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Ganz persönliche Karten schreiben

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Was soll ich bloß schreiben? Wer beim Formulieren von Hochzeitseinladung, Geburtskarte, Dankeskarte zur Kommunion auf dem Schlauch steht, dem helfen wir weiter:

10 Tipps und einige kreative Ideen für einzigartig schöne, persönliche Kartentexte.

1) Alles, was von Herzen kommt, ist wunderbar

Das wichtigste Prinzip vorweg: keine Scheu vorm Schreiben.
Auch wenn Sie nicht der witzige Wortakrobat oder der kreative Kopf sind: Alles, was von Herzen kommt, ist authentisch. Und das kommt immer an.

2) Namen nennen

Was simpel klingt, wird hin und wieder doch vergessen: „Bitte den Empfänger immer direkt, also mit seinem Namen ansprechen. Damit hat ein Kartentext sofort eine viel persönlichere Wirkung“, erklärt Michaela Steininger. Sie ist die Frau hinter der Website die-persönliche-note.de, auf der sich alles um Worte und Sprache dreht.

3) Mustertexte als Inspiration

Die perfekte Formulierung zu finden ist eigentlich ganz einfach: Das world wide web hält unzählige Seiten mit vorgefertigen Mustertexten für jeden Anlass bereit. Vielleicht haben Sie Glück und lesen dort genau den Text, in dem Sie sich zu 100 Prozent wiedererkennen. Meistens ist das wohl nicht der Fall. Deswegen vorformulierten Kartentexte immer ein Stückchen Eigenes hinzufügen. Michaela Steininger beschreibt, wie das funktionieren kann: „Ein Text sollte ‚echt‘ klingen, in etwa so, wie man sich im persönlichen Gespräch mit dem Empfänger auch ausdrücken würde. Man sollte sich also fragen: Klingt das wirklich nach mir?“

4) Was fühle ich?

Keine spontane Idee, wie das genau aussehen könnte? Gehen Sie in sich und finden Sie so heraus, was Sie wirklich fühlen. Möchten Sie beispielsweise eine Einladung schreiben, stellen Sie sich Ihr Fest vor: Wie feiern Sie und worauf legen Sie dabei besonderen Wert? Sie haben ein ungezwungenes Sommerfest im eigenen Garten geplant, zu dem Ihre ganze Familie nach langer Zeit zusammenkommt. Das lässt sich einfach in den Einladungstext einfügen: „Wir freuen uns auf ein gemütliches Sommerfest, darauf, alle unsere Verwandten um uns zu haben, und all die wunderbaren Familiengeschichten.“
Und auch hier gilt Michaela Steiningers Tipp: Vermeiden Sie übertriebene, gekünstelte oder zu dick aufgetragene Formulierungen, die Sie im persönlichen Gespräch so nicht verwenden würden.

5) Immer freundlich bleiben

Nicht immer kommen uns positive Erinnerungen in den Sinn. Ein Beispiel: „Schön, dass wir bei eurer Silberhochzeit dabei sein durften. Wir hätten nicht gedacht, dass die Feier so toll werden würde.“ Das geht freundlicher – ohne lügen zu müssen. Versuchen Sie’s damit: „Wir haben uns gefreut, euch und eure Lieben auf eurer Silberhochzeit besser kennenzulernen.“ oder „Besten Dank für die Rezepte-Tipps auf eurer Silberhochzeit. Die werden wir zu Hause bestimmt ausprobieren.“

6) Was ist in meinem Leben alles passiert?

Noch persönlicher wird’s, wenn Sie die Empfänger an Ihrem Leben teilhaben lassen. Klassischerweise ist dafür in Weihnachtskarten Platz. Versuchen Sie, nicht irgendetwas zu schreiben. Erzählen Sie von besonderen Ereignissen, die Ihr Leben sehr verändert haben: ein Umzug, ein neuer Job, ein neues Haustier.

7) Was interessiert den Empfänger?

Nicht Nennenswertes vorzuweisen? Dann verfolgen Sie diesen Ansatz, den Michaela Steininger vorschlägt: Berücksichtigen Sie die Situation des Empfängers. In der Dankeskarte zur Kommunion könnte zum Beispiel stehen: „Liebe Tante Maria, ich habe mich besonders gefreut, dass du den weiten Weg von Berlin nach Stuttgart gemacht hast, um bei meiner Kommunion dabei zu sein.“
Überlegen Sie sich, was den Empfänger Ihrer Karte brennend interessiert. Nach was fragt er oder sie immer als erstes, wenn Sie sich sehen oder telefonieren? Wenn Cousine Anna sich stets erkundigt, wie es Ihren Kindern in der Schule geht, berichten Sie ihr davon. Was sind die Hobbys und Interessen der Kartenempfänger? Ihr bester Freund aus Kindergartentagen ist riesiger Fußballfan. Dann wird er gerne hören, wenn Sie ihm etwas vom Fußballspiel im Stadion erzählen. Er ist Imker? Dann berichten Sie ihm vom leckeren Honig, den Sie im Griechenlandurlaub probiert haben.
Und: „Wer sich gut in den Empfänger hineinversetzen kann und den richtigen Kartentext formuliert, der wirkt interessiert und herzlich“, sagt Michaela Steininger und erläutert, wie man vorgehen kann. Vor dem Schreiben des Kartengrußes sollte man sich einige Gedanken über die aktuelle persönliche Situation des Empfängers machen: Was erlebt er gerade? Wie geht es ihm? Über welche Worte würde er sich vielleicht momentan besonders freuen?

8) Zitat – ganz individuell

Auch ein Zitat kann Ihrer Kartenpost eine ganz persönliche Note verleihen. Wie für fertige Textvorlagen gilt: Es sollte nicht nur zum Anlass passen, sondern auch zu Ihnen.
Michaela Steininger empfiehlt deswegen, möglichst solche Zitate zu verwenden, die man selbst interessant, treffend, klug, geistreich findet. „Eine gute Idee ist es auch, speziell diejenigen Persönlichkeiten zu zitieren, die man besonders gerne mag, gut kennt, vielleicht gar bewundert oder verehrt“, sagt sie. Als Brautpaar in spe haben Sie vielleicht einen gemeinsamen Song, aus dem Sie eine Zeile für Ihre Einladungskarte zitieren können. Feiern Sie bald Ihren runden Geburtstag, lässt sich ein gutes Zitat möglicherweise in der Biografie einer berühmten Persönlichkeit Ihres Jahrgangs finden. Oder ein Zitat aus einem Ihrer Lieblingsfilme drückt aus, was Sie fühlen. „Ja, man kann sogar die eigenen Kinder oder die kluge Ur-Oma zitieren, wenn es im Zusammenhang gut passt“, sagt die Macherin von die-persoenliche-note.de.
Sie rät auch dazu, ein Zitat nie für sich alleine stehen zu lassen. Entweder nutzt man das Zitat als Einleitung und schließt eigene Worte an, zum Beispiel: „Ich finde, … hat ganz Recht: …“ Oder umgekehrt, man setzt das Zitat als aussagekräftigen Schlusspunkt, etwa: „Denn schon … sagte ja bereits: …“

9) Basis-Infos aufgepeppt

Wenn der Ton für den jeweiligen Rahmen oder Anlass angemessen ist: Locker und umgangssprachlich schreiben, eventuell auch mit etwas Humor. So können laut Michaela Steininger Basisinformationen wie Datumsangaben, Wegbeschreibungen oder Dresscode-Wünsche, einen originellen Twist bekommen. In der Anfahrtsbeschreibung zur Hochzeitslocation könnte so zum Beispiel stehen: „An unserem großen Tag soll uns keiner fehlen! Damit ihr auch ganz sicher gut bei uns ankommt, hier unsere Wegbeschreibung …“ Oder: „Ich weiß ja, wie beschäftigt ihr seid: Deshalb solltet ihr euch diesen wichtigen Termin auch ganz besonders dick im Kalender anstreichen!“

10) Danke schön

Ein simples „Danke“ steht für sich und ist – vor allem eingerahmt in eine hübsche, hochwertige Karte – immer ein Zeichen dafür, dass man den anderen zu schätzen weiß, sich über seine Großzügigkeit freut. Persönlicher wird ein solcher Dank für Präsente zur Geburt Ihres Kindes, zum Geburtstag, zum Ehejubiläum, wenn Sie schreiben, wie es Ihr Leben bereichert hat. Berichten Sie, dass die neue Küchenmaschine fast täglich im Einsatz ist, die Konzertkarte Ihnen einen wundervollen, spaßigen Abend beschert hat oder Sie dank des großzügigen Geldgeschenks Ihrem Traum vom eigenen Motorrad oder einer Designer-Handtasche näher gekommen sind.

Das waren Basics. Die folgenden kreativen Ideen sind die Kür für Kartentexte(r):

Genrewechsel

Private Weihnachtskarte und harte Daten und Fakten passen so gar nicht zusammen? Kommt drauf an. Wagen Sie den Mix und kombinieren Sie diese scheinbaren Gegensätze. Zum Beispiel in einer kleinen Jahresbilanz: 3000 Fotos gemacht, 250 x unser Lieblingslied gesungen, 50 Bücher gelesen, 7 x geplant, in die Berge zu fahren, 2 x tatsächlich in die Berge gefahren.
Mit kleinen Symbolen oder passenden Diagrammen wird’s übersichtlicher – und noch individueller.

Akrostichon

Auch ein Akrostichon ist eine Form von Gedicht und gelingt jedem – sogar schon Grundschülern. Deshalb wird es im Deutschunterricht gern geschrieben. Wir finden: Das passt perfekt zur Einladung zur Einschulung. Schreiben Sie dafür die Buchstaben des Vornamens untereinander und finden Sie zu jedem ein Wort, das die Vorfreude auf oder die Erwartungen an die Schule beschreibt.

Ein Symbol sagt mehr als 1000 Worte

Emoticons, die Viele über Messenger, SMS oder E-Mail täglich versenden, schaffen es, in wenigen Zeichen das auszudrücken, wofür man sonst viele Worte verlieren müsste. Wenn es zu Ihrem Stil oder zum Anlass passt – greifen Sie’s auf. Ein hübsches Beispiel, etwa für eine Einladung zur Hochzeit oder eine Save-the-Date-Karte, haben wir hier gefunden.