viel) Koffein

Während der Schwangerschaft wird empfohlen, die Aufnahme von Koffein aus allen Quellen auf 200 mg pro Tag zu begrenzen. Eine Tasse Filterkaffee (200 ml) enthält etwa 90 mg Koffein, ein Espresso bringt es auf 80 mg. Nicht vergessen, dass Koffein auch in Tee (200 ml schwarzer Tee liefern 45 mg Koffein) sowie in einigen Soft -und Energy-Drinks enthalten ist. Letztere sollten aufgrund des erhöhten Koffeingehalts und weiterer Inhaltsstoffe, deren Wechselwirkungen nicht vollständig geklärt sind, von Schwangeren gemieden werden. 

Obwohl die Risiken gering sind, wurde eine hohe Koffeinaufnahme (mehr als 300 mg pro Tag) während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht in Verbindung gebracht. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass extrem hohe Koffeinmengen mit einem erhöhten Risiko für Fehl- und Totgeburten einhergehen können. Daher ist es am besten, den empfohlenen Höchstwert von 200 mg pro Tag nicht zu überschreiten.

Die Lösung: Kaffeejunkies steigen während der Schwangerschaft überwiegend auf entkoffeinierte Getränke um. Teetrinkerinnen wählen statt schwarzem und grünem Tee Früchte-oder Kräutertee.

Sehr zuckerhaltige Lebensmittel

Dieser fiese, oft versteckte Zucker macht so einigen von uns die Bemühung, gesund und ausgewogen zu essen, einen Strich durch die Rechnung. Zum einen liegt es dem Menschen in den Genen, eine Vorliebe für süßen Geschmack zu haben. Zum anderen enthalten viele Nahrungsmittel Zucker, in denen man es gar nicht erwarten würde, wie etwa fertige Salate, Würzpasten oder auch Backwaren. Gerade in der Schwangerschaft solltet ihr vermehrt auf einen moderaten Zuckerkonsum achten, da zu viel des süßen Stoffes dir und deinem Baby schaden könnten. Unmengen an Zucker können Schwangerschaftsbeschwerden  (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Sodbrennen) verschlimmern,  zu Schwangerschaftsdiabetes beitragen und das Risiko von Frühgeburten und einer Schwangerschaftsvergiftung erhöhen.

Die Lösung: Ganz auf Zucker verzichten brauchst du natürlich nicht. Achte beim Einkaufen vermehrt auf die Inhaltsstoffe und entscheide dich, wenn möglich, für die zuckerärmere Variante. 

Das Wichtigste im Überblick:

Wie du nun erfahren hast, geht die größte Gefahr für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder durch die Erreger von Listeriose und Toxoplasmose aus, welche zu schweren Erkrankungen und im Extremfall zu Früh- und Totgeburten führen können.

Um dich und dein Baby zu schützen, solltest du in der Schwangerschaft

  • keine rohen oder nicht durchgegarten tierischen Lebensmittel essen.
  • Eier nur verzehren, wenn sowohl Eiweiß als auch Eigelb ganz fest sind, um eine Salmonellenvergiftung zu vermeiden.
  • alle Nahrungsmittel gründlich waschen und/oder schälen und kochen.
  • auf unpasteurisierte Milchprodukte verzichten.
  • vermehrt auf Hygiene bei der Zubereitung der Speisen achten (auch beim Auswärtsessen).
  • und Alkohol auf jeden Fall komplett meiden!
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Obwohl es also einige Lebensmittel gibt, auf die du während der Schwangerschaft verzichten solltest, gibt es immer noch unzählige leckere Lebensmittel, die du sorglos genießen kannst! 

Neben einer guten Ernährung ist auch eine gesunde Psyche wichtig! Mach dir daher keine allzu großen Sorgen, wenn du versehentlich etwas verzehrt hast, das potenziell riskant sein kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dir oder dem Baby schadet, ist wirklich sehr gering. 

Wende dich jedoch immer an deinen Arzt oder deine Ärztin, wenn du dir Sorgen machst und weitere Fragen hast, da dieser Artikel medizinischen Rat keinesfalls ersetzen kann.

Wir wünschen dir jedenfalls viele leckere Geschmackserlebnisse! Und wenn du wissen willst, was nach der Entbindung auf deinem Teller nicht fehlen darf, dann solltest du unsere Tipps zur Ernährung in der Stillzeit kennenlernen! 

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