Schwanger heiraten

Hochzeit zu dritt: eine runde Sache

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Sie heiraten den Mann Ihrer Träume und erwarten das gemeinsame Kind: Emotionen pur! Lächelten schwangere Bräute früher noch eisern jegliches Gerede weg, stehen sie heute stolz zu ihren anderen Umständen. So auch Bloggerin Hanna: auf ihrem Blog Rubbelbatz schreibt sie gemeinsam mit ihrem Mann über ihre Traumhochzeit mit Babybauch. „Es ist ein schöner Gedanke, zu wissen, dass man eigentlich schon zu dritt ist. Eine Schwangerschaft, ist ja schon ein besonderer Zustand. Irgendwie fühlt man sich so ruhig und ausgeglichen – als wäre alles andere ein bisschen unwichtig geworden neben dem, was da gerade passiert,“ beschreibt Hanna die besondere Situation.

So wundervoll eine Hochzeit zu dritt auch ist, sie stellt Sie als schwangere Braut natürlich vor ein paar extra Herausforderungen. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Wann heiraten?

Im ersten Trimester ist zwar meist noch kein Bauch zu sehen, allerdings leiden viele Schwangere unter all dem was der Hormonhaushalt zu bieten hat: Übelkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und unreine Haut. Ab dem 4. Monat in etwa fühlen sich die meisten wieder deutlich fitter – sie sind voller Energie und (noch!) sehr beweglich. Und das kleine Bäuchlein lässt sich wunderschön verpacken! Das letzte Trimester kann beschwerlich sein: der Bauch ist hinderlich groß, der Körper zwickt und ziept und manche Frau fühlt sich vielleicht nicht mehr allzu attraktiv.  

Damit Sie Ihren gemeinsamen großen Tag möglichst unbeschwert genießen können, bietet sich daher wenn möglich das zweite Trimester zwischen dem 4. – 6. Schwangerschaftsmonat an! Aber machen Sie sich keine Sorgen, Ihre Hochzeit wird natürlich auch hochschwanger im 8. Monat ein absoluter Traum, wie die Bilder von Mareike und Timo beweisen:

Wunderschön im achten Monat: Mareike und Timo heirateten ganz entspannt mit Familie und Freunden im Rathaus Köpenick ©Anja Birkner
Wunderschön im achten Monat: Mareike und Timo heirateten ganz entspannt mit Familie und Freunden im Rathaus Köpenick. (©Anja Birkner)

Rundum schön verpackt

Die Suche nach dem perfekten Kleid bereitet vielen Bräuten Kopfzerbrechen – umso mehr, wenn auch noch eine Babykugel mit hineinpassen muss!

Je nachdem wie weit die Schwangerschaft schon vorangeschritten ist, können Sie einfach ein normales Brautkleid umnähen zu lassen. Besonders Kleider in A-Linie, Empire Stil und Baby Doll eignen sich, da sie ab Bauchhöhe locker und fließend fallen und nicht einengen. Aber Achtung: Sprechen Sie von Anfang an Verkäufer oder Designer darauf an, ob das Kleid sich anpassen ließe und lassen Sie die finalen Änderungen unbedingt erst ein paar Tage vor der Hochzeit machen, damit Sie und Ihr Babybauch auch ganz sicher in Ihr Traumkleid passen.
Mittlerweile gibt es aber auch eine große Auswahl an wunderschöner Schwangerschaftsbrautmode in allen Stilen und Längen. Umstandsmodemarken wie Mamarella, Bellybutton, Tiffany Rose oder Asos Maternity  bieten jeweils einige Brautkleidmodelle an. In den letzten Jahren haben aber auch klassische Hochzeitsmodelabel wie beispielsweise Küssdiebraut und Soeur Coeur ein paar spezielle Umstandsmodelle in ihre Kollektionen aufgenommen.

Kurz oder lang, romantisch oder elegant: Verpacken Sie Ihren Bauch, wie Sie möchten mit Kleidern von Tiffany Rose (links), küssdiebraut (mitte) oder Soeur Coeur (rechts).

Noch ein kleiner Tipp: Auch wenn Sie eigentlich passionierte High Heel Läuferin sind, packen Sie zur Sicherheit ein paar schöne flache Schuhe zum Wechseln ein, damit Sie auf jeden Fall solange tanzen können, wie Sie möchten. Oder Sie planen von Anfang an flache Schuhe ein: mit grünen Ballerinas oder Sandalen in Ihren Hochzeitsfarben sind Sie 2017 schließlich auch voll im Trend!

Grün metallic: mit flachen und stylischen Ballerinas tanzen Sie auf Ihrer Hochzeit so lange Sie möchten!
Grün metallic: mit flachen und stylischen Ballerinas tanzen Sie auf Ihrer Hochzeit so lange Sie möchten! (©Jordan Goodrich)

 Schlemmen leicht gemacht

Angesichts all der Einschränkungen, denen Sie sich als Schwangere beim Essen unterwerfen, scheint die Menü- und Getränkeauswahl erstmal nicht allzu viel Spaß zu machen. Aber auch jenseits von Rindercarpaccio, gebeiztem Lachs und Rohmilchkäse lassen sich leckere Hochzeitsmenüs zusammenstellen! Und so stehen Sie nun ebenso vor der Qual der Wahl: Büffet oder gesetztes Dinner? Wir haben hier bereits die Für und Wider der beiden Alternativen für Sie zusammengestellt. Für Sie als schwangere Braut findet sich in der großen Auswahl eines Büffets sicher etwas, das den momentanen Gelüsten entspricht und bedenkenlos geschlemmt werden darf. Aber auch beim gesetzten Dinner kann bei der Auswahl der Gänge auf Ihre speziellen Anforderungen Rücksicht genommen werden – oder Sie bekommen eben einfach eine Extrawurst! Sprechen Sie mir Ihrem Caterer, gemeinsam findet sich eine gute Lösung.

Natürlich können Sie nicht mit Champagner mit Ihren Gästen anstoßen, aber mit wunderbar prickelnden antialkoholischen Alternativen macht es genauso Spaß! Von Ingwerlimonade über Sprudel mit Holundersirup und Minze bis zur klassischen Fruchtbowle mit Beeren sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt – entscheidend ist, was Sie mögen!

Fruchtig, frisch und farbenprächtig: bei den alkoholfreien Alternativen haben Sie die Qual der Wahl.
Fruchtig, frisch und farbenprächtig: bei den alkoholfreien Alternativen haben Sie die Qual der Wahl. (©shutterstock / sarsmis)

Genießen!

Lassen Sie sich nicht von Unkenrufen verunsichern: natürlich kann es sein, dass der Bauch zwickt oder Sie sich einfach nicht völlig fit fühlen am großen Tag – wie aber doch auch jede nicht-schwangere Braut. Planen Sie einfach ein paar extra Ruhemomente zwischendurch ein, trinken Sie ausreichend und vor allem genießen Sie Ihren Hochzeitstag!

Zum Abschluss noch ein Tipp von uns: Lassen Sie sich doch als Junggesellinnenabschied von Ihren Freundinnen zu einem Wellnesswochenende entführen und so richtig verwöhnen. So starten Sie entspannt schwanger in Ihre Traumhochzeit zu dritt!

Titelbild: ©Anja Birkner